Back to the roots

Aus Weinbruderschaft

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__NOTOC__ 50 Jahre Weinbruderschaft St. Martin zu Zofingen 1959-2009 / Jubiläums-Jahresprogramm 2009

Inhaltsverzeichnis

Hans Peter und Ruth Althaus

werden im Oktober extra in die Schweiz kommen, um im Rahmen der Veranstaltungen zum 50 Jahre Jubiläum der Weinbruderschaft St. Martin zu Zofingen seine Weine zu präsentieren. Hans Peter wird also nach Zofingen zurückkehren, hierher zu den Wurzeln, wo für ihn vor 38 Jahren alles was den Zugang zum Wein betrifft begann.

Angefangen hatte es mit einer Reise der Volkshochschule Zofingen ins Burgund. Das Interesse am Wein war geweckt und nach seinem Eintritt in unsere Weinbruderschaft 1972 brach- wie er selber sagt - das "Weinfieber" aus. Es folgen Gesellen- und Magisterprüfung und von 1974 bis 1980 war er Statthalter unserer Weinbruderschaft. Nach seinem Umzug nach Zürich 1978 wurde er bereits ein Jahr später zum Präsidenten der Sektion Zürich gewählt, sozusagen als Vorstufe zu "Höherem", wurde er doch 1981 als Zentralpräsident ins höchste Amt der ANAV berufen, welche er dann bis 1989 präsidierte.

Dann kam der grosse Einschnitt im Leben von Ruth und Hanspeter Althaus. Bereits 1988 hatten sie in Tasmanien das seit mehren Jahren bestehende Weingut "Stoney Vineyard" gekauft. 1989 erfolgte der Umzug ins Coal River Valley, nördlich von Hobart. Der Rebberg wurde sukzessive vor ursprünglich einem ½ Hektar mit diversen Rebsorten auf inzwischen 11.5 Hektaren ausgebaut.

Seine Philosophie drückt Hans Peter Althaus mit folgenden Worten aus: "Grosse Weine kommen immer aus Gegenden in denen es schwierig ist Trauben reifen zu lassen. Der Vigneron muss in engem Kontakt mit seinem Rebberg stehen." und an anderer Stelle: "Jeder Wein hat seinen eigenen Charakter und inneren Wert. Dies ist eine natürliche Reflektion des Zusammenspiels von Klima, Bodenbeschaffenheit und Kultivierungsmethoden." Das Hans Peter mit diesen Maximen richtig liegt beweisen die Medaillen mit denen seine Weine an der Internationalen Wine and Spirit Competition in London, ausgezeichnet wurden, sowie die Aufnahme als einer 12 besten Cabernets Sauvignon in die "Langton's Classification, in welcher die 100 besten australischen Weine geführt werden. Hans Peter und Ruth Althaus haben inzwischen ihren Traum verwirklicht, in der Champion League der australischen Weinproduzenten mitspielen zu können.

Vor "heimischem" Publikum in Zofingen wird Hans Peter den nicht immer geradlinig verlaufenen Weg vom eingewanderten Greenhorn bis zum respektierten Weinproduzenten schildern und uns dabei seine besten Weine vorstellen.

Freuen wir uns auf diesen interessanten Anlass und erweisen wir "unserem" Hans Peter die Reverenz.


Rückblick

«Back to the roots» in Zofingen - Hans Peter Althaus präsentiert ihre Stoney Vineyard Weine

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Ein weiterer Höhepunkt im Jubiläumsjahr bildet natürlich die Jubiläumsdegustation mit Hans Peter Althaus, unter dem Motto BACK TO THE ROOTS.

Vor 20 Jahren sind Ruth und Hans Peter Althaus nach Tasmanien ausgewandert, um dort ihre neue Heimat zu finden und FREUDE UND NICHT STRESS zu begegnen. Hans Peter ist seither Winemaker und weltweit seit etlichen Jahren sehr erfolgreich und bekannt. So ist zum Beispiel im Buch "1001 Weine, die man trinken muss bevor man stirbt" auch sein Cabernet Sauvignon vertreten - was ja nicht von ungefähr kommen dürfte! Auserlesene Rebsorten, praktisch nur Handarbeit beim Entlauben und Ernten, kein Spritzen der Rebstöcke, da das Klima entsprechend trocken ist (ähnliche Niederschlagsmenge wie Oberwallis!) keine Mehltau-Anfälligkeit, praktisch kein Regen im Herbst und der Einfluss des Nordwindes (analog unserem Föhn) sowie allerstrengste Kriterien im Keller mit der Auswahl des Barriques und Weinbereitung, macht er nur Weine, die eine Qualität aufweisen wie er sie selber auch gerne trinken mag. So vergleichen Ruth und er die eigenen Weine auch degustativ immer wieder mit erstklassigen Tropfen aus dem Bordeaux, der Loire und dem Burgund. Dass diese Massstäbe nicht einfach anzulegen sind, ist wohl jedem klar. Althaus' ist es gerade deshalb gelungen ihre Weine international auf ein Niveau zu stellen, welche die Konkurrenz aus Frankreich und den übrigen Weinanbauländern nicht zu scheuen braucht.

Ihr Weinbaubetrieb auf der Insel Tasmanien Stoney Vineyard liegt in der sogenannten "Cool Climate Zone", welche sich für die Qualität der Weine noch besser eignet als die "cool climate zone by altitude" (z.B. in Südamerika). Das Klima ist maritim und hat eine noch längere Sonnenscheindauer als diejenige in Europa, da auf dem 40./42. Breitengrad der südlichen Hemisphäre gelegen ( zeitweise von 07:00-21:00h). Weinbau wurde bereits 1820 in Tasmanien betrieben. In den Jahren des Goldrausches 1860-1870 in Victoria verliessen die meisten Männer Tasmanien und der Weinbau wurde sträflich vernachlässigt. Dadurch gab es einen grösseren Unterbruch im Rebbau, aber dafür auch keine Reblaus, die aktiv werden konnte! Aus diesem Grunde wachsen dort die Reben auf ihrer Originalbewurzelung.

