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Zu Gast in Oesterreich – Weinbruderschaft

Zu Gast in Oesterreich

Aus Weinbruderschaft

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Inhaltsverzeichnis

Ein kulinarisches Degustations-Essen

Auf Grund der grossen positiven Resonanz, kommen wir sehr gerne Ihrem Wunsch nach und führen auch dieses Jahr wieder einen sogenannten "Wine & Dine Event" durch. Was würde sich dazu besser anbieten, als ein Land auszuwählen, in welchem einerseits erfolgreich fortschrittlicher Weinbau betrieben und anderseits die Tradition einer besonders guten und bewährten Küche gepflegt wird?

Sie haben es erraten, es ist die Rede von unserem östlichen Nachbarland Österreich.Wem läuft nicht das Wasser im Mund zusammen, wenn von Köstlichkeiten der ehemaligen k. u. k. Küche die Rede ist, von Wienerschnitzel, Tafelspitz und Knödel, wenn man an Mehlspeisen wie Nokkerln und Strudel denkt, an Sachertorte und viele der berühmten kulinarischen Reminszenzen mehr. Bei welchem Weinliebhaber wecken Namen wie Grüner Veltliner, Welschriesling, Morillon, Zweigelt, Blaufränkisch, St. Laurent oder Schilcher nicht Erinnerungen oder gar Interesse? Von all dem - oder zumindest von vielem - können Sie an diesem besonderen Anlass probieren und geniessen. Kannenmeister, Magister Edi Meyer, pflegt seit längerer Zeit beste Kontakte mit österreichischen Spitzen-Winzern und -Weingütern. Er hat grosse Kenntnisse über die österreichische Weinwelt und kennt viele Produzenten auch persönlich sehr gut. Gerne wird er uns von seinem grossen Wissen und seiner reichen Erfahrung profitieren lassen. Abgestimmt zum feinen 5-Gang Menu aus der Lerchenhof-Küche, hat der Referent Edi Meyer aus den drei wichtigsten österreichischen Rebbaugebieten passende Weine zusammengestellt und wird diese kommentieren.

Lassen Sie sich verwöhnen und geniessen Sie die aussergewöhnliche Begegnung mit Oesterreichs Köstlichkeiten aus Küche und Keller.

Menu und Weine

Kleines Blätterteigpastetli mit frischen Pilzen Gelber Muskateller, Steiermark Roter Traminer, Steiermark

Käseterrine Welschriesling, Steiermark Morillon, Steiermark Sauvignon, Steiermark

Zanderfilet gebraten, Schnittlauchrahmsauce, Reis Grüner Veltliner, Krems Riesling, Wachau Cuvée, Burgenland

Tafelspitz, Bratkartoffeln, Spinat, Apfelkren Zweigelt, Burgenland Blaufränkisch, Burgenland Cuvée rot, Burgenland St. Laurent, Burgenland

Apfelstrudel mit Vanillesauce Trockenbeerenauslese, Burgenland


Rückblick

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«Nehmen Sie sich Zeit! - Alles im Leben braucht seine Zeit! - Aber hat auch alles im Leben seine Zeit? Das Jahr fliesst unabänderlich: Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Montag, Dienstag, Mittwoch etc. Nur wir Menschen versuchen manchmal der Zeit ein Schnippchen zu schlagen. Kinder werden früh reif, Senioren verfallen dem Jungendlichkeitswahn. Alles geht rascher, schneller, rasanter. "Tut mir leid, hab' keine Zeit" ist zu einem geflügelten Wort geworden.

Auch die Freizeit will konsumiert sein, messbar in geflogenen Kilometern, gelaufenen Strecken, gesammelten, vielleicht exotischen Reisezielen. Freizeit soll stressfrei sein, gemessen in erholsamen Stunden in angenehmer Umgebung, mit lieben Freunden, einem exzellenten Essen, einem ausgezeichneten Wein.» (Text aus einem österreichischen Weinblattl)

Dies die einleitenden Worte von Magister Edi Meyer, seines Zeichens Weinfachmann aus Reiden und Kannenmeister der Weinbruderschaft St. Martin zu Zofingen, zur Begrüßung der Anwesenden. Er hieß alle herzlich willkommen, willkommen zu einem streßfreien und vergnüglichen Abend!


