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Reise ins Elsass – Weinbruderschaft

Reise ins Elsass

Aus Weinbruderschaft

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Inhaltsverzeichnis

15. bis 17. August 2008

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Liebe Weinfreundinnen und Weinfreunde,

Es ist uns ein grosses Vergnügen, Sie zu unserer Weinreise ins benachbarte Elsass einzuladen.

Als Ludwig XIV., der Sonnenkönig, sein neu erworbenes Gebiet erstmals von den Vogesenhöhen erblickte, soll er voller Verwunderung ausgerufen haben: "Welch ein schöner Garten!"

Und tatsächlich erfüllt keine andere Region den Mythos vom "guten Leben in Frankreich" so vollendet wie das Elsass. Und das Schlaraffenland zwischen Rhein und Vogesen ist trotz dem Touristenstrom aus Deutschland und der Schweiz höchst eigenständig geblieben.

Die Vermählung des Französischen Savoir Vivre mit der Deutschen Deftigkeit hat das Elsass zu einem wahren Schlemmerparadies werden lassen und die unzähligen schmucken Dörfer und Städtchen entlang der klassischen Route des Vins laden zum Verweilen, Geniessen und Flanieren ein .

Das Elsass bietet derart vielfältige oenophile und kulinarische Spezialitäten und Köstlichkeiten, dass man in 2½ Tagen nur einen kleinen Einblick in das geben kann, was sich bei einem längeren Aufenthalt alles entdecken liesse.

Wir haben ein paar Rosinen herausgepickt und sind überzeugt, dass Ihnen diese Reise schöne und unvergessliche Stunden bescheren wird.

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung und verbleiben mit weinfreundlichen Grüssen

Willi Spürgin und Hansruedi Moor


Reiseprogramm

Freitag, 15. August 2008

Ab 13.15 Uhr Besammlung auf dem Parkplatz der Müller Martini in Zofingen. Von hier führt uns der Reisecar über Basel nach Eguisheim. Besuch der Cave Wolfberger mit Kellerbesichtigung und Degustation. Anschliessend Weiterfahrt über die Route des Vins nach Andlau, wo wir im Hotel***-Restaurant Kastelberg Zimmer beziehen und nach dem Apero das Nachtessen einnehmen werden.

Samstag, 16. August 2008

Nach dem Frühstück bringt uns der Car nach Strasbourg. Als erstes steht eine Rundfahrt mit dem Ausflugsboot auf der Ill auf dem Programm. Anschliessend werden wir auf einem geführten Rundgang die Altstadt Strasbourgs mit ihren Sehenswürdigkeiten und dem Münster kennen lernen. Die Führung endet beim Restaurant Maison des Tanneurs in der Petite-France. Nach einem typischen Strasbourger Essen bringt uns der Car wieder zurück nach Andlau. Sie haben Zeit um auszuruhen und sich zu erfrischen, ehe wir uns zu Fuss zum Besuch der Domaine des Marronnieres aufmachen. Nach der Degustation geht's zurück ins Hotel zum Nachtessen.

Sonntag, 17. August 2008

08.30 Uhr Abfahrt nach Riquewihr. Nach der Ankunft haben wir Zeit ganz individuell das reizvolle Städtchen zu besichtigen. Auf 10.00 Uhr werden wir dann in der Kellerei Dopff & Irion zu einer Degustation mit Grand Crus d'Alsace erwartet. Danach fahren wir weiter nach Colmar. Im Maison des Têtes lassen wir uns mit einem exquisiten Mittagsmahl verwöhnen. Anschliessend haben Sie die Möglichkeit die reizvolle Altstadt auf eigene Faust zu erkunden. Das Musée d'Unterlinden mit dem berühmten Isenheimer Altar wäre ein Besuch wert.Im späten Nachmittag verlassen wir Colmar. Nach kurzer Fahrt erreichen wir den Bollenberg. In Les Caves du Domaine "Clos Sainte-Apolline" werden wir zum Abschluss noch einmal einige der hervorragenden elsässer Weine degustieren. Damit wir uns für die Heimfahrt noch stärken können, gibt es anschliessend in der Auberge "Au Vieux Pressoir" noch etwas kleines Feines aus der elsässischen Küche.


