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Steinlinsen erstellen – Weinbruderschaft

Steinlinsen erstellen

Aus Weinbruderschaft

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Inhaltsverzeichnis

Warum Steinlinsen (Steinhaufen) bauen?

Steinhaufen gehören zur strukturreichen Landschaft

Früher wurden steinige Lebensräume durch Naturereignisse wie Überschwemmungen, Hangrutsche und Bergstürze geschaffen. Aber auch in der traditionell bewirtschafteten Kulturlandschaft hatten sie ihren Platz. Störende Steine wurden aus Äckern, Wiesen und Rebparzellen entfernt und am Rand auf einen Haufen geworfen oder zu Trockenmauern aufgeschichtet. Da Steinhaufen den Einsatz von Maschinen behindern, sind sie immer seltener anzutreffen. Mit der Neuanlage von Steinhaufen oder Steinlinsen versucht man, dieses Strukturelement zu erhalten.

Steinlinsen bieten Sonnenplätze und Unterschlupf

Steinhaufen werden von Reptilien, Schmetterlingen und vielen andern Tieren gerne benutzt, um sich aufzuwärmen. Die Steine nehmen die Sonnenwärme rasch auf, speichern sie lange und leiten sie auch gut ins Innere des Haufens. Eidechsen, Blindschleichen und Schlangen finden in den Zwischenräumen der Steine ausgezeichnete Versteckmöglichkeiten. Wenn der Haufen ihren Bedürfnissen gut entspricht, legen sie darin auch ihre Eier ab oder benutzen ihn als Überwinterungsplatz.


Steinlinsen sind Vernetzungselemente

Es gibt kaum ein Tier, das sein Leben ausschliesslich auf oder in einer einzigen Steinlinse verbringt. Daher sollten diese mit andern Lebensräumen vernetzt werden. Besonders günstige Lagen sind sonnige Hecken oder Rebparzellen, wo die Tiere genügend Nahrung finden können. Wichtig ist ein lockerer Untergrund aus Sand oder Erde und zwischen den Steinen genügend Zwischenräume. Teilweiser Bewuchs, beispielsweise mit Wildrosen, schützt die Reptilien vor Katzen und Vögeln.(Siehe auch «Ami du Vin» Heft 2/2011, Seite 65)




Programmdetails


Liebe Gesellen und Magister Vini

Sie haben die Gelegenheit an einem Anlass, nicht als Theorie in der „Degustationsstube“ sondern, als praktische Arbeit in der Natur teilzunehmen. Organisiert wird dieser Praxiseinsatz im Rebberg durch den Konvent. An dieser Stelle dankt der Stubenrat dem Konvent für diese tolle Idee und deren Umsetzung.

Reini Bachmann, Konvent, Alex Haller, Stubenrat





Rückblick / Text und Bilder: Reini Bachmann

Gesellen und Magister vini arbeiten gemeinsam, um die Biodiversität und Artenvielfalt im Rebberg zu fördern

Angeregt durch einen Artikel im «Ami du Vin» schlug Konventsherr Paul Rey vor, gemeinsam entweder eine Trockenmauer oder Steinlinsen zu bauen. Beat Utiger, Bachelor in Umweltingenieurwesen, Naturwerk, Brugg, bearbeitete in Villigen ein Projekt zur Förderung der Artenvielfalt und schlug vor, im Rebberg gemeinsam Steinlinsen (Steinstrukturen) zu bauen.

Früher wurden steinige Lebensräume durch Naturereignisse wie Überschwemmungen, Hangrutsche und Bergstürze geschaffen. Aber auch in der traditionell bewirtschafteten Kulturlandschaft hatten sie ihren Platz. Störende Steine wurden aus Äckern, Wiesen und Rebparzellen entfernt und am Rand auf einen Haufen geworfen oder zu Trockenmauern aufgeschichtet. Da Lesesteinhaufen den Einsatz von Maschinen behindern, sind sie immer seltener anzutreffen. Mit der Neuanlage von Steinhaufen versucht man, dieses Strukturelement zu erhalten.

Steinlinsen bieten Sonnenplätze und Unterschlupf

Steinhaufen werden von Reptilien, Schmetterlingen und vielen andern Tieren gerne benutzt, um sich aufzuwärmen. Die Steine nehmen die Sonnenwärme rasch auf, speichern sie lange und leiten sie auch gut ins Innere des Haufens. Mit dem Einbau von Totholz, Stroh und Sand werden ideale Bedingungen für Eidechsen, Blindschleichen und Schlangen geschaffen, die in den Zwischenräumen der Steine ausgezeichnete Versteckmöglichkeiten finden. «Als wechselwarme Tiere sind Reptilien in der warmen Jahreszeit aktiv», erklärt Beat Utiger. «Im Winter graben sie sich frostsicher ein, daher setzen wir die Steine etwa 60 cm in den Boden. Im Frühjahr folgt nach der Paarung die Eiablage im Sand. Für die Entwicklung der Eier braucht es Feuchtigkeit und Wärme. Das Altholz erwärmt sich rascher als Steine, wodurch die adulten Eidechsen früher aktiv werden können.

Steinlinsen sind Vernetzungselemente

Es gibt kaum ein Tier, das sein Leben ausschliesslich auf oder in einer einzigen Steinlinse verbringt. Daher sollten diese mit andern Lebensräumen vernetzt werden. Besonders günstige Lagen sind sonnige Hecken oder Rebparzellen, wo die Tiere genügend Nahrung finden können. Teilweiser Bewuchs, beispielsweise mit Wildrosen, schützt die Reptilien vor Katzen und Vögeln.

Verein Naturwerk

Der Verein Naturwerk, Brugg, wurde auf Initiative von Albert von Felten vor drei Jahren gegründet. Er übernimmt gemeinnützige Arbeiten im Bereich Umwelt- und Naturschutz und ermöglicht Zivildienstleistenden, ihre Pflichttage mit sinnvollen praktischen Arbeiten zu erfüllen. Beat Utiger, der normalerweise mit jungen, kräftigen Burschen (Zivis) arbeitet, instruierte die altersmässig «gesetzten» Weinfreunde-Mitglieder, Magister und Gesellen der Weinbruderschaft St. Martin zu Zofingen einfühlend und sehr kompetent. Das gesteckte Ziel, die Steinstruktur fertig zu stellen, wurde erreicht. Im Weinkeller von Ruedi und Marie-Therese Schödler wurde abschliessend mit feinen Villiger Weinen auf die Artenvielfalt im Villiger Rebberg angestossen.

Steinlinsenbau1.jpg Steinlinsenbau2.jpg

Die Weinfreundinnen und Weinfreunde bauen … und können sich über die Arbeit freuen.

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