Reise Wallis - einmal anders!

Aus Weinbruderschaft

Wechseln zu: Navigation, Suche

__NOTOC__

Wallis wanderweg.jpg 376px

Inhaltsverzeichnis

Reiseprogramm

Samstag 11. September 2010

Wanderung auf dem Kulturweg von Ausserberg nach Raron, 2-3 Stunden. Degustation und Mittagessen in St. German. Besichtigung der Burg Raron, des Rilke Grabes und der berühmten Felsenkirche. Degustation bei Chanton in Visp. Nachtessen und Übernachtung in Unterbäch.

Sonntag 12. September 2010

Besuch des Museums im Zumofenhaus Salgesch. Wanderung auf dem interessanten und sehr schön angelegten Rebweg Salgesch-Sierre, mit dem Rebsortengarten, ca. 3 Stunden. Beim Rebsortengarten wird ein Picknick angeboten. Degustation bei Erhard Matthier in Siders.

Weitere Informationen

Ausrüstung: Es sind keine Bergschuhe notwendig, aber Wander- oder Trekkingschuhe. Kleider die leichten Regen vertragen. Bei starkem Regen gibt es ein Alternativprogramm. Kleider für den Abend im Hotel, können Sie in einer Tasche oder einem Koffer abgeben. Das Gepäck wird transportiert.

Reise: Wir reisen mit dem Zug von Zofingen nach Visp. Für die Dislokationen im Wallis steht dann ein Bus zur Verfügung. Ausrüstung Es sind keine Bergschuhe notwendig, aber Wander- oder Trekkingschuhe. Kleider die leichten Regen vertragen. Bei starkem Regen gibt es ein Alternativprogramm. Kleider für den Abend im Hotel, können Sie in einer Tasche oder einem Koffer abgeben. Das Gepäck wird transportiert. Reise Wir reisen mit dem Zug von Zofingen nach Visp. Für die Dislokationen im Wallis steht dann ein Bus zur Verfügung. Degustationen Bei allen drei Degustationen werden bekannte, aber besonders auch weniger bekannte Walliserspezialitäten verkostet. Anforderungen Die Wanderungen sind keine grossartigen Bergtouren, verlangen aber doch eine minimale Kondition. Wir wandern teilweise auf Naturwegen, mit mittleren Steigungen. Nach Ihrer schriftlichen Anmeldung erhalten Sie dann das detaillierte Reiseprogramm mit Einzahlungsschein.

Degustationen: Bei allen drei Degustationen werden bekannte, aber besonders auch weniger bekannte Walliserspezialitäten verkostet.

Anforderungen: Die Wanderungen sind keine grossartigen Bergtouren, verlangen aber doch eine minimale Kondition. Wir wandern teilweise auf Naturwegen, mit mittleren Steigungen.


Nach Ihrer schriftlichen Anmeldung erhalten Sie dann das detaillierte Reiseprogramm mit Einzahlungsschein.

Wallis weintraube.jpg

Rückblick

Stubenmeister Alex Haller berichtet

Das Wallis auf Schusters Rappen entdecken

Datei:Teilnehmer.jpg Wanderweg.jpg Referent.jpg

Nach der letztjährigen Jubiläums-Walliser-Degustation hatte sich Magister Vini Hans Lanz unterstützt durch den Heimweh-Walliser Willy Loretan, bereit erklärt eine Walliser-Reise zu organisieren. Es sollte nicht eine "normale Walliser-Reise" mit Degustationen und so weiter werden, sondern eine "etwas andere Walliser-Reise"! Aus dieser Idee entwickelte sich diese Weinreise mit Wanderungen durch die Walliser-Kultur und die Walliser-Reben. Gespannt, was uns am Samstag und Sonntag erwarten werde, trafen sich fünfunddreissig Weinfreunde zu früher Stunde beim Bahnhof Zofingen, um "die Abfälle auf dem Bahnhofplatz zu räumen", nein um eine etwas andere Reise ins Wallis zu unternehmen.