Rückblick

Eine muntere Schar erwartungsvoller Gesichter guckte unter den Regenschirmen in das herbstlich anmutende wolkenverhangene Trüb des Maria-Himmelfahrts-Tages. Einmal im Reisecar "eingenistet" sah schon alles viel besser aus. Die Fahrt ging nordwärts - die Staumeldungen lenkten von der Autobahn ab - und über den Hauenstein erreichten wir die letzte wartende Gruppe der Reiseteilnehmer und die Sonne wurde uns wieder treu. - Diesmal führte die Reise ins Elsass, das heute nach zahlreichen Kriegen und Wirren der letzten Jahrhunderte bekanntlich zu Frankreich gehört. Unter kundiger Führung des Stubenmeisters Willi Spürgin und des Kellermeisters Hansruedi Moor, erlebten wir drei wunderschöne, erlebnisreiche Tage. Die Ausführungen unserer Reiseleiter waren meist dreisprachig - die Qualität jedoch fünfsternig!


Das Städtchen Eguisheim

Zu Deutsch Egisheim, elsässisch Egsa, ist eine 1.500 Seelen Gemeinde, an der Elsässischen Weinstraße gelegen, wenige Kilometer südwestlich von Colmar. Die malerische "Zwiebelstadt", in der sich bis auf die in westöstlich verlaufende Grand´Rue (elsässisch Hauptstross) alle Gassen ringförmig um die achteckige Burganlage im Zentrum legen, lädt gerne zum Verweilen ein. In der Cave Wolfberger werden wir zu einer kurzen Führung durch den historischen Keller empfangen. Wolfberger oder La Cave d'Eguisheim ist für Elsasskenner ein Name, der für grosse Elsässer Weine steht. Dieser Ruf ist die Frucht von mehr als einem Jahrhundert Geschichte und Arbeit, denn bereits im Jahre 1902 entschieden die Winzer von Eguisheim sich zu verbinden, um eine der ersten Weinbaugenossenschaften des Elsass zu gründen. Im Fasskeller stehen 60 riesige Fässer aus ungarischer Eiche, in denen noch heute die anspruchsvollsten Weine reifen.


Andlau

Im Hotel Kastelberg in Andlau werden wir durch das Hotelier-Paar herzlich willkommen geheissen. Das gastliche Haus mit den blumengeschmückten Balkons und dem schönen Restaurant, zauberte Leckerbissen aus Küche und Keller hervor. Ein Ort, an dem es sich gut leben lässt! Hier werden wir mit dem elsässischen Nationalgericht "Baeckeoffa" verwöhnt. Früher ließ man den Eintopf im noch heißen Ofen des Backhauses garen, nachdem die Brote fertig waren. Dies ersparte an Waschtagen den Frauen die Kocharbeit.


253px ... tiefschürfende Gespräche bei einem Gläschen Crémant d'Alsace im lauschigen Garten des Hotels


Elsässerdeutsch

Unter der Bezeichnung Elsässerdeutsch oder Elsässisch (elsässisch: Elsässerditsch) werden die im Elsass gesprochenen alemannischen Dialekte zusammengefasst. Im größten Teil des Elsass wird Oberrhein-Alemannisch gesprochen, lediglich der Sundgau mit Randbereichen im Süden gehört zum Südalemannischen. Im nördlichsten Teil des Elsass wird Pfälzisch gesprochen und im "Krummen Elsass" (Saartal) die Lothringer Version des Saarplatt (beide Rheinfränkisch). Zu den fränkischen Dialekten gehören auch die deutschen Dialekte in Lothringen - Rheinfränkisch im östlichen Teil des Departements Moselle und Moselfränkisch in seinem nördlichen Teil (in Nachbarschaft zu Luxemburg).