Eine kulinarische Reise ins östliche Nachbarland

mit Bildern von wunderschönen Landschaften, einer reichen Palette mit vielfältigen und höchst ansprechenden, meist unbekannten Weinen und dem vorzüglichen Essen aus der Lerchenhofküche bot die Möglichkeiten zu einer genussvollen Entspannung. Gerne berichten wir Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, was uns Edi Meyer auf eine sehr eindrückliche Art und Weise mit viel profunden Kenntnissen und Weinwissen geboten hat. Den Anwesenden möge es als kurzer Rückblick, den Nicht-Anwesenden als virtuelle Exkursion dienen. Vielleicht aber auch als Anregung, ein nächstes Mal an einem der lehrreichen und streßfreien Abendprogrammen der Weinbruderschaft St. Martin zu Zofingen teilzunehmen.


Weinland Oesterreich

Weinmässig ist Oesterreich ein überschaubares Land. Die Rebkulturen konzentrieren sich auf die östlichen Bundesländer: Niederösterreich, Burgenland, Steiermark und die Hauptstadt Wien.Die Weingebiete liegen in der gemässigten Klimazone, in etwa auf dem 47. und 48. Breitengrad, vergleichbar mit dem Burgund. Warme, sonnige Sommer und lange, milde Herbsttage mit kühlen Nächten sind typisch für die meisten österreichischen Weinregionen. Als Temperaturausgleicher und als Wärmereflektoren haben die Donau und der Neusiedlersee grossen Einfluss auf das Klima. 40'000 Weinbaubetriebe bewirtschaften 50'000 ha Reben und ernten 2,5 Mio. hl Wein (im Vergleich Schweiz: 20'000 ha mit 1,25 Mio hl Wein). Gemessen an der Weltweinproduktion von 275 Mio. hl macht der österreichische Rebensaft nur gerade 1% aus (Schweiz 0,5%).

Mit sehr unterschiedlichen Bodenbeschaffenheiten und verschiedenen Klimatypen, hat Oesterreich eine grosse Sortenvielfalt: 20 weisse und 10 rote Traubensorten gehören ins Rebinventar. Dreiviertel machen die Weißweine aus- doch das wird sich bestimmt bald ändern. Basis der Weingesetzgebung ist das europäische Weingesetz. Es unterscheidet nach "Kontrollierter Herkunft - Hektarenbeschränkung und drei Qualitätsstufen (Tafelwein - Qualitätswein - Prädikatswein). Der gesetzlich vorgeschriebene Höchstertrag für die erwähnten Qualitätsstufen ist auf 900g/m2 festgelegt, das entspricht ungefähr 6.75dl/m2. Wird mehr produziert, muss die gesamte Menge zu Tafelwein deklassiert werden.

Durch weinchemische Analysen und Degustationen werden die Qualitäts- und Prädikatswein staatlich geprüft. Eine Banderole mit staatlicher Prüfnummer am Flaschenhals dokumentiert die aufwändigen Kontroll- und Qualitätssicherungsverfahren. Diesen Anstrengungen verdanken wir die Qualitätssteigerungen der letzten 15 Jahre. Eine junge Generation von Winzerinnen und Winzern ist bestens ausgebildet. Viele haben die Welt bereist, im übrigen Europa und in Uebersee Praktika gemacht und Weinschulen besucht. Heute wissen sie mit ihren Terroirs und den Traubensorten umzugehen, ihre Weine erreichen internationale Qualitätsstandards und finden auf breiter Front höchste Anerkennung.

