Schaumweine Wine

Aus Weinbruderschaft

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Liebe Weinfreunde

Vor Weihnachten die Kältewelle und jetzt, der lang ersehnte Schnee. Ja, es ist Winter geworden. Doch bald wird auch wieder diese Jahreszeit zu Ende gehen und es tönt:

Kuckuck, Kuckuck ruft‘s aus dem Wald: Lasset uns singen Tanzen und springen!

Frühling, Frühling wird es nun bald. Kuckuck, Kuckuck lässt nicht sein Schrei'n:

Kommt in die Felder, Wiesen und Wälder! Frühling, Frühling, stelle dich ein!

Kuckuck, Kuckuck, trefflicher Held! Was du gesungen, Ist dir gelungen:

Winter, Winter räumet das Feld.

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

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Nicht nur die Natur ruft, sondern auch die Weinfreunde Zofingen! Haben Sie Lust auf Schaumwein und einem feinen Essen? Dazu gibt es Informationen zu den verschiedenen Schaumweinarten wie Crément; Sekt; Vin Mousseux; Cava; Prosecco; Franciacorta; Champagner; Clairette de Die und anderen Schaumweinen! Die ausgewiesene Fachfrau Lidwina Weh hat sich in der Weinbranche einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Ihre reichhaltige Erfahrung aus den renommiertesten Häusern Deutschlands, Dubais und der Schweiz, hat sie im Buch „Buchstäblich Wein“ zusammengefasst. Sie wurde als „Beste Ausbildnerin für Champagner“ in Deutschland aus-gezeichnet. Eine Top-Referentin für unser W&D. Zu den verschiedenen Schaumweinen hat Ruedi Günthardt vom Hotel Zofingen für uns ein leichtes und hervorragendes Menü zusammengestellt. Wir laden Sie herzlich zu diesem aussergewöhnlichen kulinarischen Anlass ein.


Einladung zum Wine & Dine mit Schaumweine am Freitag, 10.März 2017 um 19.00 Uhr im Hotel Zofingen, Zofingen.

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Die Schaumweine werden präsentiert und kommentiert von Lidwina Weh, Weinakademikerin & Sommelière, Wohlen

Kosten für Mitglieder CHF 115.— und für Nichtmitglieder CHF 125.—.

Darin eingeschlossen sind das Menü die Schaumweine, Mineralwasser und einem Kaffee oder Tee.

Auch Bekannte und Freunde sind herzlich willkommen.

Ihre Anmeldung erwarten wir bis Mittwoch, 1. März 2017 per E-Mail an ahaller@swissonline.ch.

Bitte bringen Sie Ihre Degustationsgläser mit! Für Gäste stehen Gläser zur Verfügung.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und wünschen Ihnen einen interessanten und vor allem genussreichen Abend.


Rückblick

geschrieben von Theres Zimmermann

Alex Haller begrüsst alle Anwesenden und ganz speziell Lidwina Weh, die uns durch den heutigen Abend führen wird. Lidwina Weh hat sich in der Branche einen hervorragenden Namen erarbeitet. Sie war in renommierten Häusern in Deutschland, der Schweiz und Dubai tätig und hat ihre Erfahrungen in «Buchstäblich Wein» zusammengefasst. In Deutschland wurde sie als beste Ausbildnerin für Champagner ausgezeichnet. Da verwundert es auch nicht mehr zu hören, dass Deutschland das Land mit dem höchsten pro Kopf Konsum von Schaumwein (5.0 Liter pro Jahr) überhaupt ist.

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Es erwartet uns ein prickelnder Abend!

Bereits beim Apéro eröffnet sich für viele eine eher unbekannte Welt. Mit einem Ojo de Agua aus Argentinien treffen wir auf einen Exoten der dem Gaumen mit seiner abgerundeten Weichheit schmeichelt, typisch für die neue Welt. Dieser Wein wurde nach Traditioneller Methode hergestellt mit 12 Monaten Flaschengärung. In der Folge erfahren wir, wie wichtig die Flaschengärung bei einem Schaumwein ist. Bei diesem Prozess entwickeln sich die Hefearomen und die Kohlensäure wird im Wein eingebunden. Je länger der Champagner oder der Schaumwein auf der Hefe gelegen hat umso länger bleibt die Kohlensäure beim Trinken im Glas oder beim gelagerten Schaumwein in der Flasche erhalten. Hier zeigt sich auch die Bedeutung des richtigen Glases. Die heutigen Gläser sind bauchiger geworden, somit kann sich der Charakter des Weines besser entfalten. Schwenken sollte man Schaumwein aber nie, das würde dem Sprudel ein zu schnelles Ende bereiten. Zur kalten Vorspeise geniessen wir 3 europäische Schaumweine aus dem Elsass, dem Kamptal und Neuenburg, ebenfalls nach traditioneller Methode Brut hergestellt, jeder aus typischen Traubensorten seiner Region gekeltert.

