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Aargauer Terroir - Aargauer Wein – Weinbruderschaft

Aargauer Terroir - Aargauer Wein

Aus Weinbruderschaft

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Liebe Weinfreundinnen und Weinfreunde

Ein Rauch verweht, Ein Wasser verrinnt, Eine Zeit vergeht, Eine Neue beginnt. Joachim Ringelnatz

Mit diesen Worten zum Jahrewechsel weist uns der Dichter daraufhin, dass alles vergänglich ist, dass aber jedes Ende bereits einen Neuanfang in sich birgt. An einem solchen Wechsel zwischen Ende und Neubeginn stehen wir jetzt an der Schwelle zum Neuen Jahr. Halten wir kurz inne, blicken dankbar zurück auf das Vergangene und freuen uns mit Zuversicht auf das Neue.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Angehörigen für das neue Jahr alles Gute, viel Glück und Erfolg, vor allen Dingen aber gute Gesundheit, persönliches Wohlergehen und jederzeit einen guten Tropfen Wein im Glas.

Was Sie im neuen Jahr an Vereinsaktivitäten erwartet, können Sie dem Jahresprogramm entnehmen. Aus organisatorischen Gründen (Restaurant, Imbiss, Weinbeschaffung etc.) sind wir Ihnen dankbar, wenn Sie sich auch im nächsten Jahr zu allen Degustationen mit Antwortkarten, per E-Mail oder telefonisch anmelden. In diesem Zusammenhang möchte ich Sie auf das beiliegende Schreiben betreffend E-Mail Verkehr innerhalb unserer Weinbruderschaft hinweisen.

Im Weiteren liegt dieser Einladung ein Einzahlungsschein für den fälligen Jahresbeitrag 2008 bei. Unser Säckelmeister ist Ihnen für eine umgehende Begleichung dankbar.

Angehende Kandidaten für die Gesellen- oder Magisterprüfung können sich beim Obmann des Prüfungsrates mit der beiliegenden Antwortkarte für die Wy-Wärchstatt-Abende anmelden.

Mit herzlichen Grüssen Ihr

Willi Spürgin Stubenmeister


Im September 2001 haben wir an einer Degustation zum 7. und letzten Mal im Rahmen des Zyklus "Eusi Wy" Aargauer Weine verkostet. Der Stubenrat war der Meinung, dass es nach einer so langen Pause wieder einmal an der Zeit wäre, uns mit den Weinen aus "unserem" Aargau zu beschäftigen. Die Gelegenheit bot sich, als die ANAV-Wanderdegustation 2007 sich den Aargauer Weinen widmete. Und deshalb haben wir uns entschlossen, diese, wenn auch erst im 2008 in unser Programm aufzunehmen. Besonders erfreulich ist der Umstand, dass wir als Referentin unsere Wunschkandidatin gewinnen konnten.

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Frau Susi Wehrli, gelernte Winzerin arbeitet im elterlichen Weinbaubetrieb von Peter und Marlis Wehrli in Küttigen. Nach Aufenthalten in Australien, Südfrankreich und im Burgund absolviert sie die Meisterausbildung und ist z.Zt. mit ihrer Diplomarbeit beschäftigt. Frau Wehrli interessiert sich im Speziellen für den Begriff "Terroir" oder vereinfacht ausgedrückt: das Zusammentreffen von Klima, Boden und Landschaft. Weil das Mikroklima in den aargauischen Rebbergen auf Grund der verschiedenen Expositionen ebenso unterschiedlich ist wie die jeweiligen Böden in den rund 70 weinbau-betreibenden Gemeinden, ist es sicher spannend zu erfahren, wie sich der Einfluss dieser Faktoren schlussendlich im Wein bemerkbar macht, ganz besonders wenn man dazu noch die Auswirkung der 46 verschiedenen Rebsorten, welche im Aargau angebaut werden, in Betracht zieht.

Sie sehen also, ein spannendes Thema und deshalb auch ein sicher spannender Anlass, dem wir mit Interesse entgegen sehen dürfen.


Rückblick

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Offener Brief von Ueli Aebi an Susi Wehrli vom gleichnamigen Weinbetrieb in Küttigen:

Sehr geehrte Frau Wehrli

Aargauer (und Schweizer) Weine: quo vadis?