Die sprichwörtliche Gastfreundschaft in Oesterreich Interessiert? Kommen Sie mit auf die kulinarisch/weinkundliche Reise, wo uns folgendes serviert wurde:


Zum Willkommenstrunk

Gelber Muskateller, 2001, Erwin Sabathi (Südsteiermark) Frischer, glasklarer Duft nach Holunderblüten, Zitronenmelisse, Kerbel, Khaki, faszinierender Aromareigen, ungewöhnlich reif und gebündelt, zitronig-exotischer Finish, Muskateller pur mit knackiger Säure-/RZ-Balance. Der Gelbe Muskateller kommt vorwiegend von der Riede Pössnitzberg mit bis zu 30 jährigen Reben. Es gibt über 200 Arten Muskateller, auch rote! Aufgefallen ist der erst 24-jährige Erwin Sabathi aus Pössnitz bei Leutschach durch Weine mit ausserordentlichen Qualitäten.


Zum Blätterteigpastetchen mit frischen Waldpilzen

Fruchtig-frisches Fruchtspiel, feine Zitrusfrüchte, florale Anklänge, pfirsichhaft, knackiger Körper, Grapefruit, animierende Säure. 10-25 jährige Reben auf Verwitterungsboden aus dem Tertiär. Der Welschriesling ist nicht mit dem Rheinriesling zu verwechseln. Er findet sich überall in Osteuropa - sogar in China soll er angebaut werden. Die Ursprünge der alten Rebsorte liegen im Dunkeln. "Welsch" bedeutet im germanischen Sprachraum "fremd, ausländisch", aber auch daraus lassen sich kaum Hinweise auf den Ursprung entnehmen. Er reift spät und seine Trauben behalten ihre Säure. Die Weine sind relativ leicht und aromatisch und diesen Eigenschaften verdankt er wahrscheinlich die grosse Verbreitung. Die Neumeisters sind eine Familie, die 20 ha bewirtschaften. 1998 bezogen sie einen sehr modernen Kellereibetrieb. Der alte Keller wurde zu einem hochstehenden Restaurant ausgebaut. Das Saziani's Stubn hat schon im zweiten Jahr nach der Eröffnung die Auszeichnung "zwei Hauben" erhalten. Perfektion auch hier.

Der Morillon duftet nach reifen Birnen, vielleicht auch etwas nach Blutorangen, im Gaumen zeigt sich eine schmackhafte Textur, überraschend viel Substanz, klingt lange nach. Die Trauben für diesen Morillon stammen aus verschiedenen Rieden/Lagen vom Pössnitzberg bei Leutschach in der Südsteiermark. Morillon wurde in Österreich erst gegen Ende der 80er Jahre als hochmodischer Chardonnay erkannt. Schon damals gab es in der Steiermark über 200 ha. Chardonnay ist fast allen Weinkonsumenten heute so vertraut, dass sie kaum daran denken, dass sich dahinter eine Rebsorte versteckt. Urgesteins/Schieferböden am Pössnitzberg, Sandböden mit Meeresablagerungen am Jägerberg - in diesen Lagen gedeihen die Trauben unter kleinklimatischen Bedingungen mit wechselhaften Temperaturzyklen in Kessellagen mit bis zu 75% Hangneigung.

Zur Käseterrine mit Kürbiskernöl

Schwarze Johannisbeeren, gelber und roter Paprika, weisser Pfeffer im Duft, dahinter folgt eine schöner Fruchtgarten, am Gaumen zeigen sich Cassisaromen, Stachelbeeren, elegante Würze, etwas Mineralisches und eine interessante Länge. Die französische Rebsorte ist verantwortlich für aromatische, spritzig frische trockene Weissweine, die zu den populärsten und charaktervollsten der Welt zählen. Das Merkmal des Sauvignon ist sein kräftiges Aroma, das als grasig, an grüne Früchte (Stachelbeeren) und Brennnesseln erinnernd beschrieben wird. Aus sandigem Lehmboden aus der Südost-Steiermark haben wir einen klassischen

Zeigt zarte Röstaromen, etwas Haselnuss, feine Holztöne, herrliche Fruchtsüsse und Tiefgründigkeit.

