Fisch und Wein

Aus Weinbruderschaft

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Inhaltsverzeichnis

Einladung zu einer kulinarischen Degustation mit „Fisch und Wein“

Einerseits um den Terminkalender nicht übermässig zu strapazieren und andererseits auch den Geldbeutel ein wenig zu schonen, hat der Stubenrat schon bei der Planung des Jahresprogramms beschlossen, heuer ausnahmsweise auf das traditionelle Sommerfest zu verzichten, zu Gunsten einer etwas aufwändigeren kulinarischen Degustation mit Fisch und Wein, in einem guten Fischrestaurant an einem unserer schönen Seen. Wir haben gesucht und sind fündig geworden. Im renommierten Seehotel Hallwil in Beinwil am Hallwilersee wird uns Herr Willy Nyffenegger und seine Crew ein exzellentes 5-Gang Fischmenu servieren, welches unseren Anforderungen und Erwartungen voll entsprechen wird. (nbb. Das Seehotel Hallwil wurde erst kürzlich in die „Tafelgesellschaft zum Goldenen Fisch“ aufgenommen. Das Prädikat „Fischküche mit Auszeichnung“ wird nur an Gastronomiebetriebe verliehen, bei denen der frische Fisch besonders gepflegt wird und einen Schwerpunkt im Angebot bildet.)

„Un poisson sans boisson, c’est poison – ein Fisch ohne Getränk ist Gift“ sagt der Volksmund. Deshalb, und weil wir ja eine Gesellschaft von Weinfreunden sind, wollen wir zum Fisch auch trinken und ihn sozusagen nochmals schwimmen lassen. Dazu hat Herr Stefan Graf, Oenologe und Geschäftsführer der Weinkellerei Rutishauser in Scherzingen, für uns 12 speziell zu diesem Menu passende Weine ausgesucht, und wird diese entsprechend kommentieren.

In der Einladung zu einem ähnlichen Anlass der Freiämter Weinfreunde habe ich folgendes gelesen: „Gesunde Flüsse und Seen bilden die nötigen Lebensräume für einen reichen Fischbestand. Das vorzügliche Klima der Moränenlandschaften entlang der Flüsse mit den Kalk- und Schieferböden, die eine extreme Wärmespeicherung ermöglichen, sowie die Hanglagen an den meisten Seen, eignet sich speziell auch für den Rebbau. So sind Flüsse, Seen und Reben nicht nur eine landschaftliche Augenweide, sondern auch gegenseitige Ergänzung und Berührungspunkte.“

Wir sehen also, dass Wasser und Reben eine Symbiose bilden können, für die schon die Natur die idealen Voraussetzungen geschaffen hat. Wenn dann die daraus resultierenden Früchte, mit Hilfe der handwerklichen Künste des Kellermeisters und des Kochs zusammengeführt werden um daraus gemeinsam etwas Kreatives zu schaffen, dürfen wir gespannt sein, und uns auf eine kulinarische Köstlichkeit gefasst machen.

Für alle, die den Abend unbeschwert geniessen wollen, ohne dauernd auf die Promille-Uhr zu schauen, bieten wir die Möglichkeit, gemeinsam mit einem Car an den Hallwilersee zu fahren. Lassen Sie sich animieren, kommen Sie mit und geniessen Sie einen unbeschwerten Abend im angenehmen Ambiente des Seehotels Hallwil.

Das Menu

Hechtmousse & Saiblingscréation
Mit einem Gemüsetartare auf Basilikumoel
***
Hausgemachtes gebackenes Balchenravioli
Mit geräuchter Balchenfilet-Füllung
Auf Ratatouille
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Rotzungenstreifen oder Roulade
Auf kleinen Kartoffeln und Artischocken
***
Butterfischmedaillon und Riesenkrevetten
Auf einem Salbei, oder Zitronenthymianrisotto
***
Blauschmierkäse im Glas
mit Süsswein mariniert

