Genfersee-Reise

Aus Weinbruderschaft

Wechseln zu: Navigation, Suche

Wein-und Kulturreise 2016.PNG Schlössli Genfersee.PNG

Einladung zur Wein- und Kulturreise Genf, La Côte, Lavaux von Donnerstag, 5. Mai 2016 bis Samstag, 7. Mai 2016 mit Edi Meyer und Alex Haller

Die Reisekosten betragen CHF 780 pro Person im Doppelzimmer und im Einzelzimmer CHF 820.

Die Kalkulation basiert auf 45 Personen und ist beschränkt auf die Anzahl der verfügbaren Plätze im Reisecar. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eintreffens berücksichtigt.

In den Reisekosten eingeschlossen sind:

Anmeldung an Alex Haller mit E-Mail ahaller@swissonline.ch bis spät. Mittwoch, 20. April 2016.

Nach der Anmeldung erhalten Sie eine Anmeldebestätigung mit einem Einzahlungsschein. Bitte überweisen Sie den Betrag bis spätestens Freitag, 29. April 2016.

Die Reise- und Annullationsversicherung ist Sache der Teilnehmer.

Bei schlechter Witterung nehmen Sie bitte einen Regenschutz mit für die Stadtführung und die kleinen Spaziergänge durch die Reben.

Für die Schifffahrt nach Yvoire FR nehmen Sie bitte Ihre Identitätskarte oder Pass und das General Abo oder das Halbtax mit.

Schifffahrt Genfersee 2016.PNG


Liebe Weinfreunde

Schon mehrere Male reisten die Zofinger Weinfreunde an den Genfersee. 1977 besuchte eine Schar „St. Martin Weinbrüder“ die Fête des Vignerons in Vevey. Ca. alle 20 Jahre wird dieses weltbekannte Winzerfest in Vevey zelebriert, das nächste wieder im Jahr 2019. Auch 1990 und 2001 erkundeten die „Zofinger Weinbrüder“ das Waadtland und die Weinregion Genf. Die Entwicklungen neuer Technologien im Rebbau und in der Kellertechnik hat auch in dieser Gegend nicht Halt gemacht. Wir wollen uns über die heutige Weinszene von Genf, der La Côte und dem Lavaux neu orientieren und zusammen ein paar schöne Stunden am und auf dem Genfersee verbringen!


Die Weinfreunde St. Martin Zofingen schenken

den Menschen das Wertvollste, was es gibt: Zeit -

wir halten sie drei Tage lang am Genfersee an.


Wenn jemand eine Reise tut so kann er was erzählen, drum nehm ich meinen Stock und Hut und tät das Reisen wählen.

Dieser Text stammt aus dem Wanderlied von Mattias Claudius. Wollen auch Sie nach unserer Kultur- und Weinreise etwas erzählen? Dann melden Sie sich umgehend für diesen erlebnisreichen Ausflug an den Genfersee, in die Rebbaugebiete von Genf, der La Cȏte und dem Lauvaux an!

Wir freuen uns auf Ihre zahlreichen Anmeldungen.

Edi Meyer, Alex Haller und der Stubenrat


Rückblick

Wein- und Kulturreise Genfersee / Waadt vom 05. Mai 2016 bis 07. Mai 2016


Donnerstag, 05. Mai 2016

Wenn die Weinfreunde reisen ist Petrus ganz klar ein grosser Weinliebhaber. Auf den Tag genau hat sich ein kräftiges Wetterhoch eingestellt und beschert uns drei wunderschöne, sonnige und warme Tage. Die Reise führt die Weinliebhaber in einem Comfort-Bus von Eurobus in südwestlicher Richtung auf der A1 in Richtung Lausanne. In Bavois halten wir das erste Mal für einen Kaffee und ein Croissant an. Einen weitläufigen, wunderschönen Ausblick auf bereits goldgelbe Felder versüssen dabei die gut gelaunten Gesichter. Alle sind gespannt was die drei Tage wohl so an Überraschungen vorbringen. Der erste Kellerbesuch ist auch schon in greifbarer Nähe, deshalb wollen wir nicht zu lange pausieren und nehmen die Reise in unserem tollen Eurobus wieder auf.