Aus der Lage "Steintal" ein sehr aromatischer Weisser. Bukett: Rosenholz und Orangen, Kräuter und Blüten, Gaumen: saftig, mit Blütenhonig durchzogen, feines Nougat, geschmeidig, und cremig, schöne Balance, die lange anhält. Der Boden in der Lage Steintal besteht aus Schotter auf sandigem Lehm. Die Reben sind gegen 30 Jahre alt, gehört dieser Traminer zur Gattung der aromatischen und vollmundigen Weissweinen. Roter Traminer als Weisswein? Natürlich ist das verwirrend, den lokal gültigen Namen hat die Rebsorte aber von der hellrötlichen Färbung der Traubenbeeren. Anderswo wird der Wein als Gewürztraminer oder einfach als Traminer bezeichnet, wobei die Traubensorte eben sehr stark zu Mutationen neigt. Nach Professor Galet ist selbst der im Jura angebaute Savagnin für den ‚vin jaune' nichts anderes als Traminer. Auch sollen die Walliser-Spezialitäten Heida und Païen vom Traminer abstammen.

Zum Zanderfilet gebraten auf Schnittlauchrahmsauce und Butterreis

Grünliches Gelb, vollreife, exotische Fruchtnuance, weisses Birnenfleisch, leicht pfeffrig im Bukett. Im Gaumen feine Fruchtaromatik (Zitrus), schöner Schmelz, konzentriert, frischer Abgang begleitet von einer zarten Kohlensäure, schöne Säure/Alkoholbalance. Wolfgang und Helga Aigner bewirtschaften 7,5 ha Reben, zur Hauptsache Grüner Veltliner und Riesling. Auf der berühmten Riede Sandgrube, wächst auf sandigem Lösboden ein hervorragender Grüner Veltliner. Auf der Riede Weinzierlberg (Urgesteinsboden) ziehen sie Riesling. Das Streben nach höchster Qualität durch konsequente Ertragsbeschränkung hat der Familie Aigner schon einige Goldmedaillen gesichert. Aigner ist bekannt für lupenreine Weissweine mit sehr viel Charakter und Terroirbezug. Hier findet man Urgestein, Lehmböden: bukettreiche und fruchtbetonte, elegante Weisse!

Finessereiche leichte junge Zitrusfrucht mit etwas Minze und Granny-Smith-Note, mit beschwingten, tanzenden Riesling-Nuancen, frische und feingegliederte Säure, mineralisch, elegant, filigrane Länge ohne Opulenz, aber mit Potenz. Riesling ist die grosse Traubensorte, die die Charakteristik einer Lage zum Ausdruck bringt, ohne dabei ihren eigenen Riesling-Stil aufzugeben. Riesling ist mit seinem kräftigen, scharfgeschliffenen Aroma bekannt, das einmal blumig, ein anders Mal stahlig, mineralisch oder wie mit Honig gewürzt sein kann, je nach Rebberglage. Riesling-Weine können ausgezeichnet reifen. Sie gehört zu den feinsten Weissweinsorten dieser Welt. Karl Holzapfel hat sich im barocken Prandtauerhof prächtig eingerichtet. Der um 1696 gestaltete und einstige Lesehof des St. Pöltner Chorherrenstifts zählt nicht nur zu den kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten der Wachau, sondern birgt auch ein höchst genussvolles Innenleben. Holzapfel besitzt 7,4 ha Reben in berühmten Rieden/Lagen (Achleiten, Zehenthof, Vorderseiber) und keltert hervorragende Weissweine (Grüne Veltliner, Riesling, Chardonnay). Auch zählt er zu den besten Schnapsbrennern Österreichs mit seinen fruchtintensiven Destillaten aus Marillen, Weichselkirschen, Quitten, Schwarzen Ribisl und Williamsbirnen.


