Neue Weinphilosophie?

Aus Weinbruderschaft

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Liebe Weinfreunde

Seit ein paar Jahren sorgen die Weine der Mitglieder des Vereins «JUNGE SCHWEIZ - NEUE WINZER» für Aufsehen. Ein guter und triftiger Grund die jungen „wilden Schweizer Winzer“ zu Wort kommen zu lassen, ihre Weine zu verkosten und ihre Philosophie zu verstehen. Unter dem Titel «Neue Weinphilosophie?» stellen vier neue Winzer aus den Kantonen Aargau, Thurgau und Zürich einige ihrer Weine bei den Weinfreunden St. Martin Zofingen vor. Wenn Sie in die Geheimnisse der «JUNGE SCHWEIZ - NEUE WINZER» eingeweiht werden wollen, dürfen Sie diesen Anlass nicht versäumen! Ihre Anmeldung erwarten wir bis spätestens Donnerstag, 5. September 2013

Neue Weinphilosophie? An der «expovina primavera 2010» gaben sich einige junge Winzerinnen und Winzer mit ihrem ersten gemeinsamen öffentlichen Auftritt ein fulminantes Debüt. Daraus entstand die Vereinigung junger, aufstrebender und sattelfester Weinmacherinnen und Weinmacher «JUNGE SCHWEIZ - NEUE WINZER» JSNW. Seit drei Jahren treffen sich die jungen und neugierigen Mitglieder im Winter einmal pro Monat, abwechslungsweise auf einem Betrieb. Gemeinsam werden Jungweine degustiert, Wissen ausgetauscht und in lockerer Runde über die Welt des Weins philosophiert. Seit der erfolgreichen Präsentation im 2010 erschienen in der Presse ausschliesslich positive Meldungen und die entsprechenden Reaktionen des Weinmarktes und der Weinkonsumenten blieben nicht aus. Ob diesen vielen positiven Meldungen sind die Weinfreunde aus Zofingen auf die jungen Winzerinnen und Winzer und deren Weine neugierig geworden. Ist das wirklich eine neuen Weinphilosopie? Was steckt hinter der Organisation? Wie unterscheiden sich die bekannten Weine von den neuen Weinen? Wie sind denn ihre neuen Weine? Auf diese Fragen haben sich vier „Junge wilde Schweizer Winzer“ bereit erklärt, öffentlich Red und Antwort zu stehen. Sie stellen nicht nur ihren Verein «JUNGE SCHWEIZ - NEUE WINZER» vor, sondern auch ihre neuen Weine. Jeder Winzer bringt einige seiner Wein-Trouvaillen mit und hat uns sicher einiges zu erzählen über das Warum, das Wie und das Sowieso ..!

Jeannette Trüb-Brunner.jpg Jeannette Trüb-Brunner Martin Wolfer.jpg Martin Wolfer

Stefan Gysel Saxer.jpg Stefan & Gysel Saxer Susi Steiger-Wehrli.jpg Susi Steiger-Wehrli


Weinvorschau: Räuschling, Sauvignon Blanc, Pinot Gris, Riesling-Silvaner Barrique, Pinot Noir Barrique, Pinot-Merlot, Cabernet-Pinot, Merlot-Malbec.

Wollen Sie auf dem Laufenden sein, was in der Schweizer Weinszene läuft und zukünftig noch abgeht, so müssen Sie an diesem Anlass dabei sein? Wir freuen uns auf Ihre Anmeldungen.



Rückblick

Im Hotel «Zofingen» trafen sich die Weinfreunde und Weinfreundinnen am 19. September zu einer andern Art der Weindegustation. Vier junge Winzerinnen und Winzer aus der Nordwestschweiz kommentierten nicht nur ihre Weine, sondern erklärten auch ihre persönliche Weinphilosophie.

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Bericht von Reinhard Bachmann, Küttigen

Stubenmeister Alex Haller wurde an der «expovina primavera» auf eine Gruppe junger Winzerinnen und Winzer aufmerksam, deren Weinstand ständig viele Besucher anlockte. Auch die Fachpresse äusserte sich positiv über die jungen Weinproduzenten, die sich «Junge Schweiz – neue Winzer» nannten. Neugierig geworden wollte der Stubenrat aus erster Hand wissen, was hinter der Organisation und der Weinphilosophie steckt, und wie sich ihre Weine von den bekannten Weinen unterscheiden.


