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Südafrika Degustation – Weinbruderschaft

Südafrika Degustation

Aus Weinbruderschaft

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Südafrika liegt auf der südlichen Halbkugel der Welt, zwischen dem 30 – 35° Breitengrad, etwa in der gleichen Zone wie Argentinien, Chile und Australien. Die Rebbaufläche Südafrikas mit ca. 120'000 ha ist 10-mal geringer als diejenige von Spanien, der Nummer 1 der Rebbau Flächen der Welt. Da kommt sich die Schweiz sehr klein vor mit ca. 15'000 ha Rebbaufläche, aber doch mit sehr ausgezeichneten Weinen. Ein Vergleich von Südafrikaner mit Schweizer Weinen wäre also unfair, aber trotzdem eine echte Herausforderung für jeden Weinfreund. Weine aus Südafrika sollten uns allen viel Anreiz geben, sich mit diesem Land und seinen Weinen etwas näher auseinanderzusetzen. Cabernet Sauvignon, Shiraz, Pinotage, Merlot, Cinsault (Hermitage), Pinot Noir, Cabernet Franc und Malbec sind die wichtigsten roten Rebsorten und belegen ca. 46 % der Anbaufläche. Pinotage ist Südafrikas heimische Rebsorte und eine fast hundertjährige Kreuzung aus Pinot Noir und Cinsault. Für Weissweine werden vorwiegend Trauben von Chenin Blanc, Colombard, Chardonnay, Sauvignon Blanc, Rhine/Cape Riesling und Semillon zu Wein verarbeitet.

Der Hauptanteil der Trauben wird von den Traubenfarmern an Genossenschaften verkauft, die dann aus dem Traubengut ihre Weine keltern. Quantität oder Qualität ist bei diesem System immer eine gute Frage! Bei ein paar wenigen Selbstkelterern steht eindeutig die Qualität im Vordergrund. Sie bringen hervorragende Qualitätsweine auf den Markt.

Der grösste Teil des Südafrikaweins wird nach Grossbritannien, Holland und Deutschland exportiert. In der Schweiz sind Südafrikaweine relativ wenig bekannt, da diese nur von spezialisierten Weinhändlern vertrieben werden. Also Zeit für die Weinbruderschaft, einmal mehr den Weinhorizont zu erweitern! Dazu laden wir Sie herzlich ein! Lassen Sie sich überraschen, auch Sie werden begeistert sein!





Inhaltsverzeichnis

In eigener Sache

Liebe Weinfreundinnen und Weinfreunde,

Der erste Anlass dieses Jahres, die Waadtland Degustation, ist erfolgreich über die Bühne gegangen. Die sibirische Kältewelle und der reichliche Schnee sind auch überstanden. Wie weit diese Kälteperiode unserer Natur geschadet oder genützt hat, werden wir später im Frühling oder Sommer erfahren.


Mit lieben Grüssen

Für den Stubenrat: Stubenmeister Alex Haller



Rückblick

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Südafrika – eine Reise wert!

Das Weinbaugebiet

Zwischen dem 30 – 35° Breitengrad der südlichen Halbkugel liegt Südafrika,, etwa in der gleichen Zone wie Argentinien, Chile und Australien. Die Rebbaufläche Südafrikas mit ungefähr 120'000 ha ist 10-mal geringer als diejenige von Spanien, der Nummer 1 der Rebbau Flächen der Welt. Da kommt sich die Schweiz mit ihren 15'000 ha Rebbaufläche sehr klein vor, hat aber doch sehr ausgezeichnete Weine. Ein direkter Vergleich von Südafrikaner mit Schweizer Weinen wäre also unfair, aber trotzdem eine echte Herausforderung für jeden Weinfreund. Weine aus Südafrika sollten uns allen viel Anreiz geben, sich mit diesem Land und seinen Weinen etwas näher auseinanderzusetzen. Cabernet Sauvignon, Shiraz, Pinotage, Merlot, Cinsault (Hermitage), Pinot Noir, Cabernet Franc und Malbec sind die wichtigsten roten Rebsorten und belegen 46 % der Anbaufläche. Pinotage ist Südafrikas heimische Rebsorte und eine fast hundertjährige Kreuzung aus Pinot Noir und Cinsault. Für Weissweine werden vorwiegend Trauben von Chenin Blanc, Colombard, Chardonnay, Sauvignon Blanc, Rhine/Cape Riesling und Semillon zu Wein verarbeitet. Der Hauptanteil der Trauben wird von den Traubenfarmern an Genossenschaften verkauft, die dann aus dem Traubengut ihre Weine keltern. Quantität oder Qualität ist bei diesem System immer eine gute Frage! Bei ein paar wenigen Selbstkelterern steht eindeutig die Qualität im Vordergrund. Sie bringen hervorragende Qualitätsweine auf den Markt. Der grösste Teil des Südafrikaweins wird nach Grossbritannien, Holland und Deutschland exportiert. In der Schweiz sind Südafrikaweine relativ wenig bekannt, da diese nur von spezialisierten Weinhändlern vertrieben werden. Also Zeit für die Weinfreunde Zofingen, einmal mehr den Weinhorizont zu erweitern!

