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Besuch FIBL – Weinbruderschaft

Besuch FIBL

Aus Weinbruderschaft

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Liebe Gesellen und Magister Vini

Der Konvent hat wiederum einen tollen und sehr interessanten Anlass für Gesellen und Magister Vini zusammengestellt. An dieser Stelle dankt der Stubenrat dem Konvent recht herzlich für die Idee und die Organisation dieser Veranstaltung.


Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL, Frick

Die Notwendigkeit für eine umweltschonende Produktion in der Landwirtschaft ist heute weitgehend erkannt und anerkannt. Als oberstes Ziel umweltgerechter Trauben-Produktion gilt der Schutz des Bodens, des Wassers und der Luft, was durch Vermeidung von ungünstigen Kulturmassnahmen und einem möglichst weitgehenden Verzicht auf Kunstdünger und Pestizide erfolgen muss. Diese Grundhaltung gilt sowohl für Winzer, die nach IP, integrierter Produktion, wie auch für Winzer, die biologisch oder bio-dynamisch Trauben erzeugen.

An der Landwirtschaftlichen Schule Frick wurde im Jahre 1967 ein rund drei Hektar grosser Rebberg angelegt. Er diente einerseits zur Ausbildung der Schüler und andererseits in Zusammenarbeit mit der Eidgenössischen Forschungsanstalt Wädenswil (heute Agroscope ACW) zur Selektion von Klonen und neuen Sorten. Die Trauben wurden von Willi Büchli, Bözen, gekeltert. 1983 wurde die Aargauische Staatstrotte eingeweiht. 2004 übernahm das FiBL Rebberg und Trotte und pflegt seither Reben und Wein nach den strengen Richtlinien der Bio Suisse. Kellermeister Andreas Tuchschmid, Oenologe FH, hat die Umstellung miterlebt. Er wird uns den Bioweinbau näher bringen und die neusten Erkenntnisse aus der Bioforschung vermitteln. Selbstverständlich dürfen wir auch degustieren.

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Fürstliches Rebgut Stiftshalde, Hornussen

Bis zur Gründung des Kantons Aargau 1803 besass das Frauenkloster Säckingen grosse Ländereien im Fricktal. Dazu gehörten auch Rebberge in Hornussen, wo Wein für den «Stift» gepflegt wurde. Aus verbuschtem Weideland entstand dank der Güterregulierung 1964 ein herrlicher Weinberg mit der Lagezeichnung «Stiftshalde» und die erste Rebsiedlung im Aargau. 1967 wurde der erste Wein aus der Stiftshalde in Flaschen abgefüllt. Im gleichen Jahr sind Winzermeister Daniel Fürst und sein Frau Erika geboren. Sie übernahmen im Jahre 1995 den Betrieb und bauten ihn in mehreren Etappen aus. Im Partyraum mit herrlicher Aussicht wird uns Daniel Fürst seine Reben-Philosophie erklären. Aus der fürstlichen Küche serviert uns Erika Fürst einen Imbiss. Ein kommentierter Kellerrundgang rundet den Anlass ab.



Rückblick

Am Samstag, 31. Mai 2014 trafen sich 38 Weinfreunde und Weinfreundinnen, die die Prüfung zum Gesellen oder Magister Vini abgelegt hatten, zu einem lehrreichen Weiterbildungtag im Fricktal. Reinhard Bachmann berichtet:


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Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL), Frick

Die Wurzeln einiger Reben im Rebberg des Forschungsinstituts für biologischen Landbau in Frick gehen auf das Jahr 1967 zurück. An der damaligen Landwirtschaftlichen Schule wurde im Jahre 1967 ein rund drei Hektar grosser Rebberg angelegt. Er diente einerseits zur Ausbildung der Schüler und andererseits zur Selektion von Klonen und neuen Sorten. 1983 wurde die Aargauische Staatstrotte eingeweiht. 2004 übernahm das FiBL Rebberg und Trotte und pflegt seither Reben und Wein nach den strengen Richtlinien der Bio Suisse. Kellermeister und Betriebsleiter Andreas Tuchschmid, Oenologe FH, hat die Umstellung miterlebt. Er informierte ausführlich über die Tätigkeit und Ziele des Forschungsinstituts, das mit 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die gesamte Landwirtschaft tätig ist. Als oberstes Ziel umweltgerechter Trauben-Produktion gilt der Schutz des Bodens, des Wassers und der Luft. Der biologische Weinbau arbeitet ohne Einsatz von chemisch-synthetischer Herbizide, Pestizide und Düngemitteln in den Rebbergen, die sich durch hohe Pflanzen- und Tiervielfalt auszeichnen. Der Schutz der Reben wird mit natürlichen Produkten, durch Förderung der pflanzeneigenen Abwehrkräfte sowie manueller Entlaubungsarbeiten erreicht. Bei der schonenden Weinbereitung werden keine naturfremden Hilfsmittel eingesetzt. Weinberg und Keller werden regelmässig von unabhängigen Instanzen kontrolliert. Andreas Tuchschmid konnte mit seinen anschaulichen Erklärungen den biologischen Weinbau gut erklären und viele Fragen kompetent beantworten. Stubenmeister Alex Haller dankte ihm für seine Erläuterungen und die Degustation der sauber gekelterten Weine und überreichte ihm eine Flasche «Hölzler» aus Rothrist.

