Weine von Hobby-Winzern aus unser Region

Aus Weinbruderschaft

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Dieser Anlass ist den Magistern & Gesellen der Weinbruderschaft St. Martin vorbehalten (wäre vielleicht ein Ansporn für alle «Noch-nicht-Gesellen»!!!) und verspricht ein ganz besonderer Leckerbissen zu werden.

Eigentlich wäre diese Degustation noch in den Zyklus „Eusi Wy“ einzuordnen, in welchem wir die verschieden Aargauer Weinbaugebiete vorgestellt haben. Weil aber die Region um Zofingen in dieser offiziellen Aufstellung bisher fehlte, wollen wir das hiermit nachholen und ein Versäumnis korrigieren. Obwohl Zofingen selbst seit ungefähr 1880 keinen Rebberg mehr aufweisen kann, abgesehen von einer kurzen Zwischenphase Mitte der 80er Jahre bis Ende der 90er des letzten Jahrhunderts, als beim Kunzenbad 180 Rebstöcke angebaut waren, wachsen und gedeihen in verschiedenen Nachbargemeinden Reben, aus denen recht erfolgreich gute bis sehr gute Weine gekeltert werden.

Den grössten Rebberg mit rund 9 Aren finden wir auf dem Rothrister Hölzli, wo der Pionier des regionalen Weinbaus René Wächli gemeinsam mit seinen Nachbarn Vreni und Hansruedi Moor sowie Heidi und Raymond Oswald, verteilt auf vier Parzellen 510 Stöcke der interspezifischen Rebsorte Regent angebaut haben. Die grösste Winzerdichte hingegen finden wir in Brittnau, wo neben Willi Sommer, Peter Siegrist, Werner Wüest und Urs Zimmerli Rebanlagen mit ca. 50 bis 160 Rebstöcken pflegen. Hier finden wir Rebsorten wie Riesling x Sylvaner, Pinot Gris, Blauburgunder, Blauer Portugieser, Regent und Maréchal Foch, denen allen die Böden und das gute Klima des unteren Wiggertales besonders gut zusagt. Aber auch im Ürkental in Bottenwil gedeihen Reben. Maria und Mark Zimmerli haben im Winkel einen Rebberg mit 120 Stöcken Regent angebaut. Und nur wenig weiter im Suhrental pflegt Kurt Baumann in Kirchleerau einen kleinen Rebberg bestockt mit Riesling x Sylvaner.

Alle diese Winzer, oder wenn wir dabei bleiben wollen Hobby-Rebbauern pflegen ihre Reben mit viel Hingabe, Freude und Enthusiasmus. Sie bauen die Weine zum Teil auch selber aus oder lassen das Traubengut von Profi-Winzern verarbeiten und vinifizieren. So oder so entstehen gute und interessante Weine, die es wert sind entdeckt und beachtet zu werden. Dazu bietet Ihnen diese Degustation, mit welcher im übrigen Heidi Oswald Ihre Magisterarbeit ablegt, beste Gelegenheit. Nützen Sie diese und kommen Sie an diesen wirklich einmaligen Anlass.




Rückblick

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Eine äusserst originelle Art und Weise zum Absolvieren der Magisterarbeit liess sich Heidi Oswald, Rothrist, einfallen. Aussergewöhnlich ihr Thema: Weine von Hobby-Winzern aus unserer Region. Obwohl im «Johnson’s Grossen Weltatlas des Weinbaus» unsere Gegend nicht als Weinbauregion erwähnt ist und im Kantonal Aargauischen Rebkataster der Bezirk fast «blank» aussieht, gibt es doch Wein aus hiesigen Beständen. Zofingen selbst kann seit ungefähr 1880 keinen Rebberg mehr aufweisen - abgesehen von einer kurzen Zwischenphase Mitte der 80er- bis Ende der 90er-Jahre des letzten Jahrhunderts, als beim Kunzenbad 180 Rebstöcke angebaut waren - wachsen und gedeihen in verschiedenen Nachbargemeinden Reben, aus denen recht erfolgreich gute bis sehr gute Weine gekeltert werden.