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Der Referent Dieter Gugelmann

Stubenmeister Alex Haller freute sich ganz speziell Dieter Gugelmann als Referenten zu begrüssen. Neugierig auf Südafrikanische Weine hatte Alex Haller nach einem Spezialisten gesucht und diesen per Zufall in seinem ehemaligen Schulkollegen und Fast-Nachbarn gefunden. Seit bald 40 Jahren hatten sie sich aus den Augen verloren, der Wein hat sie nun wieder zusammengebracht! Auch Dieter Gugelmann freute sich, dass ihm die Ehre zuteil wurde in Zofingen über Südafrika zu referieren. Lange Jahre war er als Flugbegleiter bei Swissair tätig und hatte während seiner Reisen die grosse Liebe zu Südafrika entdeckt. Noch heute ist er überzeugt, dass Kapstadt eine Reise wert ist. Er hat sich seit 2006 definitiv dem Südafrikanischen Wein gewidmet, importiert und verkauft diesen und führt auch als Reiseleiter durch Südafrika.


Die Weinregionen – Erklärungen

Die von Dieter Gugelmann ausgewählte Weinregion ist Western Cap. Er ist eben aus Südafrika zurückgekehrt, wo die Lese jeweils in der Zeit von Januar bis März stattfindet. Zuerst erläuterte er die bekanntesten Spezialausdrücke, damit wir dieselbe Weinsprache sprechen konnten. Ein Weingut, welches nur die eigenen Trauben verarbeitet nennt sich „Estate“, was dem französischen Château gleichkommt. Die Buschrebe Chenin Blanc wird „Steen“ genannt und macht ungefähr 26% der Weissweinproduktion aus. Daraus werden ebenfalls Süssweine und gebrannte Wasser hergestellt. Vor 30-40 Jahren wurden diese Rebstöcke grösstenteils ausgerissen, bis ein paar Verteidiger dieser alten Rebsorte dem Unterfangen Einhalt boten und diese in die heutige Zeit retten konnten. Das Klima in Südafrika variiert von 0-45 Grad Celsius und beinhaltet nebst Sonne auch Regen und gar Schnee. Im Umkreis von 200 km um Kapstadt wachsen die Reben mit viel Wind, der die aufgeheizten Trauben nachts wieder abkühlt. „Swartland“ ist ein aufsteigendes Gebiet, „Elgin“ berühmt für seine Weissweine und „Robertson“ für seine portweinähnlichen Karoos. Weinbau wurde durch die Hugenotten im 17. Jahrhundert nach französischem Vorbild via Holland nach Südafrika gebracht. Jan van Riebeek machte bereits 1659 seinen ersten Wein, wie er schmeckte ist nicht überliefert. 1885 grassierte auch in Südafrika die Reblaus. Erst nach dem Ende der Apartheid und nach der Einführung der Demokratie 1994 machten die Südafrikanischen Weine rasante Qualitätssprünge und hat seit 2008 Weltniveau erreicht!

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Die Degustation=

Alle Weine wurden blind verkostet, da die Teilnehmer sich so unbeschwerter und unvoreingenommener mit den einzelnen Kredenzen auseinandersetzen konnten. Mit sehr vielen Detailinformationen über die einzelnen Regionen, Rebgüter und Rebsorten wurden die folgenden Weine verkostet:

Die Zukunft des Weinbaus geht stürmisch weiter. Eine neue Generation von gut ausgebildeten Winzern, die 25 bis 70 Jahre zählen, erzeugen Weine erster Güte. Im Stellenbosch findet sich eine Dichte von Top-Restaurants, die wohl kaum anderswo anzutreffen ist. Obwohl die Teuerung in Südafrika sehr gross ist, sind die Löhne sehr bescheiden. Constantia ist die Wiege des Südafrikanischen Weinbaus, Franschhoek die französische Ecke und landschaftlich einmalig schön. Echte französische Barriques sind sündhaft teuer. Viele bescheidenere Weine sind „oaked“, d.h. statt dem Ausbau in Barriques werden Holzschnitzel zugefügt. Den Weinen darf laut Gesetz in einem gewissen Rahmen Säure zugefügt werden, jedoch kein Zucker! Jedes Jahr müssen sich die Weinbauern neu „qualifizieren“, d.h. sie müssen der Regierung ihre Fortschritte kundtun.

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Dank an den Referenten

Stubenmeister Alex Haller dankt dem Referenten Dieter Gugelmann für den spannenden Abend und die detaillierten Ausführungen und Erklärungen zu den doch meist unbekannten Südafrikanischen Weinen. Ein grosser, langanhaltender Applaus der Weinfreunde drückte den Dank der Anwesenden aufs Beste aus. Die äusserst sympathische Art wie uns der Referent Südafrika auch weinkundlich viel näher gebracht hat, überzeugte alle! Mit den Worten: „Wer Wein verdient, soll nicht Wasser bekommen!“ erhielt der Referent einen echten Aargauer Wein, einen Hözler aus Rothrist, aus den Händen des Stubenmeisters Alex Haller.

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