Pünktlich fuhren wir mit dem Zug nach Visp, wo das Postauto uns nach Ausserberg brachte. Kaffee und Gipfeli stärkten uns für die folgende grössere Herausforderung, dem Kultur- und Rebweg nach Raron. Ruedi Salzgeber, seines Zeichens Präsident der Stiftung der Kulturweg, führte bei herrlichem Sonnenschein die illustre Schar Wandervögel in Richtung St. German, vorbei an zum Teil erneuerten Trockensteinmauern, an einer reichen Flora, alten und renovierten Ställen und natürlich den wunderschönen Rebgärten. Mit humorvollen Anekdoten aus Kultur und Heimat lockerte Ruedi Salzgeber die "mühsame" einfache Wanderung auf. Bereits machten sich einige trockene Kehlen bemerkbar! Entlöhnt wurden wir beim Rebsortengarten mit der reichen Vielfalt von alten Reben wie Gwäss, Resi, Plantscher, Lafnetscha, Himbertatscha und weiteren im Wallis gängigen Sorten. Ein Erlebnis besonderer Art zu dieser Jahreszeit war, dass wir all die beinahe ernte-reifen Trauben verkosten durften, ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben. Einmalig die Aromenvielfalt direkt im Gaumen zu erleben, ohne vorher die Nase zu gebrauchen! Unterwegs trafen wir noch auf eine ganz neue Traubensorte, eine "Hopfenrebe"! Was soll denn das? Inmitten der Rebstöcke wachsen wilde Hopfen und klammern sich an den Rebstöcken…

Bereits nach kurzer Wanderzeit trafen wir in der Germanus-Kellerei bei Familie Schmid ein. Empfangen wurden wir mit einem schönen fruchtigen Fendant. Die nachfolgenden Weine zeigten die reiche Vielfalt der traditionellen Walliserweine auf. Nach kurzem Weg durften wir uns im Restaurant Lauber, mitten in St. German in der Gartenwirtschaft, mit einem herrlichen dreigängigen Mittagessen verwöhnen lassen. Nach der wohlverdienten Mittagspause und wieder bei Kräften, ging es entlang der schönen Rebberge los Richtung Raron. (Müde Weinfreunde wurden nach dem Mittagessen direkt vor die Felsenkirche chauffiert.) Unterwegs begegneten wir einem Schafhirten mit eingeschüchterten Schafen, welche nicht an der Wandergruppe vorbei gehen wollten und die Flucht durch Weiden mit Herbstzeitlosen ergriffen. Bei einem weiteren Zwischenhalt wurden wir in die Geschichte der Burgkirche eingeweiht und nach kurzem steilem Abstieg trafen wir bei der Fel-senkirche in Raron ein. Geheiratet wird im Wallis auch noch, nicht nur geschieden. Daher durften wir die Besichtigung dieser kunstvollen, vollständig im Felseninneren erstellten Kirche nur beschränkt vornehmen. Bereits erwartete uns das Postauto, um uns nach Visp zu einer weiteren Degustation zu fahren. In der Kellerei Chanton durften wir dann die im Rebberg bereits "geschnausten" autochthonen Trauben als Weine verkosten. Aussergewöhnliche Weine, die zum grossen Teil für uns unbekannt sind, werden in sehr kleinen Mengen angebaut und gekeltert. Diese sind wegen ihrer Seltenheit auch schnell ausverkauft. Doch hatten wir die Gelegenheit, diese einzigartigen Wein zu probieren!

Mit dem Postauto, begleitet mit mehreren kräftigen Stössen "Tatü Tato ..", kurvten wir auf zum Teil sehr schmalen Strassen nach Unterbäch. Einzelne Kreuzungsmanöver mit talwärts fahrenden Au-tos sind für uns Unterländer Mutproben besonderer Art, für den Postautochauffeur jedoch tägliches Brot. In Unterbäch im Hotel Alpenhof erwartete uns die Familie Dirren zur Übernachtung und einem Wine & Dine. Nichts wie los in die Zimmer, um uns dort vom Wanderstaub zu trennen und in alter Frische wieder zeitig beim Apéro zu erscheinen! Welchem Stress haben wir uns Wein- und Wanderfreunde da ausgesetzt? Bei einem vorzüglichen fünfgängigen Wine & Dine und herrlichen Walliserweinen kamen die Geister wieder zur Vernunft und der Gedanke von Stress war wie weggeblasen. Die müden Glieder verlangten aber dennoch bald nach Nachtruhe, denn morgen Sonntag sollte es wieder weiter gehen, auf unserer "etwas anderen Walliser-Reise".

HansEdi.jpg Mittagessen.jpg FelsenkircheRaron.jpg


Gestärkt mit einem kräftigen und reichhaltigen Frühstück nahmen wir Abschied vom sonnigen Unterbäch und fuhren mit dem Postauto in Richtung Salgesch. Zu Beginn am Sonntagmorgen war eine ruhige Phase geplant. Wir besuchten das Zumofenhaus, ein mit viel Liebe erstelltes Museum, welches uns unter kundiger Leitung von zwei ausgewiesenen Fachpersonen, vorgestellt wurde. Von Ausstellungsstücken der Landwirtschaft, des Rebbaus, von Bildern der Biodiversität in den Rebbergen bis hin zur Vinifizierung fehlte es an nichts in diesem schön eingerichteten Haus. Ab und zu hallte ein "Aua" durch die sehr niederen Räume, weil wieder ein Weinfreund den Kopf an einem Balken oder Türrahmen angeschlagen hatte. Ende der ruhigen Phase!

