Reise an den Thunersee

Aus Weinbruderschaft

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Einladung für Gesellen und Magister Vini mit Partnerin oder Partner zur Reise an den Thunersee mit Besuch der Rebbau Genossenschaft Spiez

am Samstag, 13. August 2016 von 08.00 – 18.43 h

Kosten pro Person mit: General Abo Besitzer Fr. 155.-, Tageskarte Fr. 155.- (selber organisieren), Alles inklusive! Halbtax Abo Besitzer Fr. 200.-, Ganzes Billett Fr. 245.-

Inbegriffen sind: Fahrt mit der SBB; Kaffee und Gipfeli; Fahrt mit Spiezer Bacchus Zügli und Degustation; Essen inkl. Wein, Mineralwasser, Kaffee oder Tee; Schlossführung; Schifffahrt mit dem Salondampfer „Blüemlisalp“

Der Betrag wird im Zug in bar eingezogen. Bitte bringt das Geld entsprechend mit. Für die Bahn- und Schifffahrt bringt ihr bitte das General Abo, den SwissPass oder das Halbtax mit.

Anmeldung per E-Mail an: ahaller@swissonline.ch bis spätestens Freitag, 5. August 2016


Liebe Weinfreunde,

Unsere Reise führt uns mit dem Zug von Zofingen via Olten nach Spiez, in die Heimat von Veronika und Viktor Schlapbach. In Olten können sich weitere Weinfreunde der Reisegruppe anschliessen. Unübersehbar prägen das Schloss und die Rebberge von Spiez das Landschaftsbild zwischen dem Spiezberg und der Bucht.

Jahr für Jahr wird die gesamte Weinernte von Faulensee, Spiez und Spiezwiler im Keller des Schlosses, bei der Rebbau Genossenschaft Spiez verarbeitet und zu vorzüglichem Wein gekeltert. Auf sieben verschiedenen Parzellen von total 11,5 Hektaren Fläche bewirtschaftet die Rebbau Genossenschaft Spiez ihre Reben. Der Ertrag daraus zeigt sich in 80‘000 Flaschen Wein. 50‘000 Flaschen davon sind Weissweine, vorwiegend Riesling-Sylvaner. Die 20‘000 Flaschen Rotwein stammen von Blauburgunder Rebstöcken. Etwa 5‘000 Flaschen sind Roséweine und weitere 5‘000 sind Spezialitäten wie Muscat oder Gewürztraminer.

Mit dem „Spiezer Bacchus Zügli“ fahren wir durch die Spiezer Rebberge, um die Geschichte und die Kultur des höchst gelegenen Weinbaugebietes nördlich der Alpen kennen zu lernen. Sie erfahren alles Wissenswerte von einem erfahrenen Spiezer Weinkenner. Geniessen Sie die Fahrt und kosten Sie anschliessend im Weinkeller die frischen - frechen – spritzigen Weissweine sowie die finessenreichen – fruchtigen – eleganten Rotweine.

Das 3-gängige Mittagessen geniessen wir im Restaurant Riviera unterhalb des Schloss Spiez am See. An der Schlossführung werden wir wissenswertes erfahren über die 1300 Jahre Schlossgeschichte – den Schlossherrn Adrian von Bubenberg - die Romantik am Thunersee in der Schlosskirche. Mit dem Salondampfer „Blüemlisalp“, der ehrwürdigen Lady aus der Belle-Epoque, geniessen wir die Fahrt auf dem Thunersee nach Thun. In Thun besteigen wir dann den Zug zurück nach Zofingen via Olten.


Rückblick

Am Samstag 13. August 2016 reisten 34 Gesellen und Magister vini mit dem Zug von Zofingen nach Spiez an den Thunersee. Bei strahlendem Sonnenschein wurden die Zofinger Weinfreunde in Spiez am Bahnhof empfangen.

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Bei Kaffee und Gipfeli begrüsste uns Peter Steinhauer vom Rebbau Spiez und berichtete uns mit markigen Worten Anekdoten der Spiezer Weinbau Geschichte.