Die Weine


Rückblick

Im renommierten Seehotel Hallwil (Beinwil am See), welches Mitglied der „Tafelgesellschaft zum Goldenen Fisch“ ist, hat Willy Nyffenegger und seine Crew am Freitag Abend ein exzellentes Fünf-Gang Fischmenu kreiert, welches unsere kühnsten Erwartungen weit übertreffen konnte. Das Prädikat „Fischküche mit Auszeichnung“ wird übrigens nur Gastronomiebetrieben verliehen, bei denen der frische Fisch besonders gepflegt wird und auch einen Schwerpunkt im Angebot bildet. Gerne mache ich Sie, liebe Leserin, lieber Leser etwas gluschtig. Lassen Sie sich das hervorragende Menu «miterleben». Es eröffnete mit einem superben Hechtmousse und einer Saiblingscréation mit Gemüsetartare auf Basilikumöl. Darauf folgte das kreative und hausgemachte gebackene Balchenravioli auf Ratatouille. Anschliessend wurde eine Roulade von Rotzungefilets auf Artischocken mit kleinen gebratenen Kartoffeln serviert. Der vierte Gang bestand aus Butterfischmedaillons und Riesencrevetten auf einem Salbeirisotto. Den krönenden Abschluss bildete der Blauschmierkäse provokativ im Glas mit Süsswein mariniert...

«Un poisson sans boisson, c’est poison» sagt der Volksmund. Was läge daher Weinfreunden näher, als zum exzellenten Fischmenu auch passende Weine zu finden. Stefan Graf, Oenologe und Geschäftsführer einer bekannten Weinkellerei, suchte hiefür zwölf speziell zum Menu passende Weine aus. Alles junge Weine aus Europa!

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Den Reigen zum ersten Fischgang eröffnete ein leichter süffiger Spanier, Ovación, Rueda DO, Bajoz 2002, gefolgt von einem nach Zitrusfrüchten duftendem Gavi DOCG der Cantine Ascheri Giacomo, 2001 und dem sehr eleganten und würzigen Grünen Veltliner Ried Eichholz, Weingut Setzer aus Niederösterreich, 2002. Zum zweiten Fischgang wurden drei Sauvignon blanc serviert: der erste ein Sancerre AOC, Domaine Daulny, 2002, gefolgt vom Südtiroler Lahn der St. Michaelskellerei Eppan, 2002 und dem Steiermärkler Summus aus dem Weingut Wohlmuth, 2001. Zum dritten Gang der erste und einzige Schweizer! Ein nach roten Grapefruits duftender Petite Arvine du Valais AOC, Joseph Gattlen, 2002, gefolgt vom filigranen Südtiroler Pinot grigio St. Valentin, St. Michaelskellerie Eppan, 2000. Bis hier degustierten wir Weissweine. Nun kam das Experiment: der erste Rotwein, der Spanier Monastrell, Monasterio de Santa Ana, Jumilla DO, 2001. Für die einen Weinfreunde ein Schock, für die andern eine interessante Begegnung!

Zum vierten Fischgang wieder ein weisser Südfranzose, ein St. Chinian, Viognier, Domaine Cazal Viel, 2001, der fünf Monate in der Barrique lagerte und sich sehr gut mit dem Fischgericht vermählte. Gleichzeitig wurden aber auch zwei Rotweine aus Italien serviert: ein Valpolicella Classico DOC, Corte Rugolin, 2002 und ein Rosso di Montepulciano DOC Gracciano Sventoni, 2000.

Die Degustation der verschiedenen Weine zu den servierten Fischkreationen war interessant und abwechslungsreich, jedoch nicht ganz einfach. Mehrheitlich wurde sie genossen, obwohl sich einige Teilnehmer leicht kritisch äusserten und gerne etwas ausführlichere Informationen über die einzelnen Weine, deren Herkunft und die Eigenschaften der diversen Rebsorten und Jahrgänge gewünscht hätten. An den einzelnen Tischen wurde gemütlich genossen, beurteilt und angeregt diskutiert.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass es sich bei Fisch und Wein durchaus gut leben lässt. Er war eine sehr gelungene Veranstaltung, die in dieser oder ähnlicher Art gerne wiederholt werden kann!

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