Rast3.jpg Rast1.jpg Rast2.jpg Rast4.jpg

Eine Degustation mit Kellerbesichtigung in der Cave de Genève in Satigny ist der erste sinnesbetörende Halt auf unserer Reise. Seit der Neustrukturierung ab den 90er -Jahren und dem Bezug eines neuen, modern konzipierten Kellers in Satigny ist die Cave de Genève die wichtigste Stütze im Genfer Weinbau. Mit viel Dynamik und einer klaren Sortiments-Strategie treiben Martin Wiederkehr und sein Team diese Erfolgsgeschichte weiter voran. Gleichzeitig verkörpert die Cave de Genève auch "die Seele" des Genfer Weinbaus, denn hinter der Produktion steht die Arbeit von rund 100 Winzerfamilien, die zusammen rund 30 Prozent der kantonalen Rebflächen bewirtschaften. Entscheidend für den Aufschwung der letzten Jahre war die Erweiterung und Umstrukturierung des Sortenbestandes. Heute werden aus über 25 Sorten rund 20 verschiedene Weine gekeltert.

Degustation (Linie Trésor):

CaveGeneve1.jpg CaveGeneve3.jpg CaveGeneve4.jpg CaveGeneve2.jpg

Von den sehr bekömmlichen Weinen wird unser Appetit immer mehr angeregt und so verlassen wir zwei Stunden später diese Produktionsstätte um bei einem Lunch unsere Mägen zu verwöhnen. Aber was ist ein Essen ohne Wein. Im Weiler Bourdigny bei Satigny erwartet uns bei hervorragenden Köstlichkeiten eine weitere DVignolles1.jpgegustation. Die Weine aus der Cave de Genève werden ebenso präsentiert so wie die feinen Spezialitäten von den Gutsbesitzern der Familie Bernard Vulliez.

Degustation (Linie Personnalités):

Vignolles1.jpg Vignolles2.jpg Vignolles3.jpg Vignolles4.jpg

Genf ist ein landwirtschaftlicher Kanton. Tatsächlich nimmt die landwirtschaftliche Nutzfläche von 11'500 Hektar rund 42% des Kantonsgebiets ein, während der Schweizer Durchschnitt bei 37% liegt. Wenn man durch die Genfer Landschaft flaniert, sollte man unbedingt die vielfältigen regionalen Produkte kennenlernen. Ob Rebberge, Getreidefelder, Obst- und Gemüseplantagen, Rinder-, Schafs- oder Ziegenzucht, Blumenanbau – der Genfer Boden ist äusserst fruchtbar.

Der nächste Termin naht. Wir verlassen diesen wunderschönen Weiler und begeben uns zum Ausgangspunkt der Stadtführung nach Genf. Die Stadt Genf wird durch die Rhône geteilt in das linke Ufer (Rive Gauche) südlich des Flusses und das rechte Ufer (Rive Droite) nördlich des Flusses. Entstanden ist die Stadt am linken Ufer, da wo heute die Altstadt (Vieille Ville) steht. Dort präsentiert sich auch die monumentale Pracht der Stadt, mit ihren schön alten Gebäuden und den kleinen Strassen, durch die man so schön schlendern kann. Links der Rhône befindet sich auch das Studentenviertel Plainpalais und der etwas schickere Stadtteil Les Eaux Vives, der weiter in östlicher Richtung in Cologny übergeht, wo man sich die teuersten Wohnmöglichkeiten der Stadt ansehen kann und von wo aus man einen tollen Blick auf den Genfer See (Lac Léman) hat.

StadtGenf2.jpg StadtGenf1.jpg StadtGenf3.jpg StadtGenf4.jpg

Wir teilen uns in zwei Gruppen auf und lassen unMonumenteGenf1.jpgs durch zwei nette "Stadtführerinnen" durch die Altstadt begleiten und hören uns dabei die Geschichte der Altstadt an.

Die Stadt liegt über dem See und war dadurch immer sehr gut zu verteidigen, wodurch sie niemals erobert oder zerstört wurde. Sie ist allerdings auch nicht sehr groß, was dadurch kommt, dass auf der Erhöhung nicht wirklich vieStadtGenf1.jpgl Platz für eine Erweiterung war. Das alte Stadtzentrum ist dafür sehr gesellig und lebendig, wodurch das Sprichwort: klein, aber fein hier perfekt passt. Es gibt hier unzählige kleine Strassen und Plätze. Viele Sehenswürdigkeiten wie die Cathédrale Sain-Pierre im Herzen der Altstadt oder der Place de Bourg-de-Four der Mittelpunkt der Altstadt von Genf, ist ein Beispiel an Lebendigkeit gepaart mit einer guten Portion Gemütlichkeit. Der Platz, in dessen Mitte ein Brunnen steht, aus dem man sogar trinken kann, ist bekannt für seine immer gut besetzen Cafés und deren Terrassen. Aber auch die Mur de la Reformation, auf Deutsch "die Mauer der Reformation", ist ein gigantisches Denkmal und eine Hommage an die Gründer des Protestantismus und befindet sich im "Parc des Bastions" in Genf. Der Bau dieses Denkmals begann im Jahre 1909, 400 Jahre nach der Geburt Johannes Calvins.

MonumenteGenf1.jpg MonumenteGenf2.jpg MonumenteGenf3.jpg MonumenteGenf4.jpg

Unermüdlich durch die Gassen der Altstadt führt unser Weg schliesslich wieder zurück zum Bus, zum Ausgangspunkt unserer sehr eindrücklichen und sehr interessanten Altstadtführung. An dieser Stelle gilt ein grosses Dankeschön an unsere Stadtführerinnen, die uns wahrlich durch die Vielfalt der Eindrücke erschlagen haben.


Nun heisst es für uns nicht Transfer zum Flughafen, sondern Transfer zum Best Western Hotel. In Anbetracht der fortgeschrittenen Zeit bleibt nicht viel Zeit für die Musse. Im Hotel angekommen, wo wir auch für die restlichen Nächte unser zu Hause finden werden, ist Zimmerbezug angesagt. Frisch machen eine kurze Zeit Entspannen und weiter geht's pünktlich um 19 Uhr mit einem Wine & Dine. Neben einem 4-Gang-Menue werden auch passende Weine aus der Cave de Genève, kommentiert durch Nathalie Favre, als Begleiter verköstigt.

Degustation (Linie Clémence):

FavreW&D1.jpg FavreW&D2.jpg FavreW&D3.jpg FavreW&D4.jpg


Freitag, 06. Mai 2016

Nach und nach erscheinen die Weinfreunde am reichhaltig gedeckten Frühstückstisch. Es wird rege von den ersten Eindrücken erzählt. Man tauscht sich aus und die Spannung steigt, denn es geht an die nächste Degustation. Die Abfahrt nach Bougy-Villars ins grossartige Féchy Gebiet ist angesagt!

Panoramabild1.jpg

Bougy ist ein kleines Waadtländer Winzerdorf, zwischen Féchy und Mont s. Rolle gelegen. Die Reise führt uns zum Domaine de Fischer. Die Besitzer Familie ist Ris-De Fischer. Dieses prächtige Weingut von 7.5 Hektaren liegt auf einem südlich orientierten Hang mit Blick auf den See, unterhalb des Dorfes Bougy-Villars. Der älteste Teil des Hauses dürfte aus dem 16. Jahrhundert stammen. Die Liste der Besitzer ist lang. Im Gutsarchiv sind Zeugnisse der 400 jährigen Geschichte des berühmten Rebbergs aufbewahrt. Das Haus gelangte nach mehreren Umbauten und Vergrösserungen im Jahre 1872 durch Erbgang an die Familie von Fischer.

LaCôteLandschaft1.jpg LaCôteLandschaft2.jpg LaCôteLandschaft3.jpg LaCôteLandschaft4.jpg

Die Weinbauflächen sind ausschliesslich mit der weissen Chasselas Traube(Gutedel) bepflanzt, dieser winterharten und spätreifenden gegen Fäulnis relativ widerstandsfähigen Hauptrebsorte der Romandie. In der eigenen, modernen Niederdruckpresse wird das sehr sorgfältige und nur von Hand gelesene Traubengut schonend zu Weinmost verarbeitet. Anschliessend erfolgt die Vinifizierung in den eigenen Kellern mit seinen dreizehn, zum Teil sehr alten, gut erhaltenen und sorgfältig gepflegten Eichenfässern, die eine Gesamtkapazität von rund 100'000 Litern aufweisen. Der Wein wird zum grössten Teil durch die Firma Hammel SA in Rolle in den Handel gebracht.

Degustierte Weine:

DomaineFischer1.jpg DomaineFischer2.jpg DomaineFischer3.jpg DomaineFischer4.jpg

Wir können uns kaum trennen von dieser zauberhaften Sonnenterasse, doch der Bus steht für uns schon wieder bereit. Es geht nach Vinzel zum Restaurant "Au Coeur de la Côte". Der Weinstrasse entlang kommt man ohne Umschweife am berühmten Restaurant vorbei. Berühmt ist das Speiserestaurant durch seine Malakoffs. Nein, das ist kein russischer General. Aber es gibt eine wahre Geschichte dazu: Es waren einmal Soldaten aus der Romandie, im Krimkrieg in der Truppe des Marschall Pélissier kämpften und bei der Belagerung und Eroberung des Forts Malakoff teilnahmen. Nachdem die Soldaten wieder in ihre Heimat zurückgekehrt waren, trafen sie sich regelmässig, schwelgten in der Erinnerung an die ruhmreiche Eroberung des Forts Malakoff assen Crôute de Vinzel – et voilà, die Malakoffs waren geboren.

Malakof1.jpg Malakof4.jpg Malakof3.jpg Malakof2.jpg

Das Personal des Restaurants beglückte uns mit einem Wine & Dine und das schon zur Mittagszeit. Die Weine wurden uns aus der Domaine de Fischer durch die Önologin Patrizia Mordasini, eine Koryphäe auf ihrem Gebiet, präsentiert. Sie verstand es vor jedem Gang, die perfekte Beschreibung zum jeweiligen Wein wiederzugeben. Passend zum Essen zur Ambiance umrandet von einem herrlichen sonnenintensiven Tag. Wir fühlten uns so richtig wohl.

Degustierte Weine:

Yvoire1.jpg Yvoire2.jpg Yvoire3.jpg Yvoire4.jpg

Bei den vielen Weinen und dem guten Essen täte ein Spaziergang doch recht gut. Und so war es auch. Pünktlich um 15 Uhr brachte uns der Eurobus nach Nyon zur Schiffsstation. Mit dem Schiff fuhren wir ins benachbarte Frankreich nach Yvoire. Es geht das Gerücht rum, dass es das schönste Dorf von ganz Frankreich ist. Yvoire ist eine französische Gemeinde mit 901 Einwohnern. Sie liegt am Südufer des Genfersees, zwischen Genf und Thonon-les-Bains/Évian, sehr malerisch an der Nordspitze der Landzunge, die in den Genfersee ragt. Die strategische Lage Yvoirs als Wachposten zwischen dem großen und kleinen See nutzte Graf Amédéé V. der Große ab 1306 zum Bau von mächtigen Befestigungsanlagen. Ein halbes Jahrhundert lang spielte die Stadt eine wichtige militärische Rolle, was ihren Bewohnern im Jahr 1324 sogar die Befreiung von Gebührenzahlungen einbrachte. Später, als die ganze Region von Bern besetzt war, verlor die Stadt zwischen 1536 und 1591 ihren militärischen Status und der Stadtmauer-Ring wurde abgebaut. Auch das Schloss wurde niedergebrannt und blieb 350 Jahre lang ohne Dach. Während einer langen Zeitdauer blieb das Dorf bedeutungslos und aus der militärisch wichtigen Anlage wurde ein einfaches Bauern- und Fischerdorf. Durch den aufkommenden Tourismus setzte erst 1950 eine neue Entwicklung ein. 1959 erhielt das Dorf erstmals den nationalen Blumenpreis. Ein langer Aufenthalt war das leider nicht. Immerhin ein Grund wieder einmal einen Ausflug nach Yvoire zu planen. Mit so vielen Eindrücken, die wir den ganzen Tag sammeln konnten, liessen wir unsere Seelen bei der Schiffsrückfahrt in unseren Gedanken hin-und her baumeln und genossen einfach das Leben.

Panoramabild2.jpg

Am Abend traf sich die Gesellschaft zu einem Apéro im Garten des Hotels. In Ferienstimmung von der Sonne in ein leichtes braun verwandelt freuten sich alle Teilnehmer auf ein 3-Gang Menü mit ausgewählten Weinen. Der Ausklang des Abends war individuell geplant. Doch die meisten waren froh sich der Bettruhe hinzugeben und die beiden letzten Tage nochmals Revue im Traum passieren zu lassen.


Samstag, 07. Mai 2016

Der letzte Tag dieser wunderschönen Reise ist angebrochen. Wir geniessen ein zweites Mal das reichhaltige Frühstücksangebot und müssen bereits auschecken und das Gepäck im Bus verladen. Das Wetter bemüht sich ein letztes Mal seine sonnige Seite zu zeigen, obwohl am Horizont bereits Schleierwolken gesichtet wurden. Pünktlich um neun wird der Kompass nach Chexbres zur Domaine Bovy ausgerichtet. Eine weitere Weinprobe ist angesagt. Bovy ist in der Region Lavaux angesiedelt. Die Bovy stammen aus Chexbres und gehören zu den alteingesessenen Waadtländer Familien. Der Keller stammt aus dem 16. Jahrhundert, die ältesten Rebberge wurden 1779 erworben. Seit 1925 entwickelte Henri Bovy seine Rebkulturen. 1937 begann Maurice Bovy mit der Kommerzialisierung seiner Weine in Flaschen. Sein Sohn Bernard löste ihn 1960 in der Leitung des Gutes ab. Mittlerweile wird der Betrieb seit 1997 von Bernards beiden Söhnen Bertrand und Eric geführt, also von der vierten Generation.

LavauxLandschaft1.jpg LavauxLandschaft2.jpg LavauxLandschaft3.jpg LavauxLandschaft4.jpg

Gastfreundschaft wird auf dem schönen Familienbesitz grossgeschrieben, der allen Freunden der Rebe und des Weins offensteht. Der Keller, ausgestattet mit grossen Eichenholzfudern (Fässer mit 2500 bis 5000 Liter Inhalt), von denen einige mehr als hundert Jahre zählen und mit Malereien und Skulpturen von Maurice Bovy verziert sind, symbolisiert die beste Waadtländer Tradition.

TerasseBovy1.jpg TerasseBovy2.jpg TerasseBovy3.jpg TerasseBovy4.jpg

Sitzt man auf der Veranda geniesst man eine spektakuläre Sicht auf den Lac Léman und die Alpen.

Die Rebberge der Domaine liegen alle in der Region Lavaux, die berühmt ist für die Schönheit ihrer Landschaft, ihre terrassierten Weinberge und das Renommee ihrer Crus. Im Lavaux verbindet sich der Weinbau mit den Extremen: abrupte Steilhänge, Reben, die fast im Himmel zu schweben scheinen. Die insgesamt 11 Hektaren der Domaine verteilen sich auf verschiedene Parzellen, die in den Appellationen Saint-Saphorin, Epesses, Chardonne und Dézaley liegen.

Von den fünf Waadtländer Weinbauregionen ist das Lavaux (das seit 2007 zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört) die spektakulärste. Seine in Terrassen angelegten Rebberge profitieren von den «drei Sonnen», nämlich der wirklichen, der im See reflektierten und der in den Steinmäuerchen gespeicherten. Hier werden einige der besten Weine der Schweiz erzeugt. Das Weinbaugebiet, das auf einer Höhe von 400 bis 600 Metern liegt, profitiert vom thermischen Ausgleichseffekt des Sees. Die Reben wachsen auf einem kalkhaltigen Mutterfelsen mit sehr vorteilhaften Bodenstrukturen, wasserdurchlässig und gut belüftet. Die Wurzeln können das Erdreich leicht durchdringen, das der Erosion recht gut widersteht. Arbeiten wie die Terrassierung oder das Erstellen und Unterhalten von Trockenmauern nehmen trotzdem einen grossen Platz ein und erklären unter anderem die hohen Produktionskosten der Weinbaubetriebe des Lavaux. Die starke Abschüssigkeit des Hangs hat eine natürliche Drainage zur Folge und verhindert, dass sich das Wasser im Boden staut oder gar die Reben überschwemmt. Die Sonne spielt eine überragende Rolle punkto Qualität und Persönlichkeit der Lavaux-Weine, vor allem für diejenigen, die aus Chasselas gekeltert werden, einer Rebsorte, die ganz besonders sensibel auf geologische, topografische und morphologische Gegebenheiten ihrer Umgebung reagiert.

BovyChexbres1.jpg BovyChexbres2.jpg BovyChexbres3.jpg BovyChexbres4.jpg

Degustierte Weine:

Während der Degustation wurden wir immer wieder mit Essensspezialitäten verwöhnt.

Die Zeit schritt allmählich voran. Geplant war eigentlich noch ein kleiner Verdauungsmarsch im Rebberg. Aber mit dieser enormen Fülle von Eindrücken, vieler guter Weine und hervorragendem Essen hatten wir uns entschlossen die Heimreise anzutreten.

Drei wunderschöne Tage haben wir an den Küsten des Genfersees verbracht. Ein grosses Dankeschön an die Organisatoren Edi Meyer und Alex Haller für die grosse Arbeit im Sinne der Weinfreunde. Wir alle haben uns mit Tradition und Kultur ein grosses Stück weitergebracht.

Persönliche Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Werkzeuge