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Den Rebbau Spiez mit dem Spiezer Zügli zu erleben war einmalig. Rund um Spiez sind die 11,5 ha Rebflächen der Rebbaugesellschaft Spiez verteilt, Spiezerberg, Schloss Spiez, Spiezerbergstrasse, Sonnenfels, Weingarten, Faulensee und Richti. Im Eigentum der Rebbau Spiez ist 1/6 der Rebfläche. Die andere Fläche ist gepachtet. 111 Genossenschafter stehen hinter dem Gedanken, das Kulturgut Reben und Wein in Spiez zu erhalten und Weine von überregionaler Ausstrahlung zu keltern.

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Der untere Teil des Bergfrieds im Schloss Spiez stammt aus dem 10. Jahrhundert. Die Burg war ursprünglich im Besitz der Freiherren von Strättligen, ab 1338 der Familie von Bubenberg. 1516 gelangte sie an die Familie von Erlach, die hier bis 1875 residierte. Im Festsaal befinden sich frühbarocke Stuckaturen des Tessiner Künstlers Gian Antonio Castelli von 1614. Von 1875 bis 1900 war Hermann Karl von Wilke der Besitzer. Seit 1927 ist das Schloss im Besitz einer Stiftung. Die frühromanische Schlosskirche - im Jahre 762 erstmals erwähnt - wurde von König Rudolf II. von Hochburgund gestiftet und der Mutterkirche von Einigen unterstellt. Hier liegt Sigmund von Erlach begraben.

Besichtigung Schlosskeller.jpg

Sehr interessant war die Besichtigung im Schlosskeller mit den wundervoll von Hand geschnitzten Holzfässern die zur Kelterung verwendet werden.

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Zu Fuss auf dem Weg zur Degustation sahen wir im Rebberg, dass der Rebbau im 2016 ein schwieriges Jahr war. Frost, Mehltau, Hagel und eventuell noch die Kirschessigfliege?

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Beim Rebbau Spiez vor dem Regez Keller verkosteten wir gemütlich und mit fachkundigen Informationen die Spiezer Weine. Der Spiezer Riesling-Sylvaner mit frischer und frecher Säure und einer schönen Fruchtaroma war als Anfang ein wundervoller Auftakt. Ganz anders in der Nase und im Gaumen, der schöne etwas exotischere Muskat Gewürztraminer. Darauf folgte „Einisch Anders“ eine Riesling-Sylvaner Spätlese mit spontaner Gärung und lang anhaltendem Abgang mit vielen exotischen Aromen. Der Spiezer Blauburgunder, nach Erdbeeren und Himbeeren duftend, mit angenehmer Mundfülle und Länge. Dann zum Schluss ein dekantierter Cabernet Jura Barrique, geprägt in der Nase und im Gaumen von Dörrpflaumen, schwarzer Schokolade und Cassis mit einem harmonischen Körper.

Direktionsfahrzeug.jpg Das Direktionsfahrzeug!

Restaurant Riviera Thunersee.jpg

Wir genossen ein wunderbares Mittagessen im Restaurant Riviera direkt am Ufer des Thunersees mit einem tollen Ambiente und bester Stimmung. Zum Fisch genossen wir den Spiezer Cuvée eSCAPAde mit einer feinen Note von Stachelbeeren und Honig und zum Kalbsbraten den Cuvée INTRO, welcher nach Zwetschgen duftete und mit einem langem Abgang den Gaumen erfreute.

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Das Schloss zeigt den Wandel von einer mittelalterlichen Burg zu einem patrizischen Wohnsitz. Die Wohn- und Repräsentationsräume wurden vom 13. bis 19. Jahrhundert von den Familien von Strättligen, von Bubenberg und von Erlach bewohnt. Einmalig sind der Wohnturm mit originalen Graffiti aus dem 12. Jahrhundert, das Renaissance-Täferzimmer und der Festsaal mit einzigartigen Stukkaturen.

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Nach dem Museumsbesuch reisten die Zofinger Weinfreunde in gemütlicher Ambiance mit dem Raddampfer Blüemlisalp, aus der Belle Epoque, von Spiez nach Thun.

In Thun angekommen, bestiegen wir den Zug nach Zofingen. Auf der Rückreise wurde über das Erlebte diskutiert. Doch einigen Weinfreunde fielen die müden Augenlieder der Schwerkraft zum Opfer und sie dösten still vor sich hin. Im Geiste liessen sie vermutlich die vielen schönen Erinnerungen Revue passieren. Dem Organisator Viktor Schlapbach sei an dieser Stelle herzlich gedankt für die tolle Idee und Organisation dieser Reise nach Spiez.

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