Den grössten Rebberg mit rund 9 Aren finden wir auf dem Rothrister «Hölzli», wo die Pioniere des regionalen Weinbaus Anni und René Wächli gemeinsam mit ihren Nachbarn Vreni und Hansruedi Moor sowie Heidi und Raymond Oswald, verteilt auf vier Parzellen 510 Stöcke der interspezifischen Rebsorte Regent angebaut haben. Die grösste Winzerdichte hingegen finden wir in Brittnau, wo neben Willi Sommer, Peter Siegrist, Werner Wüest und Urs Zimmerli Rebanlagen mit ca. 50 bis 160 Rebstöcken pflegen. Hier finden wir Rebsorten wie Riesling x Sylvaner, Pinot Gris, Blauburgunder, Blauer Portugieser, Regent und Maréchal Foch, denen allen die Böden und das gute Klima des unteren Wiggertales besonders gut zusagt. Aber auch im Ürkental in Bottenwil gedeihen Reben. Maria und Mark Zimmerli haben im Winkel einen Rebberg mit 120 Stöcken Regent angebaut. Und nur wenig weiter im Suhrental pflegt Kurt Baumann in Kirchleerau einen kleinen Rebberg bestockt mit Riesling x Sylvaner.


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Alle diese Winzer - oder wenn wir dabei bleiben wollen - Hobby-Rebbauern pflegen ihre Reben mit viel Hingabe, Freude und Enthusiasmus. Sie bauen die Weine zum Teil selber mit viel Akribie in den eigenen Kellerräumen aus oder lassen das Traubengut von Profi-Winzern verarbeiten. So oder so entstehen gute und interessante Weine, die es wert sind entdeckt und beachtet zu werden.


Und nun zu den Trouvaillen: Heidi Oswald stellte die beiden RxS „Fennere Wy“ von Willi Sommer, den „Kirchleerauer Chöpfli“ von Kurt Baumann sowie den Pinot Gris „Fennere Wy“ von Willi Sommer und der Maréchal Foch „Chüerainer“ von Werner Wüest vor. Hedy und Peter Siegrist liessen ihren Blauen Portugieser „Schürberger Hubelwy“ und Willi Sommer seinen Blauburgunger „Fennere-Wy“ zur Degustation zur Verfügung. Am meisten vertreten jedoch war die Rebsorte Regent: „Hägeler“ von Urs Zimmerli, „Regent vom Winkel“ aus Bottenwil von Maria und Mark Zimmerli, und dann natürlich der bereits legendäre „Hölzler“. Hier wurde eine Jahrgangsdegustation der Weine von Vreni und Hans Ruedi Moor, Heidi und Raymond Oswald sowie Anni und René Wälchli ermöglicht.


Eines haben alle Rebbauern aus dem Bezirk Zofingen und der näheren Umgebung gemeinsam: nicht nur die Leidenschaft zum Wein, die Verbundenheit mit der Natur (sie bauen alle nach oekologisch sehr fortschrittlichen Methoden an) und den Pioniergeist ihren eigenen Wein zu ziehen – sie alles sind im grössten Masse Idealisten, welche sich den Launen der Natur stellen, auch wenn es manchmal sehr hart ist zusehen zu müssen wie der Frost oder gar die Wespen den ganzen Bestand vernichten... den Mut auch im kommenden Jahr wieder die Gewächse zu hegen und zu pflegen, um ganz stolz sich und/oder ihren Gästen eine Flasche aus dem eigenen Rebberg zu kredenzen.


Heidi Owald verstand es vorzüglich, die ihr zur Verfügung gestellten Raritäten mit viel Hintergrundwissen zu kommentieren und die geladenen „Kolleginnen und Kollegen“ der Rebbauerngilde Region Zofingen ins Referat miteinzubeziehen. Der Stubenmeister Willi Spürgin war voll des Lobes, denn Heidi Oswald ist es mit Bravour gelungen ihr Wissen an die Zuhörer zu bringen. Ein spannender und sehr lehrreicher Abend! Und eine Magisterarbeit mehr hat ihren Zweck erfüllt! Oder hätten Sie’s gewusst, liebe Leserin, lieber Leser, dass es in unserer Region Wein gibt?

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