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Fürstliche Weinkultur, Erika und Daniel Fürst, Stiftshalde, Hornussen

Bis zur Gründung des Kantons Aargau 1803 besass das Frauenkloster Säckingen grosse Ländereien im Fricktal. Dazu gehörten auch Rebberge in Hornussen, wo Wein für den «Stift» gepflegt wurde. Aus verbuschtem Weideland entstand dank der Güterregulierung 1964 ein herrlicher Weinberg mit der Lagebezeichnung «Stiftshalde» und die erste Rebsiedlung im Aargau. 1967 wurde der erste Wein aus der Stiftshalde in Flaschen abgefüllt. Im gleichen Jahr sind Winzermeister Daniel Fürst und seine Frau Erika geboren. Sie übernahmen im Jahre 1996 den mitten in einem herrlichen Rebberg gelegen Betrieb und bauten ihn in mehreren Etappen aus. Heute bewirtschaften sie 5,5 Hektar Reben, keltern 60 verschiedene Weine, davon sind 45 Lohnkelterungen. Im Partyraum mit herrlicher Aussicht ins Fricktal begrüssten Erika und Daniel Fürst mit einem Glas Vin Mousseux aus Riesling-Sylvaner-Trauben die Weinfreundinnen und Weinfreunde. Nach einer feinen Spargelsupppe mit Bauernbrot durften sich alle am festlich zubereiteten Buffet bedienen. Daniel Fürst stellte dazu mehrere Weine vor. Nach dem exquisiten Imbiss folgte ein kurzer Rundgang durch die Reben. Daniel Fürst erklärte die unterschiedlichen Anbaumethoden und die anstehenden Arbeiten in den Reben. Grosse Beachtung fand die kürzlich erstellte Anlage mit Hagelschutznetzen, die nicht nur vor Hagel schützt, sondern auch Dachse, Hasen, Rehe und Vögel vom Verzehr von Blättern oder Trauben abhält. Die je nach Höhe der Laubwand einstellbaren Netze erleichtern zudem das Einschlaufen der Triebe. Im Keller erläuterte Daniel Fürst die verschiedenen Arbeitsgänge von der Anlieferung der Trauben bis zum Abfüllen und Etikettieren des Weines. Wiewohl der Keller bereits baulich erweitert wurde, ist der Platz für ein rationelles Arbeiten knapp. Ein weiterer grosszügiger Anbau ist geplant. Die Profile dazu sind gesteckt.

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Janik, eine vielversprechende Neukreation

Daniel Fürst präsentierte weitere Weine und eine ganz besondere Neuschöpfung. Für Neupflanzungen in für Maschineneinsatz ungeeigneten Parzellen suchten Daniel Fürst und Guido Oeschger von der Wiler Trote nach pilzwiderstandsfähigen Rebsorten (PIWI). Beim Rebenzüchter Valentin Blattner, Soyhières JU, konnten sie Weine von Versuchssorten der Cal-Reihe degustieren. Sie entschieden sich für Reben mit den Nummern Cal 1/36 und Cal 1/28, die eine sehr gute Resistenz gegen falschen und echten Mehltau sowie gegen Graufäule besitzen. Die Trauben sind nur wenige Tage nach dem Blauburgunder reif. Ein Drittel der Ernte wurde luftgetrocknet und als Strohwein gekeltert. Die restlichen Trauben wurden normal vinifiziert. Einige Monate reifte der Wein in Barriques. Heute präsentiert er sich dunkel purpurrot, vollmundig mit viel Körper, etwas Restsüsse und einer Aromatik von Brombeeren, Heidelbeeren, schwarzen Kirschen und einer feinen Holznote. Schade, dass der Wein bereits ausverkauft ist. Bei der Namenssuche kam Sohn Janik zum Zuge. Seine Geschwister Désirée, Marvin, Carina, sind ebenfalls «Götti/Gotte» von Weinen. Der grosse Applaus am Schluss des lehrreichen Besuchs war mehr als verdient. Alex Haller lobte die grosse Weinvielfalt und überreichte Daniel Fürst eine Flasche «Hölzler».


Die degustierten Weine

FiBL

Fürstliche Weinkultur, Erika und Daniel Fürst, Hornussen

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