Reise ins Schaffhausische

Aus Weinbruderschaft

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Inhaltsverzeichnis

Samstag, 18. August 2007

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Liebe Weinfreundinnen und Weinfreunde,

Haben Sie Lust einen abwechslungsreichen und interessanten Tag im Schaffhausischen und im Zürcher Weinland mit Freunden und Gleichgesinnten zu erleben?

Wir fahren mit einem bequemen Car über Koblenz-Tiengen (DE) - Trasadingen nach Hallau und besuchen dort die Rebschule von Martin Auer. In einer kommentierten Dia-Show erfahren wir, wie neue Stecklinge gewonnen, aufgepfropft und gepflanzt werden. Natürlich werden wir ein paar sortentypische Weine degustieren. Wir spazieren durch den Rebsortengarten und können dabei Rebsorten vergleichen, je nach Wachstum und Reife eventuell sogar Traubenbeeren probieren.

Im Schlössli Wörth in Neuhausen werden wir gediegen zu Mittagessen.

Am Landesteg direkt beim Restaurant werden wir nach dem Essen ins reservierte Schiff einsteigen, und in einer gemütlichen Fahrt Rhein abwärts über die Kantonsgrenze fahren und die Flusslandschaft geniessen. Über eine Schleuse gelangen wir zum Kloster Rheinau, wo wir die Fahrt beenden und die Zürcher Staatskellerei besuchen. Hier werden wir ein paar erlesene Weine verkosten und den Weinkeller besichtigen. Die wunderschöne Klosterkirche und die Parkanlage, umgeben vom Rhein, laden zum Besichtigen und Spazieren ein. Da darf eine Führung durch die Kirche nicht fehlen, um mehr über die Geschichte und Eigenheit jener Zeit zu erfahren. Zum Schluss lässt der virtuose Organist Andreas Maisch für uns die herrliche und spezielle Barockorgel erklingen. Ein paar Schritte neben der Staatskellerei liegt das Restaurant Augarten, wo wir uns vor der Rückfahrt mit kleinen Häppchen und einem abschliessenden Wein aus der Gegend stärken können.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann kommen Sie doch mit auf diese erlebnisreiche Reise ins Schaffhausische. Auf Ihre Anmeldung und zahlreiche Teilnahme freuen wir uns.

Therese Haller und der Stubenrat


Anmeldung: Mit beiliegender Anmeldekarte an Therese Halleroder mit E-Mail thhaller@swissonline.ch bis spätestens Samstag 4. August 2007

Bitte das gewünschte Menü angeben.

Die Teilnehmerzahl ist beschränkt (Anzahl Plätze im Car). Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eintreffens berücksichtigt. Mitglieder haben Vorrang.

Zahlungsart nur mit speziellem Einzahlungsschein

Achtung!! " Bei schlechter Witterung ist ein Regenschutz mitzunehmen.

" Identitätskarte oder Pass mitnehmen.

" Orden werden keine getragen.

" Degustationsgläser brauchen Sie nicht mitzunehmen

Programm

Menü

Schaffhauser Rieslingschaumsuppe

Gartenfrische Blattsalate

Auf der Haut gebratenes Zanderfilet an einer Safransauce auf Zitronenrisotto mit Rucola - - oder - - Saltimbocca vom einheimischen Kalb an Schaffhauser Rotweinsauce mit Safranrisotto und frischen Kefen

Frischer Fruchtsalat mit Sorbet

Rückblick

Reise zu den Reben, zum Rheinfall und nach Rheinau

Willi Spürgin berichtet:

Eine gutgelaunte, erwartungsfrohe Schar Zofinger Weinfreunde machte sich an einem strahlenden Sommertag im August auf die Reise in den nördlichsten Zipfel der Schweiz. Neues zu entdecken und Unbekanntes kennenzulernen war das Ziel unserer Exkursion.

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Reben

Erste Station war die Rebschule Martin Auer in Hallau. Unser Rundgang begann mitten in den Reben. «Wer zählt die Reben, nennt die Namen», konnte man da frei nach Schiller sagen. Zeile um Zeile, jede dritte mit einem gelben Namensschild mit der entsprechenden Traubensorte versehen, liessen uns an unseren Kenntnissen um die Ampelographie zweifeln. Zwar hatten einige Besucher schon mal von Cabernet Dorsa gehört, doch Namen wie Cabernet Cortis, Cabernet Carol oder Cabernet Carbon waren den meisten fremd. Und weiter ging es mit so exotischen Bezeichnungen wie Acolon, Baron, Helios, Monarch, Prior usw. die man nicht ohne weiteres mit Namen von Rebsorten in Verbindung bringen konnte. Doch da standen sie alle prächtig in Reih und Glied und wir durften sogar von ihren Früchten, sprich Beeren kosten. Und wem das nicht genug war, der konnte anschliessend noch im Sortengarten der Firma Auer von den Trauben der sage und schreibe 108 verschiedenen Rebsorten welche hier wachsen, probieren.