Ich weiss: der Titel ist nicht korrekt. Die von Ihnen geleitete Weindegustation bei der Weinbruderschaft St. Martin zu Zofingen vom 22. Februar 2008 trug die Ueberschrift "Aargauer Terroir - Aargauer Wein". Demzufolge sollte ich jetzt eigentlich - wie bei solchen Veranstaltungen üblich - ein Hohelied über jeden einzelnen Wein anstimmen, von "schwarzen Beeren", "Anflug von feuchtem Heu", von "minutenlangem Abgang" schwärmen und mit weiteren Ausdrücken aus dem umfangreichen Wörterbuch "Weinchinesisch" um mich schlagen. Ausserdem eine Verkostungsliste mit allen technischen Details wie Alkoholgehalt, Flächenertrag, Preis und so weiter folgen lassen.

Ich werde mich hüten. Erstens haben das vor mir schon etliche Autoren getan. (Sie haben ja diese Veranstaltung im Rahmen einer "Wanderdegustation" mit Aargauer Weinen an anderen Veranstaltungsorten schon einige Male hinter sich gebracht). Zweitens sind solche Berichte für Sie (als Winzerin und angehende Winzermeisterin) wahrscheinlich "kalter Kaffee". "Otto Normalgeniesser" findet diese Litaneien sowieso schlicht uninteressant und langweilig. Die interessierten Weinfreaks sind (wie oben erwähnt) schon mit einschlägigen Artikeln versorgt worden. Also besser nicht.

Resumée: "Es war sehr schön, es hat uns sehr gefreut". Fertig.


Fertig? Wer das Vergnügen hatte, Sie "live on stage" mitzuerleben, wird lautstark protestieren. Sie vertreten eine junge Winzer-Generation, die um Antworten auf die Frage in meinem Titel nicht verlegen ist. Wir verfügen im Aargau (und in der übrigen Schweiz) über eine respektable Anzahl von Winzern, die mit ihren Produkten (auch international) mitreden können. Was mich jedoch an dieser Veranstaltung - abgesehen vom wirklich respektablen Qualitätsniveau der Weine - besonders beeindruckt hat: Ihr klares und engagiertes Plädoyer zur Abgrenzung vom Massenmarkt und von Modeströmungen. Ihr Rezept dazu ist nicht der (von der Agrarwirtschaft bei uns üblicherweise schnelle) Ruf nach staatlicher Unterstützung und/oder Protektion vor der Konkurrenz. Sie haben mit gesundem Selbstbewusstsein die Möglichkeiten zur Profilierung skizziert. Sie verstehen unsere (im Aargau und in der Schweiz) vorherrschende kleinräumige Vielfalt nicht als Nachteil, sondern als grosse Chance und Herausforderung, als eine hervorragend geeignete Voraussetzung zur Produktion individueller Weine auf höchstem Qualitätsniveau. Ein wichtiger Faktor ist sicher der von Ihnen mit Vehemenz vertretene Begriff des "Terroir", der ja bekanntlich nicht nur den Boden und die Lage, sondern auch das Klima und nicht zuletzt das Können des Winzers/der Winzerin meint. Oder noch umfassender (so wie dieser Begriff im Ursprungsland Frankreich verstanden wird): die eigentliche "Biographie, Geschichte und Autorität" eines Weines. Das "Terroir" sozusagen als "Identitäts-Stempel" eines unverwechselbaren Produktes. Allerdings wird das allein für einen nachhaltigen Erfolg noch nicht ausreichend sein: Neue, innovative Ideen sind gefragt. Ihr Steckenpferd "Vintage" - eine Art "Portwein" aus dem Aargau - ist ein gutes Beispiel. Oder Kompositionen aus mehreren Rebsorten ("Cuvées"/"Assemblages"). Letztendlich wird auch im Marketing zusätzliche Kreativität gefragt sein.

Ihren Aussagen zufolge dürfen wir in Zukunft noch einiges erwarten, im Aargau und in der übrigen Schweiz: Sie haben - zusammen mit 6 Berufskollegen - das Projekt "7 Winzer aus 7 (Schweizer-) Regionen" gestartet. Ich wünsche Ihnen dazu weiterhin eine gesunde Portion Ihrer ansteckenden Begeisterung, viel Elan und Durchhaltevermögen! Eines Ihrer ehrgeizigen Ziele haben Sie uns verraten: "Seven winemakers on tour". Ich freue mich jetzt schon darauf.

Mit weinfreundlichen Grüssen

Ueli Aebi


PS: Wer Lust auf qualitativ hochstehender Aargauer Weine verspürt: Am 01. Mai 2008 beteiligen sich 30 Aargauer Winzer am "Tag der offenen Weinkeller" (www.offeneweinkeller.ch). Das Weingut Wehrli in Küttigen ist selbstverständlich mit dabei.


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Stubenmeister Willi Spürgin bleibt noch der Referentin herzlich zu danken und wünscht ihr und den Aargauer Winzern auch weiterhin viel Erfolg in ihren Aktivitäten.

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