Strassburg / Strasbourg

Die erste Begegnung mit der Stadt machten wir auf dem Wasser, einer Boots-Rundfahrt auf der Ill, die mitten durch Strassburg (ca. 650'000 Einwohner) fliesst, sich dort verzweigt und die Grande Île (Große Insel) bildet, wo die historische Altstadt liegt. Die östlichen Stadtteile mit dem Hafen grenzen an den Rhein. 1988 wurde Strassburg zum Weltkulturerbe erklärt.

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Wahrzeichen der Stadt ist das 1176-1439 erbaute romanische und gotische Strassburger Münster, wo wir geführt unter anderem auch die astronomische Uhr bewundern konnten.


Auf dem Münsterplatz kredenzte der Kellermeister ein kühles Apéro mit Bretzel - und somit war das Geheimnis der grossen weit geschleppten Taschen endlich gelüftet. Die zufriedenen Mienen dankten es ihm!

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Dominiert von der Westfassade des Münsters, stehen hier zahlreiche, teilweise vier- bis fünfgeschossige Fachwerkhäuser im alemannisch-süddeutschen Stil. Charakteristisch sind die steilen Dächer mit bis zu vier Dachgeschossen, die meisten mit Dachgauben versehen. An der Nordseite des Münsterplatzes steht das bekannte reich verzierte Haus Kammerzell. Und an der Ecke der ehemaligen Apotheke der "Büschmesser", der von den Teilnehmern rege benutzt und das Bauchmass genaustens vermessen wurde. Es kamen übrigens alle durch! Gegenüber dem Südportal des Münsters liegt das "Palais des Rohan", die ehemalige Residenz der Strassburger Bischöfe, die seit dem 18. Jahrhundert aus der Familie Rohan stammten. Es folgt in Stil und Materialien der damaligen Pariser Architektur und unterscheidet sich deutlich von den älteren Strassburger Bauten. Bedeutend sind die Wohn- und Empfangsräume in den Formen des französischen Rokoko. Im Palais befinden sich heute Museen.

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Touristisch sehr beliebt ist das "Gerberviertel" (La Petite France) am Ufer der Ill, wo im Restaurant Maison des Tanneurs es dann nach einer Wartepause ein typisches Elsässer-Gericht, nämlich Choucroute Maison des Tanneurs serviert wurde.


Zurück in Andlau

Erwartete uns eine sehr gepflegte Degustation bei Guy Wach, Domaine des Marronniers. Seit 1748 betätigt sich die Familie Wach mit der Weinproduktion, zuerst als Weinküfer und ab 1888 als Winzer und Weinproduzenten. Die Domaine des Marronniers umfasst heute 8 ha Reben, wovon 1,5 ha Classé Alsace Grand Cru. Da das Andlau-Tal eine grosse geologische Vielfalt aufweist wird ermöglicht, dass jede Rebsorte auf dem Terroir angepflanzt werden kann, die ihr am besten bekommt. Die Qualität der hoch stehenden Weine überzeugte entsprechend.


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Riquewihr, die Perle der Weinberge liegt inmitten von Rebgärten und verdient zu Recht den Ruf. Die Häuser aus dem 16. Jahrhundert bilden eines der schönsten Beispiele elsässischer Architektur. Mit seiner Festungsmauer, seinen gepflasterten Gassen und den wunderschönen Fachwerkhäusern bietet Riquewihr eine malerische Kulisse, die ihresgleichen sucht. In diesem kleinen, bewundernswert gut erhaltenen Ort ist alles harmonisch. Es ist empfehlenswert, während der Woche oder außerhalb der Saison zu kommen, den die Anziehungskraft ist auf viele Leute gross. Riquewihr zeigt bezaubernde Innenhöfe, schöne Steinhäuser sowie sorgfältig mit Blumen geschmückte Brunnen. Die Rebsorten der Region ergeben einen exzellenten Riesling sowie zwei angesehene große Weine, den Sporen und den Schönenburg. Zahlreiche Winzer bieten Besichtigungen in ihren gepflegten Weinkellern mit Weinproben an. In der Kellerei Dopf & Irion wurden uns diese gar an die Nase geführt und im Gaumen konnten sie verkostet werden!


