Reise an den Bodensee

Aus Weinbruderschaft

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Inhaltsverzeichnis

Der Honigschlecker von Birnau

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«WEIN und TAFELFREUDEN, KULTUR und LANDSCHAFT lautet das Motto für unseren Besuch in der badischen Nachbarschaft. Im Spätsommer zeigen sich die idyllischen Winzerdörfer am Bodensee von ihrer schönsten Seite. Wenn sanfte Wellen gegen die Ufermole plätschern, wenn ein milder Lufthauch die Möwen zu abenteuerlichen Flugmanövern reizt, wenn man in der milden Sonne des Frühherbstes am Tisch einer Uferschänke sitzt, dann gibt es kaum etwas Schöneres, als ein Glas frischen, spritzigen Seewein im Glase zu haben.» Dies die Worte des Stubenmeisters, die zur Reise an den Bodensee luden. An die 50 Teilnehmer kamen und Petrus lieferte Spätsommerwetter!


In Konstanz mit der Fähre nach Meersburg

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Hier galt der erste Besuch der altehrwürdigen Staatskellerei. Durchs mächtige Rundbogentor gelangten wir in den Museumskeller mit der riesigen Trotte aus dem 17. Jahrhundert und dem gigantischen «Türkenfass», ein Holzfass mit über 50'000 Litern Inhalt. Erste Weine wurden im kalkgetünchten Gewölbekeller kredenzt, verkostet und beurteilt


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Beim Mittagessen im Restaurant Weinstube in Haltnau begrüsste der Ordensmeister und zwei weitere Mitglieder des Kapitelrates der Ersten Badischen Weinbruderschaft zu Meersburg die Weinfreund aus Zofingen. Er berichtete viel Interessantes über die Geschichte und die Kultur des Bodenseeraumes. Der Wirt wusste in einer mit Witzen gespickten Rede nicht nur die Zuhörer zu fesseln, sondern auch die Lachmuskeln tüchtig zu aktivieren. Gemütlich war’s! Der geführte Spaziergang der Seepromenade entlang hinauf zur Burg und zum Neuen Schlosses mit dem Droste-Hülshoff-Museum und die herrliche Aussicht über die Dächer und Zinnen der Altstadt auf den silbern glitzernden Bodensee bewirkte, dass einige sich leise schworen wieder mal nach Meersburg zu fahren.


Der Honigschlecker

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Das Kloster Birnau liegt in herrlicher Lage oberhalb des Überlinger Sees zwischen Nußdorf und Uhldingen-Mühlhofen. Jährlich lassen sich hunderttausende Besucher vom Dreiklang aus überwältigender Landschaft, barocker Schönheit und der Möglichkeit zur religiösen Besinnung beeindrucken. Der Grundstein für das Kloster wurde 1747 gelegt. Bedeutende barocke Baumeister und Künstler wirkten bei der Gestaltung des Baus und des Innenraums zusammen. Eine einheitliche künstlerische Gesamtkonzeption trug entscheidend zu der außergewöhnlichen Raumwirkung des Kirchenbaus bei. Innenarchitektur, Stuck, Ausmalung und Altarensemble fügen sich zu einem eindrücklichen Gesamtkunstwerk des süddeutschen Rokoko zusammen. Fast zurückhaltend und scheu wurde die Gästeschar vom berühmten Engel «der Honigschlecker» erwartet, der verschmitzt auf seinem Sockel stand. Bewunderung und Staunen!


Nach dem Apéro im malerischen Hof der Weinschenke führte der Weg ins Hotel, wo das Nachtessen genossen und im geselligen Rahmen die ersten Eindrücke verarbeitet und über Gott und die Welt diskutiert wurde.


Wunschkonzert

Das Programm am Sonntagmorgen konnte jeder selbst bestimmen. Die Auswahl lag zwischen dem Besuch des Pfahlbaumuseums in Unteruhldingen oder dem Besuch der Besenwirtschaft Reblandhof Kippenhausen mit Degustation in Immenstaad oder dem Besuch des Zeppelin Museums in Friedrichshafen. Beim stilvollen und kulinarischen Mittagessen im Rebmannshof in Birnau-Maurach wurde dann gegenseitig ausführlich erzählt und berichtet, geschmaust und gelacht bevor die Reise weiter ging.

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Schloss Salem

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Das ehemalige Zisterzienserkloster, seit 1802 im Besitz der Markgrafen von Baden, zählt zu den herausragenden Kulturdenkmälern in der Bodenseeregion. Mit der Führung durch 700 Jahre Kunst- und Architekturgeschichte lädt Schloss Salem zum Staunen und Genießen ein.

Dabei begleitet einen auf Schritt und tritt die enge Verbindung zum Wein. Im Wein ist Geschichte und Familiengeschichte, denn das Haus Baden hat dem Land seinen Namen gegeben und seine Weinkultur maßgeblich mitgestaltet. Großherzog Carl-Friedrich von Baden (1738 - 1811) gilt als Schöpfer des badischen Qualitätsweinbaus. Er brachte unter anderem den Riesling in die Ortenau und 1925 setzten die Markgrafen als erstes Weingut in Deutschland auf den Müller-Thurgau, der heute als Inbegriff des Bodensee-Weissweins gilt.

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So kann denn die Weinprobe im grössten Barrique-Weinkeller am Bodensee, dem historischen Prälaturkeller, als unvergesslicher Höhepunkt und Abschluss der Reise in die Geschichte der Weinfreunde Zofingen eingehen.


Den Organisatoren sei ein Kränzchen gewunden. Ihnen gelang es Kultur und Landschaft, mit Tafelfreuden und Wein hervorragend zu vereinen. Es war herrlich und genussvoll, selbst wenn der Honigschlecker versteckt in mancher Kredenz im Abgang auf der Zunge noch leicht durchzuschimmern schien!

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