Nach der Begrüssung und den einführenden Worten durch den Stubenmeister Willi Spürgin, lassen sich die interessierten Weinfreunde in die Welt der Tasmanischen Weine von Ruth und Hans Peter Althaus entführen.

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Die Degustation eröffnete Hans Peter mit einem hervorragenden "Sauvignon Blanc 2008", der schon allseits auf grosse Begeisterung stiess. "Domain A Lady A", ein Fumé Blanc 2006, überzeugte durch seine Aehnlichkeit mit "Pavillon Blanc Margaux". Sein Werdegang (Vergärung im neuen Barrique, Batonnage, Abziehen von der Hefe und nach einem Jahr Lagerung im Fass, abziehen auf Glas und nochmals 1 Jahr im Keller) ist sehr aufwändig und arbeitsintensiv. Das Resultat darf sich grosser Beliebtheit erfreuen und ist sensationell. Nach diesen beiden hervorragenden Weissen wurde die Reihe der Roten eröffnet, die alle ebenfalls mit dieser Sorgfalt und Umsicht entstehen. "Stoney Vineyard Cabernet Sauvignon" 2003 und 2004 präsentierten sich sehr schön im Glas und im Gaumen. Sie werden nach Bordeaux-Manier mit Merlot, Cabernet Franc und Petit Verdot nach der alkoholischen Gärung assembliert und 12, 18 respektive 24 Monate in Barriques ausgebaut und erst nach der ersten Trinkreife verkauft. Die Flagschiffe "Domaine A Cabernet Sauvignon" 2003 und 1999 beeindruckten durch die Klarheit der Rottöne, den reichen Düften ihrer Bouquets und den vollmundigen Abgang sowie ihre Nachhaltigkeit! Super! Gefolgt wurden die "Domaine A Pinot Noir" 2005 und 2000 in die Gläser geschenkt. Die 4 Klone Pinot Noir sind ebenfalls wurzelecht und wurden teilweise vom Vorgänger übernommen. Heute wird auf 1,5 ha Pinot Noir angebaut. Den Abschluss bildete der hervorragende "Domaine A Merlot" 2004, der ebenfalls zu überzeugen wusste. Herrlich!

Begreiflich, wenn Weinkritiker wie James Halliday (der Parker Australiens!), Matthew Jukes, Anthony Foster u.a. die Weine in den höchsten Tönen loben! Die Teilnehmer des Anlasses waren ebenso begeistert und der langanhaltende Applaus bewies es nicht nur dem Referenten.

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... und ganz besonders bedankte sich der Stubenmeister und der Kellermeister für die ganz tolle Präsentation. Ein schönes Erlebnis für alle - alle die Hans Peter seit Jahren kennen und schätzen - aber auch alle Teilnehmenden, die an diesem Jubiläumsanlass die erste Begegnung mit einem aussergewöhnlichen Winemaker machten! Herzlichen Dank Hans Peter!

Einladung zur Degustation von Weinen Domaine A / Stoney Vineyard, Freitag, 16. Oktober 2009, 19.30 Uhr, im Hotel Zofingen Die Degustation wird geleitet von Magister Hans Peter Althaus, Owner Stoney Vineyard, Campania Tasmanien

Tasmanien

Diese Insel ist südlich des australischen Subkontinentes gelegen und gut 1,6 mal so gross wie die Schweiz, zählt aber nur rund 450.000 Einwohner. Australiens grösste Insel liegt zwar zwischen dem vierzigsten und dreiundvierzigsten südlichen Breitegrad, was auf der Nordhalbkugel etwa dem Gebiet Florenz-Neapel entsprechen würde, hat jedoch ein Klima, das demjenigen des Bordelais und dem Norden der iberischen Halbinsel ähnlich ist. Tasmanien hat eine recht wilde Landschaft mit dem charakteristisch roten, eisenhaltigen Boden. Die Luft ist noch sauber, die Böden weder ausgemergelt noch überdüngt. Das zuweilen sehr unbeständige Wetter, das von Dürre bis zu langen Regenperioden alles bietet, die starken Winde, die rasch aus West-Südwest über die Insel ziehenden Kaltfronten und die generell tieferen Temperaturen bilden Bedingungen, die für die Entwicklung und den Reifegrad der Traube entscheidend sind. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Jahrgängen sind grösser als in irgendeinem andern australischen Bundesstaat. "Wenn Franzosen statt Engländer Tasmanien kolonialisiert hätten, wäre heute sicher ein grosser Teil der Insel mit Reben bestückt" sagt Hans Peter Althaus, "Die hätten erkannt, was in diesem Land steckt." Tatsächlich hatten Franzosen die Insel ja vor den Engländern erforscht. Diese jedoch kamen ihnen als Siedler zuvor und gründeten Hobart, die zweitälteste Stadt des Landes nach Sydney. Und so wurden statt Reben eben Hopfen und Gerste angebaut - mit dem Ergebnis, dass in Tasmanien heute eines der weltweit besten Biere gebraut wird.

Hans Peter und Ruth Althaus haben in Stoney Vineyard ihrer Meinung nach "den besten Platz für die Verwirklichung unseres Traumes, einen der besten Weine der Welt machen zu können" gefunden.

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