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Besuch Rebschulen A.Meier – Weinbruderschaft

Besuch Rebschulen A.Meier

Aus Weinbruderschaft

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550 Jahre Familien Meier in Würenlingen

Am 6. Dezember 1462, also vor 550 Jahren, ist in einer Urkunde der Probstei Zurzach die Familie Meier erstmals als Pächter des Widumhofs – dem heutigen Sternen – in Würenlingen erwähnt. Aus der einstigen Trinklaube im ersten Stock wurden eine Wirtschaft und später ein renommiertes Hotel mit Restaurant, das heute von Adrian Meier geführt wird. Andreas und Manuel Meier betreuen die Rebschule und den Weinbau. Die drei Brüder bilden die 17. Generation. Sowohl das Restaurant wie auch der Weinbaubetrieb erhielten für ihre hohe Qualität viele nationale und internationale Auszeichnungen. Anton und Hildegard Meier (16. Generation) wurden für ihr Lebenswerk im Jahre 2002 mit dem Prix ANAV geehrt.

Liebe Weinfreundinnen und Weinfreunde

Die Reblaus, die in Europa gegen Ende des neunzehnten Jahrhunderts eingeschleppt wurde, verwüstete riesige Rebflächen. Heute beugt man der Reblausgefahr durch das Pfropfen eines Edelreises auf eine amerikanische Unterlagsrebe vor, wobei die charakteristischen Eigenschaften der aufgepfropften Rebsorte zum Beispiel Pinot Noir, Chasselas oder Riesling-Sylvaner bewahrt werden. Heute dürfen nur noch veredelte Reben gepflanzt werden. Die Rebschule Andreas Meier & Co, in Würenlingen ist der bedeutendste Betrieb in der Schweiz. Mit einfachen Mitteln und grossem Arbeitsaufwand begann Albert Meier im Jahre 1921 auf privater Basis mit der Rebveredelung und der Selektion bester Klone. Bald entwickelte sich die Rebschule zu einem beachtlichen Betrieb, den in der Folge zwei weitere Generationen Meier zu einem Unternehmen von nationaler Bedeutung ausbauten. Jährlich werden gegen 1 Million Reben veredelt. Darunter befinden sich alle international bekannten Keltersorten sowie alle schweizerischen Spezialitäten, ferner pilzresistente interspezifische Traubensorten und Tafeltrauben. Andreas Meier wird uns alle Arbeitsschritte der Veredlung erklären und die Infrastrukturen für reibungslose Arbeitsabläufe wie Kühl-, Lager- und Vortreibräume zeigen. Anschliessend können wir die anfangs September 2012 eingeweihte neue Sternen Trotte besichtigen. Im Weingut zum Sternen werden über vierzig Weine von bewährten und neuen Rebsorten gekeltert. Nebst eigenen Weinen werden jene der Weinbaugenossenschaften Würenlingen und Klingnau sowie der neuen Weinfirma Besserstein AG, Villigen, gekeltert.



Rückblick

Reblaus ist Arbeitgeberin für Rebschulen. Die Weinbruderschaft St. Martin zu Zofingen ist beeindruckt von Rebschule und Weingut zum Sternen.

Reinhard Bachmann berichtet:

«Der Reblaus, deren unheilvolles Wirken erstmals 1863 im Bordeaux-Gebiet festgestellt wurde, verdanken wir die Gründung unserer Rebschule», erwähnte Andreas Meier, Önologe FH, einleitend bei der Begrüssung der Mitglieder der Zofinger Weinfreunde. Die Reblaus war ein höchst unwillkommener Import aus Amerika. Sie vernichtete riesige Rebflächen in Frankreich und breitete sich anschliessend in ganz Europa aus. Im Aargau wurde sie erstmals 1905 in Remigen entdeckt. Heute beugt man der Reblausgefahr durch das Pfropfen eines Edelreises auf eine amerikanische Unterlagsrebe vor, wobei die charakteristischen Eigenschaften der aufgepfropften Rebsorte zum Beispiel Pinot noir, Chasselas oder Riesling-Sylvaner bewahrt werden. Gegenwärtig dürfen nur noch veredelte und zertifizierte Reben angepflanzt werden. Drei amerikanische Rebenspezies haben die grösste Resistenz gegen die Reblaus: Vitis riparia (Uferrebe), Vitis Rupestris (Felsenrebe) und Vitis Berlandieri (Kalkrebe). Diese Sorten wurden mehrfach untereinander und mit europäischen Sorten gekreuzt, so dass, angepasst an unsere Böden, ideale Unterlagsreben für die Veredelung mit Edelreisern zur Verfügung stehen.


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Andreas Meier zeigt die Veredelung der Rebe.


Über 500 verschiedene Sorten im Lager.

Auf dem Rundgang erklärte Andreas Meier die verschiedenen Arbeitsschritte der Veredelung und die benötigten Maschinen, die grösstenteils selber entwickelt wurden. Jeder Arbeitsschritt ist dokumentiert und rückverfolgbar. Beeindruckend sind auch die Kühl-, Vortreib- und Lagerräume, in welchen über 500 verschiedene, exakt geordnete Rebensetzlinge auf Auslieferung im Frühling warten. Die Rebschule Andreas Meier & Co ist der bedeutendste Betrieb in der Schweiz. Mit einfachen Mitteln und grossem Arbeitsaufwand begann Albert Meier im Jahre 1921 auf privater Basis mit der Rebveredelung und der Selektion bester Klone. Bald entwickelte sich die Rebschule zu einem beachtlichen Betrieb, den in der Folge zwei weitere Generationen Meier zu einem Unternehmen von nationaler Bedeutung ausbauten. Jährlich werden gegen 1 Million Reben veredelt. Darunter befinden sich alle international bekannten Keltersorten sowie alle schweizerischen Spezialitäten, ferner pilz- resistente interspezifische Traubensorten und Tafeltrauben.

Neue Trotte vereinfacht die Arbeitsabläufe.

Anschliessend konnte die anfangs September 2012 eingeweihte neue Sternen Trotte besichtigt werden, die die Arbeitsabläufe im Herbst wesentlich vereinfacht. Im Weingut zum Sternen werden über vierzig Weine von bewährten und neuen Rebsorten gekeltert. Nebst eigenen Weinen werden jene der Weinbaugenossenschaften Würenlingen und Klingnau sowie der neuen Weinfirma Besserstein AG, Villigen, gekeltert. Ein exquisites Nachtessen, zubereitet von Küchenchef Adrian Meier, begleitet von Sternen-Weinen, die Andreas Meier beschrieb, rundete den Abend ab.


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Andreas Meier, Alex Haller, Stubenmeister der Weinbruderschaft St. Martin zu Zofingen und Adrian Meier.

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