Syrah / Shiraz

Aus Weinbruderschaft

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Die Syrah / Shiraz ergibt dunkelfarbige, gehaltvolle und gerbstoffreiche Weine von hoher Qualität und wird deshalb auf der ganzen Welt angebaut.

In Frankreich sind die berühmtesten Weine des nördlichen Côtes du Rhône, wie Côte-Rôtie, Saint-Joseph, Hermitage, Crozes-Hermitage und Cornas aus ihr gekeltert. Auch die Weine des südlichen Côte-du-Rhône wie z.B. Châteauneuf-du-Pape, enthalten einen wesentlichen Anteil an Syrah-Trauben.

Bei uns in der Schweiz ist die Syrah bekannt und wird hauptsächlich im Wallis angebaut (41 ha).

Ein Blick nach Australien zeigt, dass sie ebenfalls dort stark verbreitet ist. Ihr Anbaugebiet beträgt rund 6150 ha. Man keltert auch Dessertweine daraus und verwendet sie als Verschnittweine für die Herstellung von einfacheren Tischweinen.

In Kalifornien ist sie unter dem Namen Petite Sirah bekannt. Bei diesen amerikanischen Weinen handelt es sich durchwegs um Weine gehobener Qualität.

Der Trend nach Shiraz setzt sich deutlich auch in Südafrika fort. Geeignete Lagen sind dort eher selten anzutreffen.

Die Legende besagt, dass diese Rebe ursprünglich aus der Stadt Schiraz in Persien über Griechenland an die Rhône gekommen ist. Beweise dafür gibt es keine, doch klingt es sehr plausibel. Bemerkenswert ist, dass die Rebe in den angeblichen Ursprungsländern heute nicht mehr kultiviert wird.


Inhaltsverzeichnis

Rückblick

Rebbau und Weinproduktion

Wenn die 20 meist angebauten Rebsorten der Welt flächenmässig aufgelistet werden, findet sich die Syrah-Rebe nicht. Grenache steht an zweiter, Merlot an fünfter und Pinot Noir an 18. Stelle. Demzufolge handelt es sich beim Syrah um eine Exklusivität, eine der edelsten Rebsorten überhaupt.
Die Rebe ist relativ ertragsreich und krankheitsresistent, empfindlich für Verrieselung, spät im Austrieb und spät in der Reife. Die Vinifikation der Traube ist nicht ganz einfach. Mit der hohen Konzentration an Pigmenten und Aromastoffen (Veilchen und schwarze Johannisbeeren), dem soliden Entwicklungspotenzial, dem Feuer und dem kräftigen Körper darf sich diese Sorte sehen lassen. Syrah / Shiraz ergibt dunkelfarbige, gehaltvolle und gerbstoffreiche Weine von hoher Qualität und wird deshalb auf der ganzen Welt angebaut.

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Mit grosser Sorgfalt und viel Aufwand

hatten die drei Referenten: Edi Kissling, Othmar Villiger und Peter Wälty die Magisterarbeit an die Hand genommen und die gestellte Aufgabe "Syrah / Shiraz aus aller Welt" bravourös gemeistert. Die Anforderungen waren hoch, die Syrahrebe nicht sehr einfach ... und was erschwerend wirkte, die Syrah-Weine werden häufig mit Cabernet und anderen Traubensorten "vermählt", weil sie dadurch noch weitere Vorzüge und Komponenten entwickeln.


Die Weltreise begann

in Frankreich mit einem süffigen Rosé Louis Chatel aus Narbonne (Südwest-Frankreich). Als edler Vertreter aus den nördlichen Côtes-du-Rhône, wo die eigentliche Hochburg der Syrahweine steht, präsentierte sich der Cornas, Chante-Perdrix 1995. Ein nach Johannisbeeren und Veilchen duftender, stoffiger und gehaltvoller Wein, mit dem Feuer (Cornas bedeutet in keltischer Sprache "verbrannte Erde") und der Würze des Südens ausgestattet. Der Faugères, Le Moulin Couderc 1995, zeigte sehr schön seine Charakteristika und machte deutlich, welchen Einfluss die Bodenbeschaffenheit und das Mikroklima ausüben.


Weiter ging die Reise in die Schweiz. Im Wallis ist diese Rebsorte ebenfalls heimisch. Syrah Taillefer 1998, Syrah Leytron 1998 und Syrah Barrique 1997 von Laurent Hug funkelten dunkelrot in den Gläsern. Sehr ausgeprägte Fruchtaromen in der Nase und im Gaumen, ein guter Körper und elegante Strukturen zeichneten die Weine aus.

Australien hiess die nächste Destination. Knappstein Enterprise Shiraz 1996 aus dem Clare Valley und Mitchelton Print Shiraz 1995 aus Nacambie Victoria waren zwei Vertreter aus dem Antipod. Beide sehr dunkel in der Farbe, nach Lakritze, Nelken und Johannisbeeren duftend, alkoholreiche, eher schwerere Weine, die einige der Anwesenden zu begeistern wussten.

Südafrika war mit einem Shiraz Ashton 1996 aus dem Robertson Zandvliet Estate vertreten. Sein Dunkelrot, seine Duftkomponenten und der typische Vanilleton aus dem Holzausbau begeisterten eher die Liebhaber exotischer Weine.

Die Reise endete in Kalifornien mit dem 1994er Sonoma County Reserve Geyser Peak. Dunkles Purpur, Duft nach roten Beeren, gute kräftige Statur, kurz einer der berühmten Kalifornier, welche nicht nur einen sehr guten Ruf, sondern auch einen entsprechenden Preis haben.


Der grosse Applaus und die Begeisterung der Degustationsteilnehmer waren ein Zeichen des Dankes an die drei Referenten. Das Bild einer Rebsorte weltweit verglichen wurde eindrücklich gezeichnet. Das Meisterstück ist gelungen.

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