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Cabernet Sauvignon – Weinbruderschaft

Cabernet Sauvignon

Aus Weinbruderschaft

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Inhaltsverzeichnis

Eine Traube - viele Weine

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Das Klima, der Boden und vor allem auch der Faktor Mensch beeinflussen das Endprodukt: den Wein im Glas.

Die Baslica, eine sehr ertragreiche und widerstandsfähige Pflanze aus dem heutigen Albanien, ist wohl der Ursprung des Ur-Cabernets, der Rebsorte, die in fast allen Bordeaux-Weinen zu finden ist. Zur Verbreitung trugen die verschiedenen Auswanderungswellen bei. Die Cabernet Sauvignon-Rebe [Nach DNA-Analysen an der University of California im Jahre 1997 ist sie aus einer Kreuzung zwischen Cabernet Franc (rot) x Sauvignon Blanc (weiss) entstanden. Anmerkung wsp] ist auch die Grundlage der berühmten Crus aus dem Médoc und wird weltweit am häufigsten für Qualitätsweine verwendet.

Heute ist der Cabernet Sauvignon in allen Weinbaugebieten kultiviert, teils zusammen mit anderen Rebsorten, meist aber reinsortig. Doch kein Cabernet Sauvignon ist wie der andere. Viele Faktoren beeinflussen die Qualität der Ernte und des Weins. Der Weinstock nimmt Nährstoffe aus dem Boden auf und Klimafaktoren beeinflussen den Zuckergehalt der Weinbeere. Wasserhaushalt und Temperatur des Bodens haben direkte Auswirkungen auf das Wachstum der Reben und damit auf den Reifeverlauf. Der Mensch sorgt dann vor allem beim Keltern der Trauben dafür, dass wir aus ein- und derselben Rebsorte ganz verschiedene Weine erhalten. (Andrea Conconi)

Reini Bachmann wird uns aus dem überreichen Angebot an Cabernet Sauvignons eine ganze Palette ausgesuchter, typischer Vertreter aus den unterschiedlichen Weinanbaugebieten zum Verkosten anbieten. Er hat zu dieser Rebsorte eine ganz spezielle Beziehung, über die er uns sicher aufklären wird.


Rückblick

Cabernet Sauvignon aus aller Welt

Stubenmeister Willi Spürgin begrüsste die zahlreich erschienen Weinfreunde der Weinbruderschaft St. Martin zu Zofingen und versprach, dass es an diesem Abend eine wirklich spannende Welt-Reise mit Cabernet Sauvignon werden würde. Der Reiseleiter sei kein geringerer als der bestens bekannte Reini Bachmann, seines Zeichens berühmter Aargauischer Rebbergbesitzer und Winzer. Er werde durch den Abend führen.

Doch das Renderpult stand leer ... wo war denn eigentlich der Referent?

Im wunderschönen Saal herrschte gespannte Ruhe.

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... plötzliche polterte es an die Türe. «Ja - bitte» rief der am nächsten an der Türe sass -

Reini Bachmann aus Wil am Rebberg erschien - doch seine Laune war etwas verdrossen: «Wer hat mir den Cabernet Sauvignon Rebstock aus dem Rebberg entfernt? Wo ist der Schuldige, der nun im Frondienst seine Sühne in meinem Rebberg leisten wird? - Bist du es - oder du?» Mit ernster Miene schreitet er durch die Reihen des vollbesetzten Stucksaals des Hotel Zofingen, in welchem voller Spannung über 60 Teilnehmende auf eine Cabernet Sauvignon Degustation aus aller Welt warteten.

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wo ist der oder die Schuldige? Hat er sie oder ihn gefunden? Er lässt alle irgendwie im Ungewissen - verspricht nun aber dennoch etwas über die Rebsorte Cabernet Sauvignon zu berichten und nimmt uns mit auf die Weltreise mit Cabernet Sauvignon .....


Warum gerade «Cabernet Sauvignon»?

Erstens ist es eine Rebsorte, die in fast jedem Land mit nennenswertem Weinbau auf der Welt vorkommt und die verschiedensten Rotweine hervorbringt, sei es als reine Rebsorte, sei es in einer Assemblage. Also ist sie interessant genug sich mit ihr näher auseinanderzusetzen. Zweitens setzt der Stubenrat interessanterweise Rebsorten auf den Degustationsplan - was doch etwas einmalig ist und das Grundwissen um die Rebsorte jedem näherbringt. Und drittens spielt Cabernet Sauvignon in vielen berühmten Weinen der Welt eine ausserordentlich wichtige Rolle, ist sie doch eine der Hauptrebsorten im Medoc. Aber nicht nur im Bordeaux ist sie tonangebend. Wir finden sie auch im übrigen Frankreich, in Oesterreich, Deutschland, Bulgarien, Rumänien, Georgien, Griechenland, USA, Peru, Chile, Südafrika und Australien - kurz rund um den ganzen Globus.