Anschliessend konnten wir unser Wissen über die Rebvermehrung in einer interessanten Diaschau vertiefen. Dann endlich durften wir die Ergebnisse der Klonzüchtungen im Glas probieren. 6 Weine galt es zu degustieren, allesamt von Reben, welche in der Rebschule Auer vermehrt wurden und zwar aus den Sorten Bianca, Johanniter, Kerner, Blanc de Noir aus Blauburgunder, Léon Millot, Regent, Pinot Noir und Cabernet Jura.

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Therese Haller, unsere Reiseleiterin, führte gekonnt durch die herrliche Landschaft. Sie hatte alles minutiös geplant und selbst Petrus hat sein Versprechen gehalten und die Weinfreunde aus Zofingen mit Sonnenschein verwöhnt!


Rheinfall

Nach einer Fahrt durch den landschaftlich reizvollen Klettgau erreichten wir das zweite Etappenziel, das Schlössli Wörth unterhalb des Rheinfalls. Hier auf der geschützten Terrasse, die wie eine Loge in die grandiose Arena des mächtigen Rheinfalls hinausragt, konnten wir ein ausgezeichnetes Mittagsmahl geniessen, welches jeden, auch noch so verwöhnten Gaumen zufrieden stellen konnte, ebenso wie die dazu passenden Weine. Es war ein einmaliges Ambiente inmitten der grossartigen Kulisse des grössten Wasserfalls Europas, der seine Wassermassen auf einer Breite von 150 Meter rund 25 Meter in die Tiefe stürzen lässt.

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Den Weg zu unserem nächsten Ziel legten wir per Schiff zurück. Die Extrafahrt mit dem Kombiboot begann mit einer Rundfahrt im Rheinfallbecken, so nahe den tosenden Wassermassen, dass wir die schäumende Gischt spüren konnten und führte dann zwischen den bewaldeten Rheinufern, entlang der deutschschweizerischen Grenze zum Kraftwerk Rheinau. Während das Boot mittels Rollwagen auf Geleisen den 5 m hohen Staudamm passiert, konnten wir das Manöver vom Ufer aus mitverfolgen. Kaum wieder im Boot, passierten wir die prächtigen Reblagen des Korbes der zusammen mit der vor uns auftauchenden Kulisse des Klosterbezirks Rheinau einen einzigartigen, reizvollen Anblick bildet.


Rheinau

Die Klosterinsel Rheinau mit dem Klosterkeller und der Klosterkirche war die dritte und letzte Station unserer Reise. Die Gründung des Klosters Rheinau geht auf das Jahr 778 zurück. Das reichsfreie Kloster wurde 1455 unter den Schutz der Eidgenossenschaft gestellt. Eine Blütezeit erlebte das Kloster unter Abt Gerold II (1697-1735), in dessen Amtszeit fällt auch der Bau der prachtvollen Klosterkirche, sie gehört zu den schönsten Barockkirchen der Schweiz.


Unser erster Besuch auf der Klosterinsel galt jedoch der Staatskellerei Zürich, welche heute zum Mövenpick Weinkeller gehört. In der sogenannten "Weinloge", der ehemaligen Pförtnerloge, wurden wir zur nächsten Degustation erwartet. Ebenfalls 6 Weine galt es hier zu verkosten: Solaris, Sauvignon blanc, Riesling X Sylvaner, zwei Bauburgunder oder Pinot Noir sowie ein Cuvée aus roten Rebsorten. Anschliessend folgte für die Interessierten ein kurzer Rundgang durch den Weinkeller.

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Danach folgte der Besuch der Klosterkirche mit einem weiteren Höhepunkt: einem kurzen aber grossartigen Konzert auf der Hauptorgel mit Professor Andreas Maisch. Es war ein unvergesslicher und einmaliger Genuss, den Tönen dieses einzigartigen Instruments mit so exotischen Registern wie Vogelsang (Wasserpfeifen) und Zimbelstern zu lauschen. Im Anschluss folgte eine äusserst interessante Führung durch das barocke Kleinod.

Nach einer kurzen Stärkung im benachbarten Augarten auf dem Klosterplatz konnten die zufriedenen, ja sogar begeisterten Teilnehmer, um Erfahrungen reicher, die Heimreise antreten.

An dieser Stelle möchte ich im Namen aller Teilnehmer Frau Therese Haller, die die Reise nicht nur organisiert sondern auch vorzüglich geleitet hat, für ihren Einsatz und ihre immense Arbeit ganz herzlich danken. Es war eine bestens gelungene Magisterarbeit. Ein weiterer Dank gebührt den Herren Stöttele von der Rebschule Auer, Gasa von der Weinloge , Maisch für das Orgelkonzert und Frau Reutemann für die Führung in der Klosterkirche, sowie allen, die mit dazu beigetragen haben, dass die Reise nicht nur ein voller Erfolg wurde, sondern noch lange in bester Erinnerung bleiben wird.

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