Wie entstand der Verein «Junge Schweiz – Neue Winzer»

Susi Steiger-Wehrli, Vizepräsidentin, stellte kurz den Werdegang und die Ziele des Vereins vor. Junge, neugierige, gut ausgebildete Winzerinnen und Winzer, die auch im Ausland Erfahrungen gesammelt hatten, trafen sich im Winter einmal pro Monat, um Jungweine zu degustieren, Wissen auszutauschen oder in lockerer Runde über die Welt des Weines zu philosophieren. Die Zusammenkünfte fanden abwechslungsweise auf einem andern Betrieb statt. Wer eine abgeschlossene Ausbildung als Winzer, Weintechnologe oder Önologe hat, selber den Wein keltert und vermarktet und nicht älter als 39 Jahre ist, kann Mitglied werden. «Das persönliche Fachgespräch bringt uns viel mehr als Fachbücher», so Susi Steiger-Wehrli, «daher ist der Verein bereits auf 70 Mitglieder angewachsen, und wir führten regionale Gruppen ein». Durch gemeinsame öffentliche Auftritte soll das Ansehen des Schweizer Weins im In- und Ausland erhöht werden.


Vier Winzer stellen sich vor und bringen Wein-Trouvaillen mit

Susi Steiger-Wehrli, Kütigen AG, erkannte auf dem elterlichen Betrieb, wie spannend die Weinregion Aargau ist. Immerhin weist sie neun verschiedene Bodenarten und drei unterschiedliche Klimas auf: «Daher bin ich mit purer Leidenschaft zu unserem Terroir Winzerin. Ich kann zeigen, wie unglaublich vielseitig Wein sein kann, gewonnen aus heimischer Scholle, veredelt mit weltweitem Winzerwissen».

Martin Wolfer, Weinfelden TG: «Ich bin im grünen Kanton Thurgau umgeben von Weinbergen aufgewachsen. Das Wachstum der Reben fasziniert mich genauso, wie das kreative Arbeiten mit dem Wein. Nach der Winzerlehre zog mich meine Neugierde auf innovative Weingüter in die Bündner Herrschaft. Die Trends der internationalen Weinszene lernte ich in einem längeren Aufenthalt in Tasmanien kennen». Martin Wolfer wurde im Rahmen des Mondial du Pinot von einer internationalen Jury mit dem «Prix Champion du Monde des Producteurs du Pinot noir 2013» ausgezeichnet.

Stephan Gysel Saxer, Neftenbach ZH: «Ich führe zusammen mit meiner Frau zwei Weingüter. Das eine liegt im Klettgau, wo Weine mit der Marke „aagne“ entstehen. Das andere Weingut „Nadine Saxer“ ist im Zürcherischen Neftenbach. Unsere Philosophie ist es, unverwechselbare Weine mit ausgeprägter Persönlichkeit zu kreieren. Dabei legen wir Wert darauf, Bewährtes mit neuen Innovationen zu verbinden». Stephan Gysel erhielt im Jahre 2009 den Titel «Schweizer Winzer des Jahres».

Jeanette Trüb-Brunner, Kleinandelfingen ZH: «Aufgewachsen bin ich im Zürcher Weinland auf einem gemischten Landwirtschaftsbetrieb. Seit meiner Jugend fasziniert es mich, was die Vielfalt der Natur uns zu bieten hat. Nach meiner Ausbildung zur Winzerin, ging ich auf meine Wanderjahre durch die Ostschweiz. Dabei sammelte ich viele Eindrücke und Erfahrungen auf den verschiedensten Weinbaubetrieben». Ihre Blauburgunder-Reben am Schiterberg bei Andelfingen sind sehr alt und teilweise noch im Stickelbau. Jeanette Trüb-Brunner gehört zu den Pionieren, die im Zürcher Weinland Merlot anpflanzten.

Die Referenten konnten mit ihren Erklärungen und Kommentaren die Zofinger Weinfreundinnen und Weinfreunde begeistern. Es zeigte sich, dass trotz gegenseitiger Zusammenarbeit, jeder fähig ist, seine eigene Weinphilosophie und Ausserordentliches zu schaffen. Sie möchten erreichen, dass ihre Wein auch Zugang bei einem jungen Publikum findet, das sich bisher noch wenig mit Wein befasst hat.


Die Weine

(*)einer der drei Weine des Champion du Monde des Producteurs de Pinot Noir 2013

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