Seit 5000 v.J.Chr. sind durch Züchtungen aus wilden Weinsorten (8'000-10'000) Rebsorten entstanden, etwa 2'500 sind für die Weinproduktion weltweit zugelassen, doch davon sind nur gut 100 für die Weinbereitung von Bedeutung. Unter den wichtigsten Sorten nimmt Cabernet Sauvignon nach Airén (w), Carignan (r), Grenache noir (r) und Trebbiano/Ugni Blanc (w), den fünften Platz ein mit einer Rebfläche von ca. 200'000 ha weltweit. Nur Wenige Sorten haben eine überragende Bedeutung erlangt. Die Weine aus diesen werden als «edle Rebsorten, cépages nobles oder Weinadel» tituliert. Doch Rebsorten allein sind noch keine Garanten für hohe Qualität, sie kommen jedoch häufig in Spitzenweinen vor, so hat z.B. Château Mouton Rothschild einen Anteil von über 95% Cabernet Sauvignon.

Die Rebe Cabernet Sauvignon findet eine weltweite Verbreitung, weil sie scheinbar überall gut gedeiht und eine gute Anpassungsfähigkeit gegenüber Klima und Umweltbedingungen aufweist. Sie ist nicht besonders anfällig für Krankheiten wie echter oder falscher Mehltau, neigt jedoch gerne zum Verrieseln und ist spät austreibend. Ein weiterer Vorteil ist die Eigenschaft, dass Cabernet Sauvignon eine regulierte Photosynthese machen kann, d.h. sie weist Hitzefestigkeit auf. Ihre Rebblätter zeichnen kleine Herzen in der Aussparung! Cabernet Sauvignon ist eine Kreuzung aus Cabernet Franc x Sauvignon Blanc (durch DNA Analyse 1997 nachgewiesen).

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Die Wein-Weltreise mit Cabernet Sauvignon startete Reini Bachmann ...

in Südafrika, der Rosé «Mulderbosch» (Stellenbosch) 2007 zeigte sich lachsfarbig, die Nase fein nach Himbeeren duftend, im Gaumen eine nervige, saftige Süsse und erstaunlich lang im Abgang. Gefolgt vom «Stäckerösseler» 2003, Reinis Wein aus Wil am Rebberg, leuchtendes Blaurot, rote Beeren, Himbeeren, gut verpackte sehr angenehme Tannine, lang und beeindruckend im Abgang - ein phantastischer Wein. Weiter ging es nach Genf. Der «Comte de Peney» 2003 zeigte sich im Dunkelrot mit Ziegelroteinschlag, roch nach Leder, die Tannine etwas adstringierend, ein voller Wein. Aus Spanien kam der «Gran Coronas» 2000, rötliches Braun, Lakritze und Röstaromen, harte Tannine. Aus Italien der «Mons Silicis Riserva» 2004, Dunkelrot, Cassis und Zwetschgen in der Nase, süssliches Tannin, grosse Eleganz. «Stoney Vineyard» 2003, aus Tasmanien zeigte sich dunkelrot, nach Johannisbeeren und leicht nach Peperoni duftend, sehr elegant und lang im Abgang. Weiter ging es nach Chile «De Martino» 2002, sehr dunkles Rot, Nase leicht brandig, Tannine "knochenhart". Aus Kalifornien kam der «Yulupa» 2002 aus dem Sonoma Valley, Orangerot, Frucht in der Nase mit Schokolade- und Mokkaduft, Tannine harmonisch verpackt. Der Abschluss bildete ein «Château Mouton Rothschild» 1990, ein Wein der nicht mehr länger gelagert werden sollte, ziegelrot, fein duftend und schlank im Abgang. Eine wahrhaft Riesenpalette und ein Erlebnis erster Güte, all diese Weine nebeneinander zu erleben!Eine äusserst sympathische, professionell geführte Weindegustation mit vielen fundierten Informationen, gespickt mit feinem Humor, Lebendigkeit und Freude - für alle ein erfrischendes, lehrreiches und ganz tolles Erlebnis!

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Stubenmeister Willi Spürgin dankt dem Referenten und Magister ganz herzlich für den einmaligen Abend und wünscht ihm auch weiterhin viel Erfolg in seinen langjährigen Bemühungen und Aktivitäten für den Cabernet Sauvignon, aber auch für den Wein als edles Gut unserer Natur.

Seine Weine sprechen seine Sprache: wunderschöne Farbtöne, klar und leuchtend, feine differenzierte Nasen und ein Gaumen voller Überraschungen, mit langanhaltendem Abgang und Eindruck!

Herzlichen Dank Reini - es war SUPER!

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