Weine aus Umbrien

Aus Weinbruderschaft

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Liebe Weinfreundinnen und Weinfreunde, liebe Interessierte

wir laden Sie zu einer Degustation ein, an welcher wir Ihnen Weine aus einer wenig bekannten Region Italiens präsentieren wollen. Etwas abseits, zwischen der extrovertierten Toskana und dem geschäftigen Rom gelegen, strahlt die kleine Region Umbrien Ruhe und Beständigkeit aus.

Früher zogen vor allem die mittelalterlichen Kulturdenkmäler, die historischen Städte Orvieto, Assisi, Perugia oder Montefalco die Besucher an. Insbesondere in Montefalco finden sich grossartige Kunstschätze in den Kirchen San Fortunato und San Francesco, die für jeden Kulturinteressierten einen Genuss darstellen. Aber auch Assisi ist natürlich für jeden Kunst- und Geschichtsinteressierten ein Muss.

Doch für uns Weinfreunde ist nicht nur die Kunst, sondern vor allem auch die Oenologie Umbriens eine Reise in diese im Herzen Italiens gelegene Provinz wert.

Früher waren die weissen Weine aus Orvieto als einfache Tisch- und Massenweine bekannt. Tatsächlich werden auch heute grosse Mengen "Orvieto" in Literqualität produziert. Es ist vor allem den Winzern aus Torgiano und Montefalco zu verdanken, dass heute die Weine aus Umbrien den allerhöchsten Qualitätsansprüchen der Weinliebhaber genügen. Aber auch am Lago di Trasimeno und auch in Orvieto ist in den letzten zehn Jahren Bewegung in die früher eher genügsame umbrische Weinwelt gekommen. In Orvieto wird unter anderem "Dolce" gekeltert, dessen Reifung durch die Edelfäule gekrönt wird. Umbrien besticht aber auch durch seine liebliche Landschaft, seine grüne Natur und seine verführerische Küche, geprägt von Trüffel, Käsespezialitäten, Trockenfleisch, Wildtauben und Lamm. Das umbrische Olivenöl gilt als eines der feinsten und gesündesten Italiens.




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Othmar Stäheli ist bekannt durch seine hochinteressanten Artikel über Kultur und Oenologie der verschiedensten Weinregionen. Er ist ein besonderer Kenner Umbriens, hat er diese Gegend doch schon öfters bereist, zahlreiche Kellereien besucht und viele Winzer persönlich kennen gelernt (siehe Ami du Vin 3/98 und 4/99). Wir werden unter seiner fachkundigen Leitung Umbrien näher kennen lernen und eine Auswahl der besten Weine Umbriens degustieren können.

Die Oenologie Umbriens: Der Anbau von Rotweintrauben hat in Umbrien eine längere Tradition als die weissen Sorten - Orvieto ausgenommen. Im oberen Tibertal sowie südlich von Perugia findet man häufig Barbera- und Merlot-Reben, bei Montefalco die berühmte Sagrantino-Rebe. Auch Sangiovese wird in Umbrien immer mehr angepflanzt. </font>

Insbesondere der Sagrantino di Monfalco (DOCG zu 100% aus Sagrantino-Trauben) gehört heute zu den ganz grossen Weinen Italiens. Diese Traube ergibt einen Wein mit herrlichem Brombeerduft, markanter Säure und üppigem Körper. Er wird nur in kleinen Mengen produziert und gilt deshalb als Rarität.

Montefalco rosso DOC ist etwas leichter und süffiger als sein grosser Bruder Sagrantino. Er wird aus einer Assemblage von Sagrantino und Sangiovese vinifiziert.

Der Montefalco bianco aus der Grechetto-Traube ist ein charaktervoller frischer Wein mit Zitrus- und Nuss-Aromen.

Sagrantino di Montefalco passito DOCG: Noch vor 15 Jahren fast ausgestorben, stellt dieser Süsswein aus getrockneten Trauben eine grossartige Spezialität aus Montefalco dar. Der Wein ist süss, tanninreich und würzig.

Wunderbare Weine werden auch in Torgiano produziert. Innbesondere der Rubesco (ca. 70% Sangiovese, 30 % Canaiolo und etwas lokale Rebsorten) überzeugt durch seine tiefgründige, voluminöse, mässig säurebetonte Feinheit.

Inhaltsverzeichnis

Rückblick

Umbrien - das grüne Herz Italiens

Umbrien liegt nicht am Meer und ist aus diesem Grunde weit weniger bekannt als viele andere italienische Gegenden. Umbrien ist auch nicht in aller Munde, wie etwa die Toscana oder das Piemont. Und bis vor 20 Jahren gab es weit mehr Rinder- und Schweinezuchten als Rebberge. Doch heute zählt dieses Gebiet mit seinen 16'000 ha Rebfläche zu den eher kleineren, doch aufstrebenden Weinbaugebieten Italiens.


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Rebbau und Weinproduktion einst und heute

Der Rebbau in Umbrien blickt auf eine jahrtausendalte Tradition zurück. Archäologische Funde aus der Zeit der Etrusker bezeugen die Kultivierung der Rebe und die über 3000 Jahre alten Keller, welche in die Vulkanfelsen getrieben wurden, sind einzigartige historische Zeugen jener bewegten Zeit. Nach dem Fall des Römischen Reiches verloren sich die Spuren und über Jahrhunderte stand der Rebbau im Abseits. Erst ab 1950 wurde der Grundstein für eine moderne Rebkultur im grünen Herzen Italiens gelegt. Mutige Pioniere, wie etwa Giorgio Lungarotti, experimentierten mit alten und neuen Rebsorten. Heute lässt sich ein Qualitäts-Weinbau erster Güte erkennen und die Entwicklung schreitet fort.


Höhepunkte vom Spumante zum Sagrantino di Montefalco Passito

Der Referent und Degustationsleiter, Othmar Stäheli, seines Zeichens Chefredaktor des Ami du Vin und der Schweizerischen Weinzeitung, verstand es ausgezeichnet den Teilnehmern der Veranstaltung ein Bild des grünen Herzens Italiens zu vermitteln, typische Vertreter erlesener Tropfen vorzusetzen und eine ganze Region näher zu bringen. Er zeigte und kommentierte die folgenden Weine:



Die Palette der weissen Rebsorten reichte von Procanico, Grechetto, Verdello, Drupeggio, Malvasia, Chardonnay und Trebbiano toscano über die roten Rebsorten, wie Sangiovese, Canaiolo, Montepulciano, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc. Die Weinbauern haben aus diesen Sorten Weine hergestellt, die sich nicht nur sehen lassen können, die echt begeisterten. Eine neue Perspektive wird eröffnet und Italien um ein weiteres edles Weingebiet bereichert.

Othmar Stäheli gelang es ausgezeichnet, Italien im Bewusstsein der Weinfreunde um ein weiteres Juwel zu ergänzen. Seine Arbeit wurde denn auch von den Teilnehmern mit einem lang anhaltenden Applaus gewürdigt.

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