Colmar

veraltet auch Kolmar ist nach Strassburg und Mülhausen mit knapp 70'000 Einwohnern die drittgrößte Stadt im Elsass und liegt in einer relativ flachen Landschaft am Fluss Lauch, etwa 20 Kilometer westlich des Rheins, geographischen in der Mitte zwischen Basel und Straßburg. en wir das exquisite Mittagsmahl. Anschliessend hatten wir Zeit auf eigene Faust durch die Altstadt zu flanieren. .In Colmar befinden sich bedeutende Bürgerhäuser aus dem Mittelalter und der Renaissance, die der Altstadt über die Jahrhunderte ihren Charakter erhalten haben. Eine Sehenswürdigkeit ist das am Fluss Lauch liegende Viertel Klein-Venedig (frz. Petite Venise), das sehr schöne Häuser und Brücken aufweist. Das Maison des Têtes wurde im Jahre 1609 von Antoine Burger erbaut. Mehr als hundert Köpfe schmücken die Fassade, daher rührt auch sein Name. Nach wechselnden Besitzern wurde das Haus ab 1836 zum Lager- und Büro-Haus, später richtete sich dort ein Weinhändler ein und 1898 gar die Weinbörse hierhin verlegt. Seit 1904 existiert ein Spezialitätenrestaurant in diesem Hause, welches in den letzten Jahren einer umfassenden Renovation unterzogen wurde. Als Zeuge dieser Geschichte findet sich auf der Spitze des Dachgiebels die Kupferfigur eines Küfers, welche vom berühmten Colmarer Künstler Auguste Bartholdy geschaffen wurde. Übrigens gehört nebst vielen anderen auch die berühmte Freiheitsstatue in New York zu seinen Werken.

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In diesem stilvollen Maison des Têtes genossrn wir ein vorzügliches ebenso stilvolles Mittagessen in einem wunderbaren Ambiente!


Bollenberg

Der Clos Sainte-Apolline befindet sich mitten auf dem Bollenberg, einem steinigen, 300 m ü.M. gelegen Kalksteinhügel zwischen Rouffach und Guebwiller. Hier auf diesem, zwischen Ebene und Vogesen gelegenen Hügel, mit seinem fast mediterranen Klima das zu den trockensten in ganz Frankreich gehört, gedeihen besonders aromatische Weissweine. Die warmen, sonnigen Sommer und die guten Bedingungen im Herbst erlauben eine relativ späte Lese, was die "Vendanges Tardives" oder in besondern Jahren gar die "Sélection de Grains Nobles" ermöglicht. Die Weinprobe war exquisit und in der "Auberge Au Vieux Pressoir" mit ihrem typischen Elsässer Ambiente kam es zu einer letzten Stärkung für den Heimweg.

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Elsass - bekannt und doch so unbekannt

Willi Spürgin und Hansruedi Moor haben mit ihren Gattinnen Gisela und Vreni das Gebiet vorher bereist und obwohl nach "Schaffhauser Strickmuster" abgeleitet, viele neue Inputs und Ideen eingegeben. Es wurde für alle, sei es gesellschaftlich und freundschaftlich einmalig, geographisch, kulturell und auch weinkundlich ein Super-Erlebnis. Viele von uns waren schon im Elsass und vermeintlich in bekannten Gefilden, doch waren die grossen Unbekannten mit Charme und umfassendem Fachwissen an die Frau, respektive den Mann gebracht worden - so dass alle etwas zum Staunen hatten. Herzlichen Dank für diese tolle Begegnung mit dem bekannten und doch so unbekannten Elsass!

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