Zu Tafelspitz, Apfelkren, Bratkartoffeln und Spinat

Kräftiges Rubin mit jugendlichem Violett, Duft mit einem Hauch Sauerkirsche und Zwetschge, Vanille. Am Gaumen saftige Frucht, schöne Süsse mit Schmelz und sanfter Kraft. Die Gerbstoffe sind so eingebunden, dass sie kaum spürbar sind. Ein Zweigelt-Wein aus den Lagen Altenberg und Schmalgrund, oberhalb von Gols, am nördlichen Ufer des Neusiedlersees. Die Reben sind bis 35 Jahre alt. Zweigelt ist wohl die populärste Rotweinsorte Österreichs. 1922 von Dr. Zweigelt aus Blaufränkisch und St. Laurent gezüchtet, mit dem Ziel eine ertragsreiche Rebe zu entwickeln fand er Anklang. Die Sorte wurde in den 80er Jahren zu der meistangebauten roten Oesterreichs und verlor an Attraktivität, bis dann innovative Winzer die Erträge reduzierten und Weingärten nach modernsten Erkenntnissen anlegten. Nun wurde der Zweigelt zum Star: seine Frucht, die volle Farbe, die kompakte Textur, und die weichen Tannine verblüfften Weingeniesser in der ganzen Welt. Dazu kommt, dass der Zweigelt selbst in höchsten Qualitäten zugänglich und unkompliziert wirkt, also den heutigen Trinkgewohnheiten entspricht. Pittnauers Betrieb hat 1992 mit 4 ha Reben begonnen. Durch konsequente Arbeit an der Weinqualität kamen rasch erste Achtungserfolge bei Weinprämierungen. Anlage und Betrieb wurden vergrössert. Heute widerspiegelt der Charakter der grosszügigen Anlage und Einrichtungen den Stil ihrer hervorragenden Weine!

Strahlendes Rubinrot, süsse Röstaromen, etwas Havannazigarrenduft,am Gaumen sehr elegant und beerenfruchtig. Aus einem Rebberg ob Eisenstadt, westlich des Neusiedlersees, vom sogenannten Neusiedlersee - Hügelland, wo der Boden aus kalkreicher Braunerde besteht, humusarm, sandig und trocken ist. Die Reben sind ca. 20 Jahre alt. Erwin Tinhof hat an der Universität Wien und an der Uni von Montpellier Landwirtschaft studiert. Nach einem Praktikum auf "Mas de Daumas Gassac" in Südfrankreich, hat er 1990 von seinem Onkel 6,5 ha Weingärten gepachtet. Heute bewirtschaftet er 11 ha, natürlich naturnah, ohne Insektizide und Herbizide, ohne künstliche Düngung. Die Weingärten sind mit 15-35 jährigen Rebstöcken von traditioneller, fast rein österreichischen Sorten wie Neuburger, Muskat, Welschriesling, Weissburgunder, Blaufränkisch und St. Laurent bepflanzt. Das entspricht ganz der Idee des jungen, traditionsverbundenen Winzers,dem es durch sein kompromissloses Arbeiten gelungen ist, seine eleganten und durch die Frucht bestimmten Weine in der Spitzengastronomie aber auch im Weinhandel zu plazieren (Europa, USA, Fernost). Blaufränkisch ist in Deutschland als Limberger bekannt. Blaufränkisch ist neben Zweigelt eine der meistangebauten roten Sorten im Burgenland und im besonderen an den warmen Ufern des Neusiedlersees. Bei sorgfältiger Behandlung erzeugt man damit Weine mit Charakter und guter Säure, Farbe und gesunden Tanninen.

Tiefdunkles Rubingranat mit schwarzem Kern. In der Nase rauchig, süsse Röstaromen (Weichseln, Dörrzwetschgen, Thymian), feine, rotbeerige Frucht am Gaumen, mit Schokosüsse unterlegt, saftig, elegant und ausbalanciert, stoffig. Klingt fruchtbetont aus, ein Wein mit sehr gutem Reifepotential. Aus 37jährigen St. Laurent-Reben von der Lage Schmalgrund mit schottrigem Schwarzerdeboden. Woher der St. Laurent stammt, ist ungewiss, jedoch mit dem Blauburgunder ist er nicht verwandt. Gerhard Pittnauer gilt als der dynamische und sympathische Rebbauer aus Gols. Anfang der neunziger Jahre war er der Geheimtip unter Rotweinliebhabern, vor allem wegen seinem St. Laurent. Seit 1998 Mitglied in die Gruppe der Pannobile-Produzenten.

