Degustation Bag-in-Box Weine

Aus Weinbruderschaft

Wechseln zu: Navigation, Suche

EinladungBIB190322.JPG


Rückblick

Mit einem gewagten Thema starten die Zofinger Weinfreunde ins neue Vereinsjahr. Bag in Box oder Wein aus dem Beutel? Für manchen Weinfreunden ist das unvorstellbar. Aber ist es wirklich so schlimm? Das wollen wir heute genauer wissen und gehen der Sache auf den Grund.

Maria Bühler wurde das Thema Wein schon in die Wiege gelegt. Trotzdem versuchte sie es zuerst mit einer Ausbildung als Laborantin. Danach war ihr schnell klar, dass ihre Passion dem Rebensaft galt. Mit einer Ausbildung in der damaligen Weinfachschule Wädenswil, Stages im Waadtland und in Högg schaffte sie sich eine berufliche Basis. Später bereiste sie die europäischen Weinregionen intensiv. Ein ganz spezielles Interesse entwickelte sie dabei für einzelnen Randregionen wie dem Languedoc und dem französischen Jura. Auf ihren Reisen hat sie viele Weinproduzenten persönlich kennengelernt. Einige Zeit arbeitete sie bei Jelmoli im Einkauf. 2005 machte sie sich mit Château Carton selbstständig.

Nie mehr abgestandenen Wein im Glas

Maria Bühler bringt ein Beispiel aus der Gastronomie. Wer kennt das nicht? Man bestellt in einem Lokal einen offenen Wein und muss dann naserümpfend zur Kenntnis nehmen, dass die Flasche wohl schon etwas länger angebrochen war. Mit Bag in Box kann man das verhindern. Im Beutel befindet sich der Wein in einem Vakuum ohne Sauerstoffkontakt. Wenn Wein abgezapft wird schrumpft der Beutel in sich zusammen, das Vakuum bleibt bestehen. Der Wein kann somit nicht oxidieren. Einmal angebrochen bleibt der Wein somit problemlos ohne Kühlung 2-3 Monate haltbar. Da sich der Wein im Beutel nicht mehr entwickeln kann muss er aber auch bereits trinkbereit abgefüllt werden.

Ökobilanz

Aus ökologischer Sicht spricht vieles für den Bag in Box. So ist das Gebinde bedeutend leichter als das herkömmliche Glas und der Kubus lässt sich optimal stapeln ohne Platzverlust beim Lagern oder Transportieren. Das verringert den Co2 Ausstoss und die Kosten für Transport und Zwischenlagerung gewaltig. Und wenn die Verpackung dann mal leer ist kann diese grösstenteils rezykliert werden.

Nur Qualität wird abgefüllt

Château Carton bezieht die Weine von unabhängigen, kleinen Produzenten, zu denen ein persönlicher Kontakt besteht. Oft produzieren diese sogar Bio-Qualität. Alle Winzer füllen auch in herkömmliche Flaschen ab. Im Unterschied zur Flaschenabfüllung wird der Wein für die Beutelabfüllung vom Winzer gehegt und gepflegt bis er trinkreif ist und erst dann in den Beutel abgefüllt. In der Flasche kann sich der Wein noch weiterentwickeln. Im Beutel ist das nicht mehr möglich. Der Reifeprozess wird gestoppt und darum ist der Wein zum baldigen Verbrauch bestimmt, sollte also nicht mehr jahrelang im Keller gelagert werden.

Im Laufe des Abends konnten wir 11 verschiedene Weine aus 3 und 5 Liter-Boxen degustieren. Sie haben alle qualitativ überzeugt und das, zu optimalem Preisleistungsverhältnis. Umgerechnet auf 750ml hat jeder Wein weniger als 10.- Franken gekostet. Wir haben aber auch festgestellt, dass es sich lohnt den Wein etwas stehen zu lassen, da er etwas Luft braucht, entweder im Glas oder in der Karaffe.

Beim Degustieren wurde viel Diskutiert und Vorurteile wurden abgebaut. Einen Spitzenwein kauft man sicher immer noch lieber in der Flasche, aber alle sind sich einig, auch für den Wein aus dem Beutel gibt es passende Gelegenheiten.

Alex Haller bedankt sich bei Maria Bühler für die spannende Degustation und überreicht ihr als Dankeschön Pralinen vom Label «Choco Vin» produziert von unserem Mitglied Karin Schenk.

Zum Auftakt des neuen Vereinsjahres hat Karin Schenk an alle gedacht und jeder Teilnehmer darf eine «Choco Vin» Box mit nach Hause nehmen.


Danke190219b.jpg Stubenrat190219d.jpg


Die Degustierten Weine:

Muscat sec. VdP d’Oc, 2016 Vign. De Puimisson, Languedoc, FR

Xarel-Lo, BIO 2017 , Mas Comtal, Penedes, ES

Viognier, VdP d’Oc, 2017, Vign. De Puimisson, Languedoc, FR

Nero, BIO, 2015, Azienda Riparbella, Toscana, IT

Tempranillo, 2017, Caballero de Castillo, Casilla, ES

Toscana Rosso, BIO Demeter, 2015, Poggio Trevalle, Toscana, IT

Essencial, BIO, 2015, Dom. Des Schistes, Roussillon FR

Macon Rubro, 2015, Pinalta, Douro DO, PT

Clos de la Miro, AOC BIO, 2015, Domaine Baillat, Corbieres FR

Muscat de Rivesaltes, AOP, BIO 2017, Domaine des Schiustes, Roussillon, FR


Rotwein190219b.jpg Weisswein190219.jpg

Persönliche Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Werkzeuge