Auf gings zum Reblehrpfad von Salgesch nach Siders. Auf dem Weg durch Salgesch trafen wir auf einige "Leichen" inmitten der Rebberge. Was war denn da los? Mussten wir noch einen Kriminalfall lösen? Nein, nein! Am Samstag fand auf dem Reblehrpfad von Siders bis Salgesch das Rebbaufest statt und in Salgesch war Tag der offenen Kellertüren. Dieser Anlass hat Tradition und wird mit verkleideten Puppen geschmückt. Dabei befand sich auch "erschossener Soldat" im Rebberg. Ein weit schönerer Anblick boten die verschiedenen adrett gekleideten "Damen" entlang des Weges.

Jetzt gings aber los, die angekündigte Schufterei! Ein steiler Anstieg oberhalb Salgesch zerrte vereinzelt an den Kräften. Doch der herrliche Ausblick entschädigte alle mit dem imposanten Blick auf die Rebberge von Salgesch, dem legendären Pfynwald und den schönen Walliseralpen. Ein herrliches Panorama, welches zum Verweilen und Schwelgen verleitete. Aber es hiess weitergehen, der deutsch-französisch Sprachgrenze oder der Raspille entlang Richtung Siders. Auf einer kleinen Anhöhe in den Rebbergen, erreichten wird den schattigen Picknickplatz. Dort erwartete uns die Familie Erhard Mathier mit einem "Wine & Dine in den Rebbergen": Walliserfleisch und Wurst, Walliserkäse, Walliserbrot und gutem Walliserwein. Ein gelungenes und vorzügliches Mahl! Zum Dessert konnten die Weinfreunde im Rebsortengarten die verschiedenen reifen Traubenbeeren verkosten. Wer sich noch weiterbilden wollte, fand auf einer Tafel detaillierte Informationen zum Boden in diesem Gebiet und den drei Unterlagsreben, welche im Wallis Verwendung finden. Die Zeit rückte vor und die "Fachsimpeleien" mit Familie Mathier mussten leider beendet werden. Gestärkt verliessen wir den schönen Platz Richtung Siders. Nach einem kurzen Fussmarsch erreichten wir mit dem Postauto die Kellerei der Familie Erhard Mathier in Siders. Nur ganz wenige Kellereien sind bereit am Sonntag ihre Türen zu öffnen und mit der Familie Mathier haben die Organisatoren einen wirklichen Glückstreffer gemacht. Dieser innovative und trotzdem traditionelle Weinbaubetrieb, geführt mit klaren Zielen und viel Herzblut, bringt wunderschöne sortentypische Weine hervor. Alle waren sich einig! Der Höhepunkt am Schluss einer einmalig gut organisierten Walliser-Reise, setzte diesen zwei wunderschönen Tagen die Krone auf.

Talblick.jpg Picknick.jpg Degustation.jpg

Und schon hiess es wieder weitergehen! Stress lass nach - nur noch ein paar Stunden, dann sitzen wir wieder im Zug Richtung Zofingen. Mit dem Postauto der Rhone entlang fuhren wir zurück nach Visp. Unterwegs nutzte der Stubenmeister die Gelegenheit dem Organisator Hans Lanz zu danken. Eine perfekte Reiseorganisation mit Höhepunkten, welche sich nahtlos aneinander reihten. Die mitgereisten Weinfreunde waren sich einig, die Magisterarbeit gilt als bestanden. BRAVO Hans! Mit Applaus wurde auch Rosmarie Lanz für ihre Unterstützung und Mithilfe auf dieser unvergesslichen Walliser-Reise gedankt. In den Dank eingeschlossen wurden Annemarie und Willy Loretan, welche leider nicht dabei sein konnten, aber an der Mitgestaltung der Reise persönlich beteiligt waren.

Müde aber sehr zufrieden stiegen wir dann alle in Visp in den Zug Richtung Zofingen. Bei angeregten Diskussionen oder sinnlichem In-sich-Gehen dachten vermutlich alle an die im Fluge vergangenen wunderschönen zwei Tage im Wallis.

Persönliche Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Werkzeuge