Dunkles Rubingranat mit violetten Reflexen, feine Note nach dunkler Frucht und Schokolade. Elegant, saftig am Gaumen, perfekter Fruchtschmelz, Kirschen, Zwetschgen. Von reifen, samtigen Tanninen unterlegt. Schöne Holzwürze im Finish, klingt lange nach. Pannobile heissen die besten Cuvées aus den leicht gewellten Rebgärten am Neusiedlersee. Die für dieses Gebiet traditionelle Dichte und Fülle, volle Aromen und hohe Reife, sowie die Kombination althergebrachter Sorten mit internationalem Know-how machen Pannobile-Qualität aus.Der Name drückt die Herkunft (Pannonien) und den besonderen Wert dieser Weine (nobel, nobile) aus. 50% Zweigelt, 20% Blaufränkisch, 15% St. Laurent, 10% Pinot-Noir, 5% Cabernet Sauvignon, Alter der Reben 15-37 Jahre. Sieben führende Winzer (Achs, Beck, Gsellmann, Heinrich, Leitner, Nittnaus Hans, Renner) aus der grössten Weinbaugemeinde Gols am Neusiedlersee, haben sich 1994 zu einer Markengemeinschaft zusammengefunden. Neben dem gemeinsamen Marketing, ging es den Winzern vor allem um einen klar definierten Weintyp, wobei jeder von ihnen seine persönliche Handschrift behalten sollte. Nicht die Vereinheitlichung, sondern die Konzentration auf die Stärke des Weingebietes war das Ziel. Pittnauer ist das achte und jüngste Mitglied dieser Pannobile Vereinigung.


Zum Apfelstrudel mit Vanillesauce

Goldfarbig, in der Nase feine Würze von Orangen, Schwarzbrot, Trockenfrüchte, feiner Botrytiston, mächtiger, lebendiger Wein, mit ausgezeichneter Harmonie zwischen Säure und Süsse, der an einen hochkarätigen Sauternes erinnert - Der Dessert-Wein par excellence! Kann 10-15 Jahre gelagert werden. Ernte war am 20./21.Oktobe 1999. Rebsorten: 40% Welschriesling, 40% Weissburgunder, 15% Neuburger, 5% Muskat Ottonel. Die hohe Kunst des Kellermeisters besteht darin, dass er eine Harmonie von Alkohlgehalt, Zucker und Säure erreicht. Die Weine werden heute strikt reduktiv ausgebaut, d.h. Klarheit und Frucht werden vor Oxydation geschützt.


Eine eindrückliche und einmalige Exkursion in unser Nachbarland Oesterreich nahm damit ein vorläufiges Ende. Genussvoll denken viele zufriedene Teilnehmer an den schönen Abend zurück. Edi Meyer sei aufs herzlichste für seine grosse Arbeit und die beeindruckende Präsentation gedankt. Natürlich hat er uns auch noch viele sehr wissenswerte Details über die Rebgebiete und technische Einzelheiten über die Weine mitgeteilt, doch würde eine Niederschreibung all dieser Daten, die Lesefreudigkeit eher beeinträchtigen.

Edi Meyer hat den grossen, langanhaltenden Applaus auch mit der aufgestellten Crew des Landgasthauses Lerchenhof, unter der kundigen Leitung von Agnes Lerch, geteilt.Bestimmt wird Oesterreich mit seiner hervorragenden Weinen und köstlichen Rezepten an diesem Abend noch einige neue Freunde dazu gewonnen haben! Davon sind wir überzeugt!

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