Hier macht Lidwina Weh einen Exkurs zu den Geschmacksstufen, den Bezeichnungen und dem Zuckeranteil pro Liter. Oft weist ein trocken anmutender Schaumwein doch noch einen beachtlichen Zuckeranteil aus. Selbst ein als Brut bezeichneter Schaumwein kann bis zu 12 Gramm Zucker pro Liter enthalten.

Ebenfalls ein sehr wichtiger Faktor für den Geschmack ist der Alkoholgehalt. Je höher der Gehalt umso weniger Trinkgenuss bietet ein Schaumwein, denn die Kohlensäure verliert durch den Alkohol ihren erfrischenden Charakter. Ein solcher Wein kommt meistens nur als Speisebegleiter in Frage.

Der Grundwein, damit ist der Wein nach der 1. alkoholischen Gärung gemeint, weisst kaum Geschmack aus, ganz einfach, weil er nur über 9.5 – 10.5 Vol. Alkohol verfügt. Bei der 2. Gärung kommen nochmals 1.5 – 2.0 Vol. dazu und dadurch verstärken sich auch die Aromen. Nach der 2. Gärung in der Flasche wird die Hefe vom Wein entfernt. Im Rüttelpult oder in der Gyropalette wird über mehrere Tage zuerst die Hefe in den Flaschenhals abgesenkt. Der Flaschenhals wird dann schockgefroren und der Überdruck der dabei entsteht katapultiert den Kronkorken samt abgesetzter Hefe aus der Flasche. Der Flüssigkeitsverlust wird dann mit dem gleichen Wein ersetzt.

Auch beim Schaumwein gilt, je grösser das Gebinde umso besser die Qualität. Das hat nicht nur mit dem grösseren Gefäss zu tun, es wird oft auch eine bessere Qualität von Wein dazu verwendet. Flaschen grösser als 3 Liter (Jeroboam) sind allerdings nicht geeignet für Schaumwein, da der Druck der bei der Flaschengärung entsteht für das Glas zu hoch wäre.

Flaschengrössen:

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Die warme Vorspeise wird von 3 Vertretern aus südlichen Breitengraden begleitet. Aus Norditalien Prosecco und Franciacorta und aus Spanien ein Cava. Der Prosecco ist im Vergleich zu den anderen beiden nicht in Flaschengärung, sondern im Tankgärverfahren hergestellt worden und ist sortenrein aus Glera gekeltert. Er hebt sich von den anderen beiden durch seine Leichtigkeit und sehr hellen Farbe ab. Hefearomen fehlen ihm vollständig.

Zum Hauptgang begleiten uns als Höhepunkt 3 Champagner. Jeder eine Klasse für sich. Vom blanc de blanc aus Chardonnay ohne Jahrgangsverschnitt, über das klassische Cuvee mit Pinot Noir, Chardonnay und Pinot Meunier mit erster Gärung im Holztank bis zum Jahrgänger mit 7 Jahren Flaschenreife.

Lidwina Weh stellt bei dieser Gelegenheit ein paar überlieferte Fakten zum Thema Champagner richtig. So gilt Dom Perignon nicht ganz zur Recht als Erfinder des Champagners. Er hat aber mit der Weisskelterung und der Reservehaltung und Cuveetierung begonnen. Die Cuveetierung von verschiedenen Jahrgängen mit Reservewein ermöglichte auch in schlechten Jahren ein gesichertes Einkommen. Die Kohlensäurebildung war damals noch nicht vorgesehen. Sie entwickelte sich eher als Zufall. Im 17. Jahrhundert hatte man nämlich begonnen, den Wein schon im Anbaugebiet in Flaschen zu füllen, um seine Frische beim Transport zu erhalten. Aufgrund des oft zu frühen Abfüllens gärte der Wein teilweise unbeabsichtigt in den Flaschen weiter, ganz zum Wohlwollen der Engländer, die damit diesem sprudelnden Getränk zum Durchbruch verhalfen. Seinen speziellen Charakter hat der Champagner dem Terroir zu verdanken. Der Boden liefert die Mineralität, das Klima liefert die Frische und die Tradition bürg für die Qualität.

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Der krönende Abschluss zum Dessert bereitet uns ein Clairette de Die aus dem Rohnetal. Ein süsser Schaumwein der edelsten Art, der ganz ohne Dosage oder Zuckerzugabe hergestellt wurde. Mit seiner blumigen, frischen Exotik und fruchtigen Säure ist er ein idealer Begleiter zum Passionsfrüchtemousse und Zitronensorbet.

Die Zusammenstellung der Speisen und Schaumweine ist äusserst gut gelungen. Es sind alle zufrieden und bester Stimmung. In diesem Sinne bedankt sich Alex Haller sowohl beim Hotel Zofingen für das hervorragende Menü als auch bei Lidwina Weh für ihre äusserst spannenden und kompetenten Ausführungen und überreicht ihr als Dank eine «Süsse Verführung» aus Zofingen.

Das Menü und die Schaumweine

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