Franken-Weine

Aus Weinbruderschaft

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Das Thema "Weine aus dem Frankenland" bildet die einmalige Gelegenheit ein Weinbaugebiet in Deutschland näher kennen zu lernen. Dabei dürfte es sich für viele Weininteressierte um ein Gebiet handeln, welches zahlreiche unbekannte und neu zu entdeckende Trouvaillen zu bieten hat.

Inhaltsverzeichnis

Franken - das Land der Kultur und der Weine

Charakteristisches Markenzeichen der Frankenweine ist der Bocksbeutel (bauchig-rund abgeplattete Flaschenform). Es gilt jedoch die Einschränkung, dass in die Bocksbeutelflasche nur Qualitäts- und Prädikatsweine (Kabinett, Spätlese, Auslese, Beeren- und Trockenbeerenauslese, Eiswein) aus Franken, dem badischen Tauber- und Schüpfergrund und einigen Gemeinden der mittelbadischen Ortenau abgefüllt werden darf, nicht jedoch Tafelwein.

Die Traubensorten in Franken: Müller-Thurgau (R x S) mit rund 45 % und Silvaner mit rund 35 % sind die Hauptsorten. Die Palette wird bereichert mit Kerner, Riesling, Scheurebe, Bacchus, Frühburgunder, Spätburgunder, Weissburgunder, Perle, Ortega, Domina, Rieslaner, Ruländer, Portugieser, Morio Muskat, Traminer, Regent u.a. Aus rund 4'000 ha Gesamtrebfläche wird jährlich durchschnittlich eine Menge von 25 Mio. Litern Weinmost erzeugt. Dabei weist Frankenwein deutliche Unterschiede auf, nicht zuletzt bedingt durch unterschiedliche Bodenbeschaffenheiten (Muschelkalk, Buntsandstein, Urgestein, Glimmerschiefer und Gipskeuper).

Obwohl Franken vorwiegend ein Weissweingebiet ist, bemühte sich der Degustationsleister mit Erfolg um die raren Rotweine. Die Rotweinrebe Frankens schlechthin ist die Burgundertraube, die man in den selteneren Frühburgunder und den etwas häufiger anzutreffenden Spätburgunder unterscheidet . Beide gedeihen am besten auf dem roten Sandstein im Mainviereck, wo der Main das Waldgebirge des Spessarts umfliesst. Eine gewisse fränkische Rotweintradition besitzt neben den Spätburgundern die Portugiesertraube, aus der ein leichter Rotwein gekeltert wird. Rotwein erfreut sich in den letzten Jahren immer grösserer Beliebtheit und aus diesem Grunde begann allenthalben ausserhalb des Buntsandsteingebietes ein fleissiges Experimentieren, vor allem mit Domina und Schwarzriesling.


René Wälchli, Tafelmeister und Magister der Weinbruderschaft St. Martin zu Zofingen hat zudem eine einmalige Weinreise ins Frankenland für die Zofinger Weinfreunde vorbereitet. Dabei konnte er wertvolle Kontakte knüpfen und Weine im Anbaugebiet selber aussuchen. Diese Trouvaillen wird er uns präsentieren und natürlich auch auf die bevorstehende Reise gluschtig machen.

Rückblick

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Rebbau und Weinproduktion

Das Weinbaugebiet Franken spielt unter den deutschen Weinbaugebieten geographisch wie auch mit seinen Traditionen eine Aussenseiterrolle. Es füllt seinen Wein nicht in schlanke, sich verjüngende Flaschen ab und gewinnt ihn statt aus dem Riesling aus der Silvaner-Traube. Und auch in Geschmack und Stärke entfernt er sich von der feinen Süsse der meisten anderen deutschen Weine und ähnelt mehr manchen französischen Weinen, was ihn zu einem der besten Tischweine macht. (Hugh Johnson).


Mit Sachwissen, Liebe zum Detail und Sorgfalt

hat der Tafelmeister der Weinbruderschaft St. Martin zu Zofingen, René Wälchli, Trouvaillen vor Ort gesucht, gefunden und gekonnt an der Degustation vorgestellt. Ein kleiner aber sehr interessanter Vorgeschmack auf die geplante Reise ins Rebbaugebiet unseres nördlichen Nachbarlandes (Reise Frankenland)]


Vom Tisch- zum Dessertwein

Den Reigen eröffneten drei Weissweine:

Interessant die drei Rebsorten aus dem gleichen Anbaugebiet nebeneinander zu verkosten und die Unterschiede selber herauszufinden.


Weiter präsentierte er uns sechs Rotweine, die im vorwiegend mit Weisswein bebauten Rebgebiet zu den grossen Überraschungen zählten:

Diese Roten überzeugten durch intensive Rottöne, feine fruchtige Nase, Würzigkeit, dunkle Beeren, Weichheit, Eleganz und Rasse.


Den Abschluss bildeten:


Die Degustation war äusserst lehrreich, das Gebiet für viele Anwesende Neuland. Mit einem lang anhaltenden Applaus wurde die hervorragende Arbeit von René